Freitag, 27. Juni 2014

[REZENSION] Vatikan - Die Hüter der Reliquie von Antonia Günder-Freytag (by Nana)

http://www.bookshouse.de/buecher/Vatikan___Die_Hueter_der_Reliquie/
Vatikan - Die Hüter der Reliquie - Antonia Günder-Freytag
Bookshouse Verlag, 2014
326 Seiten
Preis: 13,99 €
Preis eBook: 4,99 €
ISBN: 9789963522835

Klappentext:
In einem Brief an den Papst warnt die heilige Apollonia vor ihrem Sohn, einem Halbvampir, der die Weltherrschaft an sich reißen will.
Pater Comitti, der Archivar des Vatikans, traut seinen Augen nicht, als er bei der Ablage feststellt, dass diese Warnung bereits seit über 300 Jahren ausgesprochen wird.
Doch erst als er und der Sicherheitschef des Vatikans die Biografie lesen, die dem Schreiben beiliegt, wird Comitti klar, dass er sich mitten in einem Kampf befindet, der schon seit Jahrhunderten ausgefochten wird.
Die Zukunft der Welt liegt nun in seinen Händen … 

Donnerstag, 26. Juni 2014

[INTERVIEW] Auf ein Ale mit Brasti über: Sebastien- wen- interessiert- dieser- Kerl- eigentlich- de Castell

Heute trifft eure Lesekatze Key auf Brasti,
und sie gibt gern zu, dass sie schon ein wenig rot geworden ist, wie der kecke Recke da so in der Taverne auf sie gewartet hat, um etwas von sich, den anderen Trattari und seinem Autor: Sebastien de Castell zu erzählen.  
 
https://www.facebook.com/SebastienDeCastell
Ja, das ist ja mal wieder typisch, nicht wahr? Hier bin ich, der großartigste der 'Greatcoats', der Held unzähliger Abenteuer und jetzt soll ich doch über Sebastien de Castell sprechen? Sebastien- wer- interessiert- sich- für- diesen- Kerl- eigentlich- de Castell? Ich sollte wahrscheinlich dankbar sein, das du mir keine Fragen über Falcio oder Kest stellst, aber bist du dir sicher, dass du nicht lieber über dich und mich sprechen möchtest? Ich bin mir sicher, sobald du mich erst einmal kennst, vergisst du alles über diesen 'Sebastien- Typen'....

 
Wir bitten darum, nicht zu filmen oder zu fotografieren und die Handys auszuschalten. Diese Wunder der modernen Technik könnten unseren heutigen Gast aus der Fassung bringen, und das wollen wir ja nicht. Also Brasti, dürfen wir dir ein Ale anbieten, bevor wir mit den Fragen beginnen? 
 Ich muss gestehen, mein Schätzchen, dass ich bereits Einige hatte, ehe du angekommen bist.

Stell uns Sebastien doch erst einmal kurz vor. 
Sebastien ist ein Romanautor (was eine Art Lügner ist- aber mit einem schickeren Titel.) Er ist der Autor der vier 'Greatcoat'- Bücher, welche er auch gern als 'Die Drei Musketiere treffen Game of Thrones' bezeichnet. Das erste Buch der Serie ist 'Blutrecht' und wird beim deutschen Piper Verlag heraus gebracht. Er ist außerdem der Autor von 'Spellsinger', einer Fantasy- Serie mit Western Flair, über einen gesetzlosen Magier und seinen Geschäftspartner (welcher zufällig ein Waschbär ist.)

Was denkst du über Sebastien, wie findest du ihn? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihm findest, worum du ihn beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Ich denke es ist eine Schande, er lässt es in seinen Büchern so klingen, als ob Falcio der Held der Geschichte wäre, wobei es offensichtlich für jeden unparteiischen Beobachter sein sollte, dass ich der wichtigste Charakter bin. Wenn du 'Hochverrat' (das zweite Buch der 'Greatcoats'- Reihe) liest,wirst du feststellen, dass ich das in Rechnung stellen werde.
Er ist komplett unqualifiziert um Bogenschütze zu werden. Da er zu beschäftigt damit ist, gut in allem anderen sein zu wollen. Er hat Archäologie studiert (was auch immer das ist), er ist Musiker (aber kennt kein einziges gutes Sauf- Lied), choreografiert Schwertkämpfe (warum choreografieren wenn du einfach nur zwei Leute zum kämpfen bringen willst?) und diverser anderer Dinge mit Bezeichnungen die ich nicht verstehe.
Was ich an ihm mag? Umm... Ich glaube er ist sehr nett zu kleinen Tieren.

Du verbringst doch viel Zeit mit ihm, was tut er, wenn er nicht schreibt? 
Wenn er keine Romane schreibt, scheint er viel zu reisen, Rad zu fahren und zu rennen. Wenn er diese Dinge tut, verbringt er viel der Zeit damit über Buch- Ideen zu murmeln.
Er scheint auf einer ewigen Suche nach, wie er es nennt 'den Quellen der Wunder' zu sein- Orte oder Dinge die uns mit einem Gefühl der Verzauberung inspirieren. Ich habe ihn wiederholt darauf hingewiesen, das wenn er mehr dieser Wunderquellen sehen will, er nur mehr Ale zu trinken braucht.

Hat er ein Vorbild? Und, Brasti, hegst du Ambitionen dich mit 'Merhan, der die Pfeile lenkt' anzulegen? (Anmerkung: Merhan, ist eine Figur im Roman)
Sebastien behauptet seine Idole wären Menschen wie Neil Gaiman und Viggo Mortensen, aber ich habe keine Ahnung wer diese Leute sind, also weiß ich auch nicht warum. So wie ich ihn kenne, sind sie wahrscheinlich sehr kreativ und geben kluge Interviews und geben ihm dadurch das Gefühl unzureichend zu sein.
Ich andererseits habe den Vorteil mein eigener Held zu sein. Anders wie Kest, der besessen davon ist, den 'Heiligen der Schwerter' zu besiegen, bin ich vollkommen zufrieden damit abzuwarten bis der 'Heilige Merhan' in den Ruhestand geht um dann selbst der 'Heilige' der Bogenschützen zu werden.

Gibt es besondere Gepflogenheiten, die Sebastien beim Schreiben an den Tag legt? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Mir ist aufgefallen, das Sebastien manchmal klassische Musik hört oder elektronische (welche eine sonderbare Art der Musik ist, da sie klingt wie Maschinenteile die eine Treppe hinunter fallen.) Ich habe ihm empfohlen zu Inspirationszwecken unanständige Trinklieder zu hören, aber bisher weigert er sich dagegen.
Er hat eine geheime Liste für jede der Hauptkampfszenen aus 'Blutrecht', die er gehört hat, während des Verfassens.

Wie hast du ihn denn kennengelernt?
Ich kann mich nicