Donnerstag, 25. August 2016

[Rezension] Heliosphere 2265 - Das Helix-Mosaik (by Key)

Heliosphere 2265 - Band 23 - Das Helix-Mosaik Andreas Suchanek
Greenlight Press, 2014

Preis: 2,49€
EBook: 122 Seiten
ASIN: B00OQS4OX6

Die HYPERION ist nach langer Odyssee heimgekehrt und hat Informationen über Richard Meridians Masterplan im Gepäck. Während der Interlink-Kreuzer instand gesetzt wird, treffen unsere Helden auf Familie, Freunde und Gefährten, die von ihrem Tod ausgingen. Viel hat sich verändert, zum Guten, wie zum Schlechten.
Unterdessen sind auch die anderen Mächte aktiv. Sowohl das Imperium als auch der Ketaria-Bund wollen die Identität der Genschlüsselträger aufdecken, um Meridian aufzuhalten. Doch ist das überhaupt noch rechtzeitig möglich?

Sonntag, 21. August 2016

[INTERVIEW] Jacques Demeraux über Gabriele Ketterl



 Jacques Demeraux ist ein  sogenanntes Halbblut. Sohn einer französischen Mutter und eines indianischen Vaters. Seine Mutter starb er vor kurzer Zeit, ermordet von weißen Soldaten, direkt vor Jacques Augen. Er gibt sich die Schuld an ihrem Tod, da er glaubt, die Soldaten zum Winterlager der Lakota geführt zu haben. Jacques zieht sich von seinen Leuten, die sich bereits von den Ebenen bis weit an die Berge geflüchtet haben, zurück und verkriecht sich in der Wildnis. 

Als er die schwer verwundete Louisa findet, weiß er, dass dies ein Fingerzeig des Schicksals ist und er hier die Möglichkeit erhält, mit ihrer Rettung aus dem Teufelskreis an Selbstzweifel und Hass auszubrechen.
Er übernimmt gerne die Rolle des Vermittlers zwischen der Erzählerin seiner Geschichte und dem Fragenden, denn er weiß, dass sie ihm ebenso vertraut wie er ihr vertraut und daher sicher ist, dass seine Geschichte wahrheitsgetreu und ehrlich erzählt wird.

Wir bitten darum, nicht zu filmen oder zu fotografieren und alle Handys auszuschalten. Diese Wunder der modernen Technik könnten unseren heutigen Gast aus der Fassung bringen, und das wollen wir ja nicht. Also Jacques , dürfen wir dir eine Tasse Tee anbieten, bevor wir mit den Fragen beginnen?

1. Stell uns Gabriele Ketterl  doch erst einmal kurz vor.
Meine Schöpferin ist Autorin mit Leidenschaft. Sie lebt derzeit, soweit ich richtig informiert bin, im Outback von München mit ihrem Mann und zwei großen Söhnen. Irgendwann hat sie einmal in München Theaterwissenschaften studiert, großes Drama ist ihr daher sicher nicht fremd. Sie ist ein sehr toleranter Mensch, es sei denn sie findet heraus, das man sie belügt. Das ist ein sehr großer Faux Pas für sie. Gabriele ist jemand der stets von Fernweh geplagt wird, ich denke am liebsten wäre sie konstant unterwegs und würde sehr gerne irgendwo am Meer leben.

2. Was denkst du über Gabriele  wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Wir mochten uns spontan sehr. Ich habe gespürt, dass wir auf einer Wellenlänge sind. Sie hat mich und meine Ängste verstanden und ist sehr behutsam damit umgegangen. Sie hat ein unglaubliches Einfühlungsvermögen, das mich besonders im Bezug auf mein Volk, die Lakota, doch sehr überrascht hat. Ich hätte nicht erwartet, soviel Verständnis für mich und meine Leute bei einer Weißen, einer Wasicu zu finden. Ich beneide sie um die Offenheit, mit der sie den Menschen gegenüber tritt, ich habe da so meine Probleme. Aber sie scheint es fühlen zu können, wenn ein Mensch Vertrauen verdient.

