Sonntag, 24. November 2013

[INTERVIEW]David Camden über Ralf Isau

Bild
Ralf Isau
Mein Name ist David Camden und meine Geschichte wird in dem Roman »Der Kreis der Dämmerung« erzählt. Es handelt sich dabei um einen vierteiligen Roman. Dieser Umfang ergibt sich sicherlich daraus, dass in mein Leben ziemlich viel hineingepackt worden ist. Ich bin am 1. Januar 1900 in Japan zur Welt gekommen. Die Hebamme, die damals meiner Mutter bei der Geburt half, sagte ihr, dass ich 100 Jahre alt werden würde. Und in 100 Jahren passiert schließlich eine ganze Menge – das ganze 20. Jahrhundert ist in meinem Leben passiert. Deshalb ist dann auch die Geschichte, die mein Leben beschreibt, so umfangreich geworden.

1. Stell uns Ralf Isau doch erst einmal kurz vor.
Ralf Isau ist ein guter Bekannter von mir, der mich mein ganzes Leben lang immer wieder begleitet hat. Man könnte fast sagen, er ist mein Biograf: Er ist derjenige, der mein Leben aufgezeichnet hat. Ralf wohnt in Deutschland. Geboren wurde er in Berlin. Seit jeher hat er eine rege Fantasie, weshalb ich immer aufpassen musste, dass er meine Lebensgeschichte auch tatsächlich so aufschrieb, wie sie wirklich war und nicht so, wie er sie sich in seiner Fantasie gerne zurecht fabulieren möchte. Aber mittlerweile hat er recht viel Erfahrung darin. Er hat fast 40 Bücher veröffentlicht und daher betrachte ich es eher als eine Ehre, dass er sich mit meinem Leben beschäftigt hat.

2. Was denkst du über Ralf, wie findest du ihn? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihm findest, wofür du ihn beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Ach, er ist ein Mensch, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Für den Werte sehr wichtig sind. Der auch versucht, Werte in seinem Leben auszuleben und bei all dem eben immer versucht, sich selbst treu zu sein. Was er ganz und gar nicht leiden kann, sind Heuchler, Menschen, die vorgeben etwas anderes, vielleicht auch etwas Besseres zu sein, als sie tatsächlich sind. Ja, einfach Menschen, die andere täuschen, verführen und manipulieren und dadurch versuchen, sie zu Handlungen oder Denkweisen zu verleiten, die gar nicht ihre eigene sind. Das prangert er auch immer in seinen Büchern an. Ich kann ihm da nur zustimmen.
Was mir nicht an ihm gefällt, kann ich so spontan gar nicht sagen. Also, wir kommen eigentlich immer, wenn wir uns begegnen, gut miteinander aus. Wir sind halt unterschiedliche Menschen. Ich bin durch mein sehr bewegtes Leben etwas mehr dem Abenteuer zugeneigt. Er reist zwar auch gerne durch die Welt, aber auf eine eher gemächlichere Art und Weise. Aber jeder Mensch hat das Recht so zu leben, wie er gerne möchte. Insofern finde ich das okay, wenn er sein Leben so lebt.


Bild 3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihm, was tut er, wenn er nicht schreibt?
Ach, der Ralf ist einer, der viel liest. Das ist wohl normal, wenn einer viel schreibt, dass er auch viel liest. Er geht auch ab und zu ins Kino, mag gute Filme. Er findet Museen toll und reist eben gerne auf seine gemächliche Art und Weise. Bei alldem sammelt er viele Eindrücke, die er auch immer mal wieder in seinen Büchern verarbeitet, wo sie in anderer Form wieder zum Vorschein kommen. Er ist aber gerade auch, weil er so fleißig schreibt, sehr viel beschäftigt mit seiner schriftstellerischen Arbeit. Von daher bleibt ihm relativ wenig Zeit für Hobbys. Ab und zu spielt er ein bisschen Gitarre.

4. Hat er ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
Soweit ich weiß, hat der Ralf Isau kein Vorbild in diesem Sinne. Er hat nur, sagen wir mal, Autoren, die Bücher geschrieben haben, welche ihm gut gefallen. Der Ralf – also da verrate ich jetzt ein Geheimnis; sagen Sie ihm bitte nicht, dass ich Ihnen das verraten habe – der hat nämlich so eine kleine Marotte: Er vergibt immer Schulnoten für Bücher. Wenn er ein Buch gelesen hat, dann steht da drin 1, 2, 3-, wobei er mir mal gesagt hat, Bücher, schlechter als drei, die liest er nicht zu Ende. Jedenfalls, er vergibt dann eine Schulnote, schreibt rein, wann er das Buch gelesen hat und notiert dann auch so eine kleine Kurzkritik: Was ihm daran gefallen hat oder weniger gefallen hat. Und da gibt’s jetzt einfach mehrere Bücher, die ihm sehr gut gefallen haben, zum Beispiel im Bereich fantastische Literatur: von Tolkien »Der Herr der Ringe«, oder von Michael Ende »Die unendliche Geschichte«, »Momo« und andere Werke. Ich denke, das alles hat ihn sicherlich beeinflusst. Nicht in dem Sinne, dass er jetzt einem bestimmten Autor nacheifert und versucht, so wie er zu schreiben, aber dass sie letztlich seine Fantasie beflügelt haben. Und das schlägt sich dann auch irgendwie in seinen Werken nieder.



Bild 5. Gibt es Techniken, die Ralf Isau beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss? Nutzt er technische Hilfsmittel?
Hmm, also, er lässt ja niemanden an sich ran, wenn er schreibt, höchstens seine Frau, die dafür sorgt, dass er beim Fabulieren nicht verhungert oder verdurstet, weil er dann immer sehr konzentriert arbeitet. Er zieht sich auch ab und an, so einmal im Jahr, zurück – auf eine einsame Insel. Ich weiß nicht, ich glaube, die Insel heißt Mallorca. Da steht wohl irgendwo ein Landhaus, wo er ganz in Ruhe schreiben kann.
Dort arbeitet er dann sehr intensiv, so sechszehn, siebzehn Stunden am Tag, taucht völlig in seine Welten ab.
Ich glaube auch, es ist gar nicht so wichtig, was er da isst, oder was er da trinkt, wichtig ist nur, dass sein Körper weiter funktioniert, sodass er weiter schreiben kann. Also, seine verschiedenen Arbeitssitzungen unterbricht dann nur die Erschöpfung und die Müdigkeit irgendwann in der Nacht. Er bevorzugt diese Methode, weil er dann dreimal so produktiv ist, wie beim Schreiben im Alltag. Aber wenn er zu Hause schreibt, hat er mir erzählt, dann ist er sehr diszipliniert. Das macht er dann vom Vormittag, nachdem die Büroarbeit erledigt ist, bis in die Abendstunden, so acht, halb neun Uhr abends, arbeitet er dann sehr konzentriert an den Büchern. Also nicht so, wie manche sich einen Schriftsteller vorstellen, der nur mal schreibt, wenn er Lust hat. Bei Ralf geht das wirklich schon sehr diszipliniert vonstatten.


6. Wie hast du ihn kennengelernt?
David Camden lässt den Blick schweifen und legt die Stirn in Falten, ehe er wiederholt »Wie habe ich Ralf Isau kennengelernt ...?«
Ich bin so vielen Menschen begegnet – ich glaube, das war in Deutschland … Ich war mal wieder auf der Durchreise ...
Seine Mimik wirkt grübelnd ... Oder war es London? Nein, das war, glaube ich, in London, jetzt fällt es mir wieder ein! Und zwar saßen wir beide in einem Lokal, ein besserer Pub, wo man auch gut essen konnte, und wir sind durch Zuruf, durch eine Frage, die er mir stellte, ins Gespräch gekommen. Dabei haben wir festgestellt, dass wir auf der gleichen Wellenlänge funken. Dadurch hat sich dann ein längeres Gespräch ergeben und daraus ein Kontakt: Man tauscht die Adressen und tritt dann später wieder miteinander in Verbindung. Und irgendwann hatte ich ihm dann meine ganze Lebensgeschichte erzählt, worauf er sie niederschrieb.


Bild  7. Weißt du, ob es bei ihm immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Also, es ist nicht so, dass er alle Akteure kennt, weil es sie gar nicht alle wirklich gibt. Sondern viele Figuren in seinen Büchern sind natürlich seiner Fantasie entsprungen. Aber, was er mir verraten hat, ist, dass er sehr viele Schauplätze in seinen Romanen tatsächlich besucht hat. Somit schreibt er nicht nur aus der Fantasie, sondern auch über persönliche Eindrücke: die Luft, die er an dem Ort geatmet hat, die Gerüche, gerochen hat, die Geräusche gehört hat – all das ist ja sehr wichtig um die Stimmung einzufangen, die man dann niederschreibt. Das ist etwas, was mit meiner Geschichte, mit dem Kreis der Dämmerung, sicherlich übereinstimmt. Da hat er auch nicht alle Orte besucht, er war, glaube ich, nicht in Australien, aber hat sehr viele Schauplätze der Handlung tatsächlich mit eigenen Augen gesehen.

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Ralf so besonders?
David zögert, während er nach den passenden Worten sucht.
Ich denke, ein Autor schreibt ja über Menschen, von denen er glaubt, dass ihr Leben andere Menschen bewegt. Sei es deshalb, weil sie bestimmte Herausforderungen gemeistert haben – Gefahren oder seelische Tiefs überwunden haben und, was man so alles in seinem Leben eben durchmacht.
Oder Menschen, die auch von der Persönlichkeit interessant sind. Und ich denke, da muss es etwas in meinem Leben geben, was eben auch andere Menschen interessiert. Möglicherweise auch Interviewer. Denn der Ralf hat mir erzählt, dass sein Buch doch von einer sechsstelligen Anzahl von Lesern gelesen wurde. Das muss wohl heißen, dass dieser David Camden, der hundert Jahre erlebt hat – ich will ja nicht das Ende seiner Geschichte verraten, aber, dass wir heute dieses Interview hier führen können, hat auch einen bestimmten Grund – doch so viele ansprechen muss, dass es tatsächlich zu dem heutigen Gespräch gekommen ist.


Bild 9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Ralf Isau bereit? Wie sieht der momentane Stand seiner Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
Er hält sich da ja immer sehr bedeckt, der Ralf, so viel weiß ich, oder darf ich wohl auch verraten, dass er eine Geschichte schreibt über das versunkene Venedig. Wir wissen, dass die Stadt ja langsam tiefer sinkt und man alles Mögliche tut, um das alte Venedig zu erhalten, damit es nicht ganz im Meer versinkt. Aber er berichtet aus einer Zeit, oder vielleicht auch aus einer Welt, in der es ebenfalls dieses Venedig gibt, aber in der es tatsächlich schon bis zum ersten oder zweiten Stock im Wasser versunken ist. Und wie es dazu kam und ob man die Stadt dann vielleicht noch davor retten kann, wie Atlantis ganz im Meer zu versinken, darum soll es wohl in seiner Geschichte gehen.

10. Ein herzliches Dankeschön an David Camden für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich dem Autor selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von David Camden gesagt wurde.
Ja, ein herzliches Willkommen an meine lieben Leser! Schön, dass der David für mich gesprochen hat. Ich freue mich, dass ich auch kurz zu Wort kommen kann. Aber weil wir beide ja eigentlich mehr als gute Bekannte sind, würde ich sagen – er hat natürlich englisches Understatement und hält sich da immer ein bisschen zurück – hat er mich, denke ich, schon ziemlich gut charakterisiert. Ich selbst nehme mich jetzt nicht für so wichtig, ihn da korrigieren zu müssen. Seine Worte sollten für sich stehen und wirken. Ich bin damit ganz zufrieden.


 Mehr über den Autor erfährt man auf seiner Homepage.

Montag, 18. November 2013

Blogtour Alisha Bionda: Station 8 - Auslosung







Hallo und guten Abend,

es ist soweit, die Lostrommel wurde durchgeschüttelt und hat die folgenden Gewinner preisgegeben:

1. signierte Ausgabe „Chill & Thrill“ (Print), „Regenbogenwelt“ (eBook) und „Das Reich der Katzen“ (eBook)

Karin F.

2. signierte Ausgabe „SteamPunk Erotics – Der Ritt auf der Maschine“ (Print), „Regenbogenwelt“ (eBook) und „Das Reich der Katzen“ (eBook)

Zahrah S.

3. „Regenbogenwelt“ (eBook) und „Das Reich der Katzen“ (eBook)

Susanne M.

4. „Regenbogenwelt“ (eBook) und „Das Reich der Katzen“ (eBook)

Christina W.


Herzlichen Glückwunsch. :)

Meldet euch doch bitte kurz bei mir, damit ich eure Adressen einsammeln und sie an Alisha weitergeben kann, zur Versendung der Preise.

Ich hoffe, ihr hattet alle ein wenig Spaß auf der Blogtour und möchte mich auch noch einmal ganz herzlich bei den teilnehmenden Blogs www.vielleserin.de und http://worldwidebookz.blogspot.de bedanken.

Sonntag, 17. November 2013

[INTERVIEW] Loreley Hazel über Susanna Montua

Bild
Susanna Montua
Mein Name ist Loreley Hazel und ich komme aus New York. Nein, ich stamme da nicht einfach nur her, ich liebe diese Stadt, sie ist meine Leidenschaft und ich möchte niemals woanders sein. Ach und außerdem ist meine Firma da. Okay, die Firma von Daddy, aber eines Tages wird es meine Firma sein. »In-Style« - Inneneinrichtung, Teppiche, Möbel und das meist von den ganz hohen Tieren.

Geld bedeutet mir nicht viel. Ehrlich nicht. Zumindest so lange nicht, wie ich genug davon habe. Manche nennen mich oberflächlich, ich selbst würde mich als realistisch bezeichnen. Wenngleich ich gerne etwas träume. Viel träume. Eigentlich könnte ich nur träumen. Loreley seufzt.

Ach ja – ich bin eine Einzelgängerin. Ich bin zielstrebig und ehrgeizig. Ja, das trifft es in etwa.


Willkommen, nimm Platz küsschen küsschen bitte bedien dich doch an den Keksen und der Milch. Und wenn wir fertig sind, zeige ich dir meine Schuhsammlung – wenn das kein Anreiz ist?

Ich. Liebe. Schuhe. Die muss ich unbedingt sehen. Aber, du hast recht, erst die Arbeit … Das ist übrigens ein tolles Motto.

1. Stell uns Susanna Montua doch erst einmal kurz vor.
Sie möchte ganz gerne Nana genannt werden. Mir soll es recht sein, lässt sich besser schreien, wenn sie Mist baut. Nicht dass sie das oft machen würde, aber man muss ja für jeden Fall gewappnet sein, oder nicht? Naja, was weiß ich sonst noch über sie? Sie ist oft etwas angespannt und eingespannt, aber mit der Zeit lässt sie sich doch fallen. Ja, so würde ich Nana beschreiben.
Und Schuhe? Liebt sie Schuhe?
Das ist so eine Sache. Sie selbst behauptet ja, nicht schuhverrückt zu sein. Aber, ganz unter uns, sie liebt diese Treter. Je ausgefallener, desto besser.

2. Was denkst du über Susanna, wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Halt, halt, langsam. Nicht alles auf einmal. Also, wie ich sie finde? Eigentlich ganz nett. Sie ist manchmal etwas ungeduldig. Ich meine, ich bin eine Frau von Welt, ich brauche Zeit, bis ich in eine Situation hineinfinde. Und da drängelt sie manchmal etwas.
Neid, nein, ich beneide niemanden, also bitte. Ich staune vielleicht über ihre Ausdauer. Also, mal ganz ehrlich, drei Kinder, Ehemann, Kater und Hund und die Arbeit, nebenbei noch rezensieren und schreiben – ich möchte auch das alles unter einen Hut bringen. Mir ist es meist ja zu viel, zu meinen Eltern zu fahren und vorher noch einen Kaffee zu holen.
Was ich nicht leiden mag ist – ist. Wird Nana das hier lesen können? Also, mich nervt manchmal ihre Sprunghaftigkeit. Manchmal habe ich das Gefühl, sie hat die Aufmerksamkeitsspanne einer Eintagsfliege. Loreley lehnt sich vor und flüstert Aber das bleibt unter uns!


3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
Wie oben erwähnt, geht es meist damit los, die Kinder zu wecken und in die Schule zu schicken, dann geht sie mit ihrem Hund Gassi, bringt die Tochter in den Kindergarten und dann geht es an die Arbeit. Also Homepage überarbeiten, Exposés, Manuskripte, Kurzgeschichten, Leseproben, Interviews, Textaufträge abarbeiten, recherchieren – neben bei Prokradingens auf Facebook und Co, danach wird Haushalt gemacht und gekocht. Tja und dann beginnt der normale Alltag mit waschen, putzen, Hausaufgaben mit den Kindern machen, noch mal Gassi gehen, mit den Kids spielen. Dann bricht der Abend an, Zeit für Ehemann, Kinder ins Bett, Hund vor die Tür und dann weiter arbeiten, sprich, schreiben, überarbeiten, danach lesen und rezensieren. Und mindestens zweimal die Woche ist sie am Abend in einem großen schwedischen Möbelhaus und spendet ihre Energie den anströmenden Kunden.
Ganz ehrlich? Ich würde auf gar keinen Fall tauschen.

4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben? Und wie sieht es mit dem Kleiderschrank aus, ist er ordentlich?
Vorbild? Hmm... ich weiß, dass sie Erma Bombeck sehr gerne mag. Aber ob das nun ein Vorbild im klassischen Sinne ist?
Und der Kleiderschrank? Also, ihre Kleiderschrankseite ist ordentlich. Okay, das Unterwäschefach und die Socken sehen etwas turbulent aus, aber ansonsten kann man da wirklich reinschauen. Was man von dem männlichen Kleiderschrank oder dem der Kinder weniger sagen kann. Sie kämpft da zwar eisern gegen an, aber … naja. Sie ist nun mal nicht Superwomen.


5. Gibt es Rituale, die Susanna beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Was sie abgöttisch liebt, ist Ritter Sport Dunkle Voll Nuss. Da fährt sie total drauf ab. Ich persönlich mag ja Schokolade eher weniger, das gibt Pickel, scheint ihr aber egal zu sein. Sie mag auch Cola sehr gerne. Oder schokierte Sonnenblumenkerne. Manchmal mag sie auch total gerne saure Kaubonbons von Nimm 2, die mit Brausefüllung oder TropiFrutti.
Ansonsten hat sie es eher still. Musik lenkt sie meist zu sehr ab. Kann ich ehrlich gesagt gar nicht verstehen, ich liebe Musik. Es könnte immer Musik laufen.


Bild 6. Wie hast du sie kennengelernt? Details, wir brauchen Details...
Eigentlich hat uns Nika, ihre Freundin, bekannt gemacht. Sie warf mal so ein paar Fetzen in den Raum und Nana fing diese auf und bastelte dann etwas daraus und in dieses Setting stolperte ich dann ganz zufällig. Nun, andererseits muss man manche ja auch zu ihrem Glück zwingen. Zwinkert

7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Ich muss sagen, ja, das läuft quasi immer so. Erst entsteht das Setting und dann platzen auch schon die Hauptdarsteller herein. Oft muss sie kaum groß etwas tun, die Leute reißen sich förmlich darum.

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Susanna so besonders?
Kichert ist das nicht offensichtlich? Ich bin etwas Besonderes. Ich bin Loreley Hazel, ich bin Geschäftsfrau. Darüber hinaus würde ich vermuten, dass sie durch mich eine ganz neue und fremde Welt betritt. Mein Leben ist schnell und rasant und glamourös. Das kennt sie so noch nicht. Ich denke, das macht es spannend, mit mir zu arbeiten.

9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Susanna Montua bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
Aber sicher doch. Nana bastelt aktuell wieder an Exposés und Leseproben. Die rauben ihr wirklich den letzten Nerv und ich habe gesehen, aber das bleibt unter uns, dass sie sich aktuell auf den NaNo 2013 vorbereitet. Da wird es ganz schön bunt. Und ihre Agentur hat ebenfalls einiges vorliegen, vielleicht kommt da ja auch bald etwas, wer weiß das schon.

10. Ein herzliches Dankeschön an Loreley Hazel für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Loreley Hazel gesagt wurde.
Eigentlich bin ich eher sprachlos. Sie kennt mich, trotz der kurzen Zeit, die wir bisher miteinander verbracht haben, doch schon recht gut. Ich bin also wirklich total erstaunt. Ich dachte immer, Loreley wäre ein wenig, nun, wie soll ich sagen, mmmhhh... flach, aber das stimmt gar nicht, sie beobachtet ganz schön.
Loreley ist meine Protagonistin in meiner Literra-Serie »Miss Geschick«. Es ist mein erster Ausflug in das Genre Chick-Lit und ich bin sehr gespannt, wie sich Loreley da schlagen wird. Ansonsten habe ich nichts hinzuzufügen, außer einem aufrichtigen Danke.


Mehr über die Autorin erfährt man auf ihrer Homepage. 

Blogtour Alisha Bionda: Station 7 - Let's Talk


Station 7: Alisha Bionda - Let's Talk


Let's Talk - Alisha Bionda
Fabylon Verlag, 2011
200 Seiten
Broschiert: 14,90 €
ISBN: 978-3927071483

Klappentext:
Seven Fancy, Band 2: - Ist Ihnen im Bus oder Flugzeug langweilig? Sitzen Sie in der Mittagspause lustlos herum? Wollen Sie zwischendurch einmal schmunzeln? Oder sich kurz und knackig unterhalten lassen? Dann – „Let’s talk“! - Humorvolle, spritzige Shorties über ein Trio, das munter um die Wette "klatscht"- über Männer, Liebe und sonstige Dinge des Lebens. - Mit einem Vorwort von Tanya Carpenter & Melanie Stone. - Von den 45 Shorties sind 28 mit einer Entry-Grafik versehen.


Meine Meinung:

Ich beginne, wie immer, bei dem Cover, welches direkt das bunte Trio zeigt, um das es in Let's Talk letztlich geht. Und, wie ich finde, ist es sehr gut getroffen, genau so stelle ich mir eine illustre Klatsch-Runde vor, bunt gemischt und mitten im Geschehen.

Doch die Protagonisten verlieren sich nicht direkt nach dem Buchdeckel – nein, Gaby Hylla hat hier ganze Arbeit geleistet, indem sie Illustrationen zu einzelnen Kapiteln entworfen hat, die einen schon beim Umblättern rätseln lassen, in welchem Zusammenhang die Bilder nun stehen könnten. Das wiederum macht Let's Talk zu einem Pageturner!

Alisha Bionda erzählt (nicht immer ganz und gar) biografisch in der Ich-Perspektive. Kurze, knackige, witzige und anzügliche Storys über das Leben, mit sich selbst, und

Susan, die das krasse Gegenteil zu sein scheint, da sie sehr nüchtern an die Geschehnisse herangeht, aber, wie ich im Laufe der Story lernen durfte, durch Überraschungen glänzt und daher interessant bleibt.

Jojo, bereichert das Duo total und lässt es in ein schillerndes Trio wandeln. Er ist gerade heraus, mit einem weichen Kern und passt daher hervorragend dazu.

Die Sprache besticht durch ihren ironischen Unterton und teilweise sehr trockenen Ausdruck, der die Geschichten umso bekömmlicher macht. Es bereitete mir richtig Freude, nicht mit Fremdwörtern kämpfen zu müssen, Details zu erhaschen, ohne dabei mit vor Scham gerötetem Gesicht im Bett zu liegen – perfekt!

Fazit:
Diese kleine Ansammlung kurzer Geschichten bereitet Spaß. Die Geschichten sind so authentisch und mit Leben und Liebe erzählt, dass ich zu keinem Zeitpunkt Zweifel hegte, dass auch nur eine davon komplett gänzlich erfunden sein könnte und das wiederum belebt die Seiten auf eine magische Art. Alisha Bionda hat hier ihr Versprechen gehalten – Let's Talk ist wirklich eine Ansammlung von wirklich humorvollem Spaß, Klatsch und Tratsch. Dafür gibt es eine Leseempfehlung von mir.
 - Nana
 Hier noch einmal alle Preise der Blogtour im Überblick:
  • signierte Ausgabe „Chill & Thrill“ (Print), „Regenbogenwelt“ (eBook) und „Das Reich der Katzen“ (eBook)
  • signierte Ausgabe „SteamPunk Erotics – Der Ritt auf der Maschine“ (Print), „Regenbogenwelt“ (eBook) und „Das Reich der Katzen“ (eBook)
  • 2 Mal ein eBook-Bundle, bestehend aus: „Regenbogenwelt“ (eBook) und „Das Reich der Katzen“ (eBook)

Zum Sonntag machen wir es einmal ganz einfach. Ihr müsst keine Frage beantworten, sondern einfach laut "hier" schreien.

Zeit habt ihr bis Sonntag, 17. November 2013, 23.59 Uhr.

Samstag, 16. November 2013

Blogtour Alisha Bionda: Station 6 - Das Reich der Katzen


Station 6: Alisha Bionda - Das Reich der Katzen

Das Reich der Katzen - Alisha Bionda
Arunya-Verlag, 2013
285 Seiten
Taschenbuch: 14,90€
eBook: 5,77€
ASIN: B00DF7NS8Q

Klappentext:
Die Suche zweier Kätzinnen nach dem Reich der Katzen und ihrer eigentlichen Bestimmung.
Die Katzengöttin Bastet hat an ihrer Grabstätte einen Hinweis hinterlassen, wer ihre Nachfolgerin werden soll. Lavina, die Schwarzmagierin erhebt ebenfalls Anspruch auf den Thron. Jeder, der sich in das Reich der Katzen aufmacht, begibt sich in Lebensgefahr.
Das bekommen auch die beiden Katzen Onisha und Fleur zu spüren. Trotz aller Listen Lavinas gelingt es ihnen, das Schwarze Kloster zu erreichen, um dort das Buch der Tore, das ihnen den Weg ins Reich der Katzen weisen soll, zu suchen. Für Onisha wird immer deutlicher, dass sie es ist, die sich Lavina entgegenstellen muss.



Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir gut. Es ist recht dunkel und mit passenden, erdigen Tönen gehalten. Die Katzenskulptur, die direkt ins Auge sticht, ist natürlich ein absoluter Blickfang, genau wie die strahlenden Augen des kleinen Katzenkopfes.

Ein weiterer, für mich nicht zu verachtender Punkt sind die Illustrationen. Eins der Hauptkriterien - und ich wurde nicht enttäuscht. Crossvalley Smith hat hier ganze Arbeit geleistet. Sehr stimmig und schön. Wenn es nach mir ginge, hätten es noch mehr solcher toller Illustrationen sein dürfen.

Die Charakter sind sehr unterschiedlich.
Onisha ist eine der Hauptkatzen. Sie kommt aus gutem Hause und hat, zu Anfang, nicht viel mit dem wilden Katzenleben gemein. Jagdinstinkt Fehlanzeige. Doch irgendwas zieht sie hinaus.

Fleur hingegen ist eine echte Straßenkatze und macht daraus auch kein Geheimnis. Mit der offenen Art kann nicht jeder gleich.

Ben ist der Anführer einer Katzen-Gang und ein echter Haudegen - dabei aber stets fair.

Twinky ist das typische Hübschchen in solchen Gruppen. Darf natürlich nicht fehlen. Mit ihr geht allerdings eine Wandlung vor sich.

Rocky ist ein grandios genialer Kater! Von seinem ersten Ohnmachtsanfall an war er in meinem Herzen.

Lucky bleibt recht blass, was wohl durch das später Eintreffen begründet ist.

Valentin hingegen ist sehr präsent, genau wie Blackbird, die Krähe. Sie wecken ein Misstrauen, welches sie bis zum Schluss nicht abzustreifen vermögen.

Die Sprache ist bunt gemischt. Sie ist einfach, passend, schön blumig und ausschmückend. Aber (!) auch blutig, grausam, ohne dabei zu dick aufzutragen. Diese kühlen Schilderungen sind es, was so mancher Szene einen grausigen Schleier überzieht - brr. Die Witze und der gängige Humor lockern auch düstere Szenen etwas auf und nehmen die Grausamkeit, was für ein Jugendbuch durchaus sinnbringend ist (ganz zu schweigen von den Ohnmachtsanfällen von Rocky.)

Fazit:
Die Geschichte nahm mich mit auf eine Reise, die ich aus dieser Sicht niemals sonst zu Gesicht bekommen hätte. Sie steckt voller Geheimnisse, voller Turbulenzen, voller Schönheit aber auch Grausamkeit. Der Leser bekommt Rätsel und Abenteuer in guter Mischung.
Was ich besonders deutlich spüren konnte, was das Band zwischen Fleur und Onisha. Dieses wurde authentisch geschildert. gewünscht hätte ich mir, dass Lavina etwas mehr "aufs Dach" bekommt - denn verdient hätte sie es.
Das Finale war unschlagbar. Es war rasant, schön und traurig, aber auch befreiend. Eine tolle Mischung.
Abschließend bleibt mir zu sagen: wer gerne Experimente wagt, der sollte sich diese komplett andere Geschichte zu Gemüte führen und sich in eine Welt, jenseits der Vorstellungskraft entführen lassen.

- Nana

Auch "Das Reich der Katzen" könnt ihr bei dieser Blogtour als Preis gewinnen. Hier noch einmal alle Preise im Überblick:

  • signierte Ausgabe „Chill & Thrill“ (Print), „Regenbogenwelt“ (eBook) und „Das Reich der Katzen“ (eBook)
  • signierte Ausgabe „SteamPunk Erotics – Der Ritt auf der Maschine“ (Print), „Regenbogenwelt“ (eBook) und „Das Reich der Katzen“ (eBook)
  • 2 Mal ein eBook-Bundle, bestehend aus: „Regenbogenwelt“ (eBook) und „Das Reich der Katzen“ (eBook)

Nennt uns eure liebste Katzenfigur aus einem Buch und erzählt uns, weshalb ihr sie am meisten mögt.

Zeit habt ihr bis Sonntag, 17. November 2013, 23.59 Uhr, die Frage zu beantworten.


Die Stationen der Tour:

1. Chill & Thrill - Lesekatzen
2. Regenbogenwelt - Vielleserin
3. Sherlock Holmes und das Druidengrab - Vielleserin
4. Mit Schuh, Charme und Biss - WorldWideBookz
5. Steampunk Erotics - Der Ritt auf der Maschine - WorldWideBookz
6. Das Reich der Katzen - Lesekatzen
7. Let's Talk - Lesekatzen
8. Auslosung - Lesekatzen



Montag, 11. November 2013

Blogtour Alisha Bionda: Station 1 - Chill & Thrill (Anthologie)

 Station 1: Chill & Thrill (Anthologie)

http://3.bp.blogspot.com/-JFV54yUdhzk/UhupClc-vSI/AAAAAAAAAeg/YxTqvdP-jgo/s1600/chill.jpg Chill & Thrill - Hrsg. Alisha Bionda & Tanya Carpenter
Fabylon Verlag, 2011
200 Seiten
Broschiert: 14,90 €
ISBN: 978-3927071506

Klappentext:
CHILL & THRILL - das ist prickelnde Entspannung mit einem Augenzwinkern. 18 Autoren unterhalten Sie auf kurzweilige und sehr abwechslungsreiche Weise. Andrä Martyna hat jede Story zudem mit einer Entry-Grafik versehen. In den vorliegenden Erzählungen landet schon mal ein Detektiv zuerst mit der Nase zwischen den Brüsten seiner Mandantin, statt in einem neuen Fall. Ein wackerer Bauer muss auf kreative Weise seinen Nachbarschaftsstreit beenden. Während es in der neuen Wohnung einer Studentin nicht mit rechten Dingen zugeht. Und am Ende stellt sich dem Leser auch noch die eigenartige Frage: Existiert Bielefeld tatsächlich – oder doch nicht? Der Startschuss ist gefallen: Wir wünschen Ihnen angenehmes CHILLEN und THRILLEN!
 

Im Vorwort erfahren wir zunächst, dass diese Anthologie dem verstorbenen Künstler Andrä Martyna gewidmet ist, der diese Anthologie künstlerisch betreute und wirklich schöne und knackige Grafiken zu den einzelnen Geschichten erstellte.

Nun zu den einzelnen Geschichten:

Ein untrügliches Gefühl – Boris Koch
Technisch gut, vom Ton her war diese Story allerdings nicht so meins und ich hab auch zu früh geahnt/gewusst, wie es ausgeht. 

Die Bestie vom Buchenberg – Sabine Ludwigs
Super! Hier habe ich bis zum Ende mitgefiebert und die Auflösung war einfach klasse!!!

Affentanz – David Grashoff
Mit dieser Auflösung hätte ich nicht gerechnet. Ich fand die Geschichte allerdings auch ein wenig, ja, verstörend wäre wohl das auf mich in diesem Fall zutreffende Wort. War leider so gar nicht meins.
  
Eigentlich Bielefeld! Oder ein Phantom? - Margret Schwekendiek
Cool! Ich liebe diese Geschichte. Der Witz mit Bielefeld wird super in Szene gesetzt und das Ende ist genau nach meinem Geschmack.

Aus der Traum – Rena Larf
Was für eine fiese Überraschung! Ich weiß ja, man sollte sich nie in Sicherheit wiegen, aber das war schon sehr gemein ... Super!

Moral auf Diät – Gabi Thomas
Das sagen einem doch auch alle Ernährungswissenschaftler: Radikaldiäten sind nicht gut ... Tolle Geschichte.

Rote Lippen – Fabienne Siegmund
Oh, eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Ich kann gar nicht zu viel sagen, ohne etwas über die Geschichte zu verraten.

Der Hammel – Inken Weiand
Eine witzigere Geschichte mit cleverer Pointe.

Reiche Ernte – Tanya Carpenter
Böse. Richtig, richtig böse. Ja, die Dorfidylle kann trügen. Gefällt mir sehr, sehr gut. 

Der Mann am Fenster – Gisa Pauly
Ein klassischer, gut geschriebener Whodunit. Und ich bin schon ein wenig stolz, sofort auf den richtigen getippt zu haben

Grüße von Solomon - Oliver Plaschka
Schön. Wirklich, diese Geschichte kann ich einfach nur als schön bezeichnen. Ruhig und spannend wird hier eine tolle Geschichte gewoben.

Aachener Teufelei – Andreas Dresen
Oho, sehr schön und sehr clever. Fußball und Teufel machen mich ja gleich hellhörig, wobei ich zugeben muss SPOILER: für mich gehört der Rote mit Pferdefuß am Ball nur in eine Stadt (wir müssen ihm auch keine Seelen opfern ;) )

Die Baumfrau – K. Peter Walter
Mhm, ich weiß nicht so recht. Zuerst fand ich den derben Ton noch erfrischend und war neugierig auf die Geschichte aber im weiteren Verlauf ließ die bei mir stark nach und das Ende war mir zu abrupt. Hier hätte ich mir tatsächliche Konsequenzen erhofft.

Ein blutiges Plätzchen – Thomas Fulczyk
Nicht schlecht, aber auch nicht die beste Geschichte der Antho. Die Idee hat auf jeden Fall Pluspunkte verdient. Aber insgesamt konnte mich die Story nicht so mitreißen.

Auf den Hund gekommen – Ingrid Glomp
Ich kann nicht mal genau sagen, was es war - vielleicht einfach der Hund? - aber mir gefiel diese Geschichte sehr gut. Lustig erzählt und hätte gerne länger sein dürfen.

Highway to Hell – Melanie Stone
Eine Story, der ich tatsächlich erst nach der Auflösung etwas abgewinnen konnte. SPOILER: Zuvor erschien mir die Geisel einfach zu vorlaut, während sie mit einem Mörder im Auto sitzt. Da dachte ich noch an einen typischen Fall von zu dumm zum Leben)

Der unsichtbare Mann – Markus Niebios
Ich muss zugeben, ich habe das Ende nicht ganz verstanden. Glaube ich. Zumindest gehe ich davon aus, dass einem das Ende mehr sagen sollte? Ich weiß es nicht.

Schlechte Karten – Angela Hüsgen
Also, ich weiß ja nicht, ob man wirklich zu solch rabiaten Mitteln greifen muss. Aber bis zur Auflösung ist die Geschichte wirklich gut.

Wie es bei jeder Anthologie der Fall ist, finden sich auch hier die verschiedensten Umsetzungen des Anthologiethemas und somit sind natürlich für jeden Geschmack Geschichten dabei. Insgesamt hat mir die Anthologie gut gefallen, es waren einige wirkliche Perlen unter den Geschichten, auch wenn es einige gab, die mir nicht so gut gefallen haben. Alles in allem aber eine gute Sammlung kurzweiligen Lesespaßes und daher bekommt sie von mir 4,5/5 Katzen. 



Eine zweite Meinung zu "Chill & Thrill", nämlich Nanas, könnt ihr hier nachlesen.

Ihr könnt euch von unseren Meinungen übrigens selbst überzeugen:

Chill & Thrill ist nämlich eines der Bücher, die ihr bei der Verlosung zu dieser Blogtour gewinnen könnt.

Hier einmal alle vier Preise im Überblick:

  • signierte Ausgabe „Chill & Thrill“ (Print), „Regenbogenwelt“ (eBook) und „Das Reich der Katzen“ (eBook)
  • signierte Ausgabe „SteamPunk Erotics – Der Ritt auf der Maschine“ (Print), „Regenbogenwelt“ (eBook) und „Das Reich der Katzen“ (eBook)
  • 2 Mal ein eBook-Bundle, bestehend aus: „Regenbogenwelt“ (eBook) und „Das Reich der Katzen“ (eBook)


Um einen der Buchpreise zu gewinnen, müsst ihr einfach folgende Frage mit einem Kommentar unterhalb dieses Posts beantworten.

Mit einer richtigen Antwort landet ihr im Lostopf. Auch auf den folgenden Blogstationen werdet ihr täglich eine Frage erhalten. Umso mehr Fragen ihr beantwortet, umso größer ist natürlich letztlich eure Chance, zu gewinnen. Die Gewinner werden wir am kommenden Montag, den 18. November 2013 um 20.00 Uhr hier auf dem Blog verkünden.

Das heißt für diesen Post, dass ihr bis Sonntag, 17. November 2013, 23.59 Uhr Zeit habt, die Gewinnspielfrage zu beantworten:

Anthologien werden hierzulande ein wenig stiefmütterlich behandelt. Was reizt dich an Kurzgeschichtensammlungen? Oder tun sie es gar nicht?



 Und so geht die Tour weiter:



12. und 13. November: www.vielleserin.de
14. und 15. November: worldwidebookz.blogspot.de
16. und 17. November: [kurzfristige Planänderung] Hier auf den Lesekatzen
18. November: ebenfalls hier auf den Lesekatzen.