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
Sie muss viel Sport treiben. Da bei ihr eine schwere Artrose im Knie und eine im Lendenwirbelbereich versteifte Wirbelsäule festgestellt wurde. Nun trainiert sie zwei Mal die Woche sehr tapfer, um zu verhindern, dass es sich ausweitet. Sie ist ein sehr aktiver Mensch, der gerne in der Natur ist. Sich nicht mehr bewegen zu können, wäre für sie absolut undenkbar. Abgesehen davon liest sie viel, viele Bücher von Freundinnen oder alte Werke, wie Jane Austen. Wann immer sie es schafft, trifft sie sich mit Freunden. Freunde sind ihr sehr wichtig. Oder sie bereitet Leseevents vor, auf denen sie uns und unsere Geschichten den Lesern vorstellen wird.

4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
Vorbild? Das ist schwer zu sagen. Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass sie sich an großen Persönlichkeiten aus der Vergangenheit orientiert. Das mag ein wenig seltsam klingen, aber sie hat mir einmal anvertraut, dass sie viel dafür geben würde, einen Tag mit dem berühmten Nez Percé Chief Joseph zu verbringen und mit ihm zu reden. Von den Menschen der Neuzeit hält sie vorbildtechnisch wohl eher nicht so viel. Also einmal ganz im Ernst, ich kann sie da aber auch verstehen.
 

5. Gibt es besondere Gepflogenheiten, die Gabriele  beim Schreiben an den Tag legt? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Während sie die Highland Dilogie geschrieben hat, lief im Hintergrund sehr oft, ganz leise, die Musik von Soar Patrol. Bei den Venetian Vampires hörte ich ab und an klassische Musik, z.B. Verdi oder Puccini. Was immer in Mengen da ist, ist Tee. Literweise Tee, ob schwarzer oder Kräutertee, da gibt es bei ihr keine Grenzen. Sie mixt das auch gerne einmal selbst. Sie hat da so eine Lieblingsmischung, die bei ihr „Amor Espanol“ heißt, sie behauptet allen Ernstes, es mache Frauen besonders glücklich. Aber sie rückt das Rezept nicht raus.

6. Wie hast du sie kennengelernt?
Als sie mich auf einem meiner Ausritte aufspürte. Ich fühlte ihre Gegenwart und sie fragte mich, ob sie meine Geschichte aufschreiben dürfe. Ich habe sie gefragt warum ausgerechnet ich. Sie lachte und meinte, sie würde nun einmal sehr gerne über schöne Männer schreiben und ganz besonders, wenn ihre Geschichten noch so spannend und berührend seien wie die meine. Hallo! Im Ernst, welcher Mann freut sich da nicht?

7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Ich weiß, dass sie den wichtigsten Protagonisten der Venetian Vampires in Italien getroffen hat und schon wenige Stunden später begann, seine Geschichte aufzuschreiben. Sie spürt es, wenn jemand in der Nähe ist, dessen Leben besonders ist oder der ein ganz besonderes Wesen ist. Sie hat mir erzählt, dass ihr Steward, der dunkle, melancholische Highlander in einer stürmischen Nacht in England begegnet ist. Sie hat da wohl ein besonderes Händchen.

8. Einmal ganz direkt gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Gabriele so besonders?
Der Umstand, dass ich einer aus dem Volk bin, das sie schon von Kindesbeinen an fasziniert und dem sie sehr zugetan ist. Ihr nennt uns Indianer, das aber nur weil euer komischer Weltenumsegler Kolumbus zu dusslig war, zu navigieren, sich total verfranste und dachte er sei in Indien gelandet. Wir bitten darum Native Americans genannt zu werden oder einfach nur Natives. Meine Geschichte und die meines Volkes erzählen zu können, hat sie sehr glücklich gemacht. Wir haben gut gewählt, was wir euch erzählen und was nicht. Dass dann auch noch diese verrückte Weiße in mein Leben purzelt, macht alles noch viel komplizierter … und wunderbarer .. ist nicht leicht zu beschreiben. Aber vor allem sprichst du mit mir, weil sie uns und unser Volk seit über zweihundertfünfzig Jahren kennt. Hinterfrag das jetzt am Besten nicht weiter, okay.