Samstag, 2. November 2013

Blogtour Assjah - Station 6: Werkstattbericht

 Hallo und Willkommen zur 6. Station der Assjah-Blogtour. Falls ihr heute durch Zufall hierhergekommen seid, empfehlen wir euch noch einen Blick auf die bisherigen Stationen:



28.10.2013 – "Die Bücher" Tanja Saalbach
29.10.2013 – "Die Autorin" Beates Lovelybooks
30.10.2013 – "Die Illustratorin" Ye Olde Independent
31.10.2013 – "Die Figuren" Bücherfee
01.11.2013 – "Die Welten" Bookrecession

 So, und wenn ihr jetzt soweit seid, freuen wir uns, euch jetzt unseren Tourstopp zu präsentieren:






Werkstattbericht


Alte Notizbuchseite von Juliane Seidel
 
Die Buchreihe „Assjah“ entstand nicht von heute auf morgen, sondern hat einen langen Weg hinter sich. Gut und gerne 15 Jahre ist es her, seit ich die ersten Zeilen schrieb – damals war Kim noch gar nicht dabei, ebensowenig seine Fantasiefreunde, die man aus den ersten Bänden der Kinderbuchreihe kennt. Stattdessen stand Kims Freund Chris im Mittelpunkt zusammen mit dem dem Engel Lionare und dem Dämon Teoma. Chris’ Abenteuer haben nichts mit den „lebenden Träumen“ und vergessenen Kindern“ gemein und richteten sich ursprünglich an ein älteres Publikum (Jugendliche ab 12/14)

Ich versuche mich hier mal an einer groben Chronik, wie „Assjah“ entstand und welche unterschiedlichen Stationen die Figuren, die Geschichten und ich durchlebt haben. Auch wenn dies nicht an allen Stellen explizit erwähnt wird, hat meine Freundin Tanja, die auch für die wundervollen Illustrationen verantwortlich ist, einen maßgeblichen Teil zu „Assjah“ beigetragen – sei es durch Ideen, Plotwendungen und interessante Grundlagen für Figuren. So basiert Kim auf einer Idee, die sie hatte, ebenso half sie mir beim Bau der Welten und der komplexen Hintergründe. Ohne sie wäre „Assjah“ nicht das, was es heute ist.

Bitte beachtet beim Lesen der Chronik, dass ich im Laufe der letzten Jahre nicht ausschließlich an „Assjah“ gearbeitet, sondern parallel auch an anderen Büchern geschrieben habe: der Vampirgeschichte „Atemlos“, dem Jugendfantasy „Geisterkinder“, dem Urban Fantasy Roman „Nachtschatten“ und einigen Kurzgeschichten.

Chronik

Worldsaver - Juliane Seidel
Chris, Teoma und Lionare
1997 - 2000: Die Brücke
Irgendwann war sie da – die Idee zu einer Geschichte, in der Engel und Dämonen eine Rolle spielen sollten. Während meiner Schulzeit begann ich mit dem Roman „Die Brücke“ und schrieb gut und gerne 150-200 Seiten. Damals hatte ich keine Ahnung von Normseiten, Verlagen und Agenturen – ich schrieb das Buch zum Ausgleich zum Schulstress für mich selbst. Darin sind die ersten Grundzüge der ursprünglichen „Assjah“-Reihe enthalten: eine Brücke, die entscheidet, was mit den Seelen geschieht, die gestorben sind (sprich ob sie als Mensch wiedergeboren werden oder den Sprung in die höheren Welten schaffen), ein Engel und ein Dämon, die miteinander verbunden sind und sich gemeinsam auf der Suche nach einer ganz besonderen menschlichen Seele machen müssen.
Dieses Buch fiel schließlich irgendwann einem Festplattenabsturz zum Opfer.



Tree of Light - Juliane Seidel
Teoma und Lionare, sowie
ihre Lehrmeister im Hintergrund

2000 - 2006: XXXXX-Ära
Nachdem „Die Brücke“ verloren war, beschloss ich das Buch von Grund auf neu zu planen und größer anzulegen. Zwischen 2001 und 2004 schrieb ich kaum, da ich mich auf mein Studium konzentrierte, erst ab 2005 arbeitete ich wieder intensiver an „XXXXX“ / „Assjah“ und schrieb den ersten Band mehrfach neu. Zusammen mit Ulrike, einer guten Freundin, entstand der Charakter Florian, Tanja (die auch die Illustrationen zur heutigen Reihe anfertigt) gab die Grundidee für Kim und gab mir immer wieder Tipps und neue Ideen. Zudem entstanden in der Zeit einige Kurzgeschichten, die unveröffentlicht blieben.

Da mir ganze 6 Jahre lang ein Reihentitel fehlte und ich erst 2005 auf den Begriff „Assjah“ stieß (stammt aus der Kabbala und steht für die „materielle Welt“), bekam das Projekt den Titel „XXXXX“. Das erste Buch hieß „Seelenspiegel“ und konzentrierte sich auf Chris, der auf den Engel Lionare und den Dämon Teoma trifft und das Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkelheit wiederherstellen soll.

In dieser Zeit bewarb ich mich erstmals bei einer Agentur und erhielt beinah eine Zusage von Schlück, denen das Buch sehr gut gefiel. Allerdings war für die Lektorin nicht ersichtlich, ob sich „Seelenspiegel“ an Jugendliche oder Erwachsene richtet, so dass sie doch ablehnten. Damals grübelte ich 2-3 Tage, welche Zielgruppe das Buch haben sollte (hatte mich davor nie darum gekümmert) und mich entschieden das Buch für Jugendliche anzulegen. Man kann sagen, dass diese Entscheidung ziemlich maßgeblich für meine weitere schriftstellerische Entwicklung war, denn seitdem schreibe ich fast nur noch Kinder- und Jugendbücher.

2006 – 2007: Umarbeitung / Neufindung
(c) Claudia Flor -
Cover Weltenwandler für den Nordmann Verlag
Nachdem „Assjah“ seinen endgültigen Titel bekam, überarbeitete ich die Geschichte mit dem Ziel es zu einem Jugendbuch umzuarbeiten – ich plottete die Handlung mit Tanjas Hilfe und Unterstützung teilweise neu, erweiterte die Ursprungshandlung und schrieb das gesamte Buch um, damit es vollkommen aus Chris’ Perspektive erzählt wird (im Original wechselten die Perspektiven zwischen Teoma/Lionare und Chris).
Das Buch erhielt den Titel „Weltenwanderer“ und ich bewarb mich einmal mehr bei Schlück. Leider kam es erneut zur Absage, so dass ich es ohne Agentur versuchte. Ich reichte das Projekt bei verschiedenen Verlagen ein und konnte 2007 den Nordmann Verlag von Chris und seinen Freunden überzeugen – allerdings ging der Verlag insolvent bevor das Buch erschien.


 

Inhaltsverzeichnis Weltenwandler 2008
2007-2008: neue Ideen, neue Richtungen
Nach diesem Dämpfer schrieb ich das Buch „Weltenwanderer“ mehrfach um, korrigierte und überarbeitete es, um es erneut bei Verlagen und Agenturen zu versuchen. Ich erhielt eine Absage nach der anderen, zudem entfremdete sich mit jeder Überarbeitung mein Hauptcharakter Chris immer weiter von mir. Ich konnte ihn kaum greifen, da er mir zu platt und langweilig erschien. Schon damals war mir der quirrlige Kim sympathischer, so dass Tanja mir vorschlug ihn zum Hauptcharakter zu machen und mich auf seine Geschichte zu konzentrieren.

Da mir Tanjas Vorschlag gefiel und Kim bereits in der Ursprungsreihe einen wichtigen Part eingenommen hat, begann ich eine neue Geschichte zu plotten. Basierend auf einem kurzen Traum, in dem mittels Seifenblasenring Fantasiefiguren zum Leben erweckt werden, entstand der Traumspiegel, den Kim in „Die lebenden Träume“ findet und mit dem er seine Fantasiefiguren in die Realität holte. Ich verknüpfte die neue Idee mit meiner alten „Assjah“-Reihe und schrieb die Kurzgeschichte „Die kaputte Lupe“. Darin wird erklärt, wie Kim ursprünglich in den Besitz des Traumspiegels kam (er stiehlt ihn aus einem Antiquariat) und wie er herausfindet, welche besonderen Kräfte der magische Gegenstand hat.

2008-2010: „Die gestohlene Fantasie“
Da mir die Geschichte um Kim und seinem Traumspiegel gut gefiel, schrieb ich 2008 den Roman „Die gestohlene Fantasie“ und reichte ihn Anfang 2009 beim Wettbewerb „Magische Bestseller“ des Heyne Verlags ein. Das Buch umfasst inhaltlich die ersten beiden Bände der heutigen „Assjah“-Reihe: „Die lebenden Träume“ und „Die vergessenen Kinder“. Leider kam ich mit dem Skript nicht weit, daher überarbeitete ich das Buch nach Bekanntgabe der Finalisten mit Hilfe einiger Betaleser mehrfach und reichte es Anfang 2010 bei der Agentur Scriptzz ein. Kim und seine Freunde überzeugten, ich erhielt meinen ersten Agenturvertrag, doch leider gelang es meiner Agentin nicht einen Verlag für „Die gestohlene Fantasie“ zu finden. Hauptablehnungsgrund war die Länge von über 400 Normseiten, zu umfangreich für ein Skript im Kinder/Jugendbuchbereich.

Aufbau Welten
In dieser Zeit entstand auch die Idee jedem der Jungen (Chris, Florian und Kim) sein eigenes Abenteuer zuzugestehen, das jeweils ein Äon der Gesamthandlung umfassen soll. Kims Geschichte legt den Grundstein für Florians Abenteuer, die wiederrum wichtig für die Handlung um Chris, Lionare und Teoma sind. Ich entschied für mich, dass ich eine Buchreihe mit drei in sich abgeschlossenen Staffeln schaffen wollte, die jeweils 5 Bände umfassen sollen und jeweils einem der drei Jungs gewidmet sind (1. Staffel: Kim, 2. Staffel: Florian, 3. Staffel: Chris).

Auch der Plot des Spin-Offs „Der verschollene Wüstenprinz“, in dem die Vergangenheit von Jahanara und ihrem ersten Maat Rasul behandelt wird (beide kommen in „Die vergessenen Kinder“ vor), entstand in dieser Zeit.

Aufbau Welten 2
2011-2012: Aufsplittung des Buches „Die gestohlene Fantasie“
Im März 2011 trennte ich mich von Scriptzz und versuchte mich erneut ohne Unterstützung auf dem Literaturmarkt. Da ich „Assjah“ noch immer nicht aufgeben wollte und mein Jugendbuch „Die gestohlene Fantasie“ verbrannt war (sprich jeder größere Kinder – und Jugendbuchverlag hatte das Skript angeboten bekommen und abgelehnt), entschied ich mich das Buch neu zu schreiben und in diesem Atemzug in zwei Bände aufzusplitten – „Die lebenden Träume“ und „Die vergessenen Kinder“. Einmal mehr schrieb ich Monate an den beiden Büchern, überarbeitete sie und ließ sie von Freunden Korrektur lesen. Ich reichte den ersten Band beim Wettbewerb „Goldener Pick“ des Verlags Chicken House ein, konnte aber erneut keinen Erfolg verbuchen und bot das Buch anschließend einmal mehr bei Agenturen und Verlagen an.

2012: Verlagsvertrag
Im August 2012 erhielt ich endlich eine Zusage für die „Assjah“-Reihe – der junge Verlag Bookshouse nahm die Reihe in sein Programm auf. Es folgte eine gründliche Überarbeitung bei der Kims Alter noch einmal deutlich verringert wurde – statt 13 ist er nun 10 Jahre alt –aus dem ursprünglichen Jugendbuch wurde ein Kinderbuch ab 10.

2013 Veröffentlichung „Die lebenden Träume“ und „Die vergessenen Kinder“
Über 15 Jahre nachdem ich mit „Assjah“ begonnen hatte, ist es endlich erreicht – die ersten beiden Romane erscheinen auf dem deutschen Markt. Sie markieren lediglich den Anfang einer Romanreihe, die über all die Jahre immer umfangreicher und komplexer wurde, da Kims Abenteuer in die Geschichte um Chris, Teoma und Lionare einfließen und gewissermaßen den Grundstein bilden.



Ich finde es immer wieder faszinierend, zu lesen, wie ein Autor auf seine Ideen kam und ich muss sagen: Hut ab vor Juliane, dass sie an dieser Idee über so viele Jahre festgehalten hat - und auch Danke dafür! Denn uns wäre ein unglaubliches Lesevergnügen entgangen, wenn sie es nicht getan hätte. 


Gewinnspiel

Ihr könnt euch selbst davon überzeugen, wenn ihr Band 2 "Die vergessenen Kinder" als eBook gewinnt. Was ihr dafür tun müsst? Eine Frage beantworten natürlich:


15 Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Gibt es eine Leidenschaft, einen Traum, der euch schon (annähernd) so lange begleitet?

Es hat zwar keine Auswirkungen auf die Auslosung, aber falls ihr Juliane dennoch ein paar Worte zu diesem Wahnsinnsdurchhaltevermögen sagen möchtet, könnt ihr dies auch gerne zu eurer Antwort hinzufügen. :)

Den Gewinner losen wir wir morgen früh aus und ihr erfahrt ihn hier um 8.00 Uhr. Viel Glück. :)






Und verpasst auch die beiden nächsten Stationen der Blogtour nicht:

03.11.2013 – "Zukünftige Werke" Mel Bücherwurm
04.11.2013 – "Verlosung" Regenbogentraum

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...