9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Gabriele bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
Sie korrigiert gerade ein sehr humorvolles und doch spannendes Manuskript. Dazu musst du wissen, dass sie vor einem Jahr einmal wieder in Schottland war und sie das Land sehr liebt. All die verrückten Ereignisse und Erlebnisse hat sie in eine richtig tolle Story verpackt. „Highlands mit Hindernissen“ wird zur Buchmesse Leipzig 2017 erscheinen. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, dann wird das ganze Buch eine einzige, wunderschöne und sehr amüsante Liebeserklärung an Schottland, seine endlosen Weiten und seine besonderen Menschen.

10. Ein herzliches Dankeschön an Jacques Demeraux für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Jacques gesagt wurde.
So sehr ich auch überlege, aber Jacques lag in allem was er sagte richtig. Wir verstehen einander blind, was daran liegen mag, dass wir nicht reden müssen, um uns zu verstehen. Zusammen zu schweigen, kann sehr viel über den anderen Menschen aussagen. Zusammen zu schweigen muss man können.
So geht es mir mit allen meinen Charakteren, bei Jacques war es allerdings noch einmal ganz etwas Besonderes. Es war als würden wir uns seit Jahrhunderten kennen.
Raffaele, das Oberhaupt des Clans der Venezianer ist auch so eine Persönlichkeit. Bei ihm weiß ich ohne viele Worte, was er mir sagen will. Vieles davon wird den Menschen, oder zumindest einigen der herrschenden Kasten, nicht gefallen. Aber das muss es auch nicht. Es muss mir und vor allem euch gefallen, nicht wahr?

Der Roman "Gefangene der Wildnis" ist im Amrûn Verlag erschienen. Wer mehr über die Autorin erfahren möchte, sollte sie einmal auf ihrer Facebookseite, auf Youtube, Twitter oder Google+ besuchen.


Sonntag, 14. August 2016

[INTERVIEW] Colin über Cat Lewis



 Ahoi, ihr Landratten! Mein Name ist Colin und bin der Protagonist aus der Sommernovelle „Küss mich, Pirat“. Den Sommer über arbeite ich auf Ibiza und sorge dafür, dass genug Touristen an unserem Ausflugsprogramm teilnehmen. Ich hätte nie gedacht, dass man als Pirat verkleidet bei den Frauen so viel Eindruck schinden kann! Auch wenn ich genug Auswahl gehabt hätte, war ich bisher an keiner von ihnen ernsthaft interessiert. Doch dann kam Emily und zeigte mir, wie man die Planken putzt ...

1. Stell uns Cat Lewis doch erst einmal kurz vor.
Ich kenne Cat jetzt schon fast ein Jahr lang und habe viele Seiten an ihr kennengelernt. Eines kann ich euch auf versprechen: Mit ihr hat man immer was zu lachen! Sie stolpert regelmäßig über ihre eigenen Füße, nimmt jedes Fettnäpfchen mit und ist so tollpatschig, dass man nur den Kopf schütteln kann. Aber trotzdem bringt sie mich immer wieder mit ihrem Sarkasmus und den teils richtig blöden Sprüchen zum Lachen. Aktiv schreibt sie erst seit zwei Jahren und ihr Debüt „Kein Winter ohne dich“ ist an Halloween 2015 erschienen. Sie ist ein waschechtes Nerdmädchen mit einer Vorliebe für Nintendo und Superhelden und ein Film- und Serienfreak.

2. Was denkst du über Cat, wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Ich bewundere sie dafür, dass sie stets versucht, aus einer miesen Situation das Beste rauszuholen. Sie handelt oftmals selbstlos und hilft anderen, wo sie nur kann. Man merkt, wenn ihr etwas wirklich wichtig ist, da sie mit Herzblut dabei ist. Ab und an übertreibt sie das jedoch ein wenig und wird zu einem aufgeregten Nervenbündel, das sich unnötig in Dinge hineinsteigert und ihre Umwelt damit wahnsinnig macht. Das kann schon ganz schön anstrengend sein.

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
Fangirlen! Cat ist ein Vollzeitfangirl und verbringt jede freie Minute damit, ihre Lieblingsbands zu hören, Serien und Filme zu schauen und Charaktere zu vergöttern. Außerdem verbringt sie sehr gerne Zeit mit ihren Freunden, liest oder hüpft auf Rockkonzerten herum.

4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
Es gibt viele Autoren, die Cat für ihr Können bewundert, aber nur eine hat es nahhaltig geschafft, sich einen Platz auf dem Idol-Podest zu sichern: Jeaniene Frost. Im normalen Leben ist Cats Mann ihr Vorbild, da er sie bedingungslos ertragen kann und alles nicht so eng sieht. Solch eine Ruhe hätte sie auch gerne.

5. Gibt es Rituale, die Cat beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Beim Schreiben läuft immer Musik. Meistens schreien sich Three Days Grace oder Skillet die Seele aus dem Leib, aber glücklicherweise hat Cat die Playlists bei Spotify entdeckt. Als sie meine Geschichte geschrieben hat, liefen spanische Partyhits oder die „Fluch der Karibik“-Soundtracks. Außerdem darf der obligatorische Latte Macchiato nicht fehlen.

6. Wie hast du sie kennengelernt?
Mein optisches Vorbild ist ein Serienheld, den Cat heiß und innig liebt. Schon seit ihrer ersten Begegnung habe ich in ihrem Kopf herumgespukt. Als bei einem Gemeinschaftsblogprojekt das Thema „Sommer“ vorgegeben war, fing Cat an, sich Gedanken darum zu machen, wie sie mich möglichst nach ihren Idealvorstellungen in einer Liebesgeschichte unterbringen kann. Dass aus einer geplanten Kurzgeschichte jemals eine Novelle werden würde, hätte sie jedoch nicht gedacht. Wir hatten auf jeden Fall unheimlich viel Spaß miteinander und ich weiß aus erster Hand, dass Cat sich sehr nach einem Wiedersehen mit mir sehnt ;)

7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Das ist vollkommen unterschiedlich. Mal schauen die Charaktere beim Filme oder Serien gucken vorbei, mal beim Musikhören. Amy und Adrian aus „Kein Winter ohne dich“ sind beispielsweise beim Lesen eines Steampunkthrillers aus heiterem Himmel aufgetaucht, ohne jeglichen Zusammenhang zu dem Buch. Cats neue Helden haben sich beim Anschauen von Musikvideos hinterrücks angeschlichen und lassen sie nun nicht mehr los.

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Cat so besonders?
Ich bin Cats kleiner Liebling. Wenn sie könnte, wäre ich der Protagonist eines jeden Buches, das sie jemals schreiben wird. Aber das würde den Lesern irgendwann auffallen und könnte sie schnell langweilen. Cat war noch nie gut darin, loszulassen, und an mir klammert sie sich eisern fest.

9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Cat bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
„Küss mich, Pirat“ steht noch in den Startlöchern und Cat kann von sich nicht gerade behaupten, eine Schnellschreiberin zu sein. Aus diesem Grund müssen ihre Leser immer viel Geduld mit ihr haben. Dies wird sich jedoch bald ändern, da sie nach ihrem aktuellen Projekt Band zwei bis vier der „Falling Paradise“-Reihe schreiben wird, die nach und nach im nächsten Jahr erscheinen werden. Das wird eine ziemlich große Herausforderung, da Cat noch nie mit solch einem Druck arbeiten musste. Aber sie wird das Schiff schon schaukeln, da bin ich mir sicher.

10. Ein herzliches Dankeschön an Colin für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Colin gesagt wurde.
Tollpatschig? Ich?! Keine Ahnung, wie mein Pirat darauf kommt ;)
Da Colin schon wieder am Strand herumturtelt, liegt es nun an mir, mich für dieses sehr spaßige Interview zu Bedanken. :)


Die Novelle "Küss mich, Pirat" ist im Amrûn Verlag erschienen. Wer mehr über die Autorin erfahren möchte, sollte einen Blick auf ihre Homepage, ihre Facebookfanseite oder Twitter werfen.

Donnerstag, 11. August 2016

[Rezension] Heliosphere 2265 - Heimkehr (by Key)

Heliosphere 2265 - Band 22 - Heimkehr Andreas Suchanek
Greenlight Press, 2014

Preis: 2,49€
EBook: 126 Seiten
ASIN: B00NSJREFO

Die HYPERION ist nach langer Odyssee heimgekehrt und hat Informationen über Richard Meridians Masterplan im Gepäck. Während der Interlink-Kreuzer instand gesetzt wird, treffen unsere Helden auf Familie, Freunde und Gefährten, die von ihrem Tod ausgingen. Viel hat sich verändert, zum Guten, wie zum Schlechten.
Unterdessen sind auch die anderen Mächte aktiv. Sowohl das Imperium als auch der Ketaria-Bund wollen die Identität der Genschlüsselträger aufdecken, um Meridian aufzuhalten. Doch ist das überhaupt noch rechtzeitig möglich?

Sonntag, 7. August 2016

[INTERVIEW] LiFei über Laurin Dahlem


Laurin Dahlem

 LiFei ist ein Seelengeist, ein sogenannter Ankh-Nasgath, und damit ständiger Begleiter Haos, dem Protagonisten des Buches „Imperia – Im Schatten des Drachen“ von Laurin Dahlem, erschienen beim Verlag in Farbe und Bunt. LiFei hat die Form eines Drachen – sehr klein allerdings, denn er ist noch kein sonderlich alter oder erfahrener Geist. Begeistert scheint er nicht über das Interview zu sein, gemessen an der kleinen Rauchsäule, die aus seinen Nüstern aufsteigt, während er brummelnd die Ärmchen vor dem Körper verschränkt.
[LiFei: „Hey, was soll das heißen? Ich bin ein großer, mächtiger Drache, leg dich bloß nicht mit mir an! Ich kann echtes Feuer speien, wenn ich will! Hier drinnen reiße ich mich nur zusammen, ich will denen ja nicht die Bude abfackeln. Aber wenn du weiter so über mich sprichst, du seltsamer Erzähler, dann überlege ich es mir anders!“]

Wir bitten darum, nicht zu filmen oder zu fotografieren und alle Handys auszuschalten. Diese Wunder der modernen Technik könnten unseren heutigen Gast aus der Fassung bringen, und das wollen wir ja nicht. Also LiFei, dürfen wir dir eine Tasse Tee anbieten, bevor wir mit den Fragen beginnen?
LiFei: Mich würde gar nichts aus der Fassung bringen! Immerhin bin ich ein ruhiger und majestätischer Drache und man erzittert vor mir in aller Herren Länder! … Aber eine Tasse Tee hätte ich gerne.
Autor: Du bist ein Geist, du kannst ihn doch gar nicht trinken!
LiFei: Ach, was weißt du schon! Ich kann alles.
Autor: Ach je …
LiFei: Tu du nicht so gestresst! Weißt du eigentlich, was ich wegen dir schon alles durchmachen musste?

1. Stell uns Laurin Dahlem doch erst einmal kurz vor.
LiFei: Das ist dieser seltsame Kerl, der mich und meinen Menschen Hao dazu gezwungen hat, all diese Sachen durchzustehen! Das hat mir drei graue Schuppen eingebracht und oft genug hätte ich – beziehungsweise mein Mensch – beinahe das Leben verloren. Auf jeden Fall kommt dieser Typ aus einem seltsamen Land namens „Bayern“, ist ungefähr so alt wie mein Mensch und hat noch nicht einmal einen Ankh-Nasgath! Wobei das nicht verwunderlich ist, mit dem würde es bestimmt keiner meiner Geisterkollegen lange aushalten.

2. Was denkst du über Laurin Dahlem, wie findest du ihn? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihm findest, wofür du ihn beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
LiFei: Pah, beneiden? Er sitzt stundenlang vor so einem komischen Flimmerkasten und das einzige, was er dabei tut, ist mit seinen unscharfen Krallen auf so seltsamen kleinen Kästchen herumzudrücken. Und meistens hat das wieder schlechten Ausgang für mich und meinen Menschen.

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihm, was tut er, wenn er nicht schreibt?
LiFei: Meistens treibt er sich draußen mit irgendwelchem Getier herum, so Hunde und Pferde und keine Ahnung was noch. Bestimmt kompensiert er damit den Umstand, dass er keinen so tollen Ankh-Nasgath hat wie mein Hao. Schlimmer noch, er hat überhaupt keinen! Eigentlich kann man ihn nur bemitleiden. Deswegen sage ich auch nichts, wenn er seine Zeit mal wieder lieber mit seinem Pferd verbringt als mit Hao und mir. Dann wieder übt er sich in Kampfkünsten, wenn auch viel zu wenig. Um so ein großartiger Krieger zu werden wie Hao, müsste er für sein Alter schon deutlich weiter sein.

4. Hat er ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
LiFei: Ach, viele genug. Ständig liest er in einem Band von diesem „Harry Potter“, von daher kann man wohl davon ausgehen, dass er gerne so gut schreiben würde wie diese Rowling. In Sachen Kampfkünste eifert er seinem früheren Trainer nach, dessen ganze Lebensweise er toll findet. Pah! Hao ist immer noch besser, eigentlich sollte Laurin sich bemühen, so toll zu werden wie mein Mensch. Bei seinen Pferden hat er zu viele Vorbilder, um sie zu nennen.

5. Gibt es besondere Gepflogenheiten, die Laurin Dahlem beim Schreiben an den Tag legt? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
LiFei: Manchmal hört er Musik, ausschließlich irgendwelche Soundtracks oder so klassisches Zeug. Für jedes Buch individuell. Bei mir war es vor allem die Musik zu so einem komischen Filmzeug namens „House of Flying Daggers“, was auch immer das sein soll. Diesen Film fand er zwar doof, aber die Musik hat er sich trotzdem ständig angehört. Muss man nicht verstehen, schätze ich. Außerdem ist Schokolade ein sehr großes Laster von ihm.

6. Wie hast du ihn kennengelernt?
LiFei: Ach, das lief so über ein paar Ecken. Zuerst hat Laurin Kyu-Sung kennengelernt, diesen Kerl, den mein Mensch so toll findet. Von dem hat sich mein Autor viel erzählen lassen, bis er schließlich auf Hao und dann auf mich kam.

7. Weißt du, ob es bei ihm immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
LiFei: Es läuft meist so ab, dass er erst einmal eine Figur kennenlernt, sich ein wenig mit der unterhält und dann kommt nach und nach der Rest der Geschichte.

8. Einmal ganz direkt gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Laurin Dahlem so besonders?
LiFei: Was für eine Frage! Weil ich der Beste bin natürlich. Ohne mich wäre in Imperia alles schief gelaufen. Hao wurde ja so sehr den Kopf verdreht, dass er nicht mehr geradeaus denken konnte. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn ich nicht gewesen wäre! Außerdem habe ich von allen den größten Fanclub. Die Leute lieben mich einfach.

9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Laurin Dahlem bereit? Wie sieht der momentane Stand seiner Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
LiFei: Wenn er sich mal entscheiden könnte, was er schreiben soll! Momentan pendelt er von einer Geschichte zur anderen. Ich habe ihm schon tausendmal gesagt, dass das so nichts wird, und vor allem, dass er mir gefälligst mal wieder die Star-Rolle verpassen soll, aber davon will er nichts wissen. Pff! Ich bin der Liebling seiner Leser und wenn er mich nicht einbaut, ist er selbst schuld, wenn sich seine Bücher nicht verkaufen! Nur durch eine Prise LiFei kann aus einer mittelmäßigen Geschichte eine herausragende werden! Das sollte er eigentlich wissen, aber da ist er unbelehrbar.
LiFei

10. Ein herzliches Dankeschön an LiFei für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich dem Autor selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von LiFei gesagt wurde.
LD: Hach ja. Wenn man LiFeis Prahlereien beiseite lässt, stimmt es im Großen und Ganzen.





Der Roman „Imperia – Im Schatten des Drachen“ ist im Verlag In Farbe Und Bunt erschienen. Wer mehr über den Autor erfahren möchte, kann ihn auf seiner Facebookseite besuchen.
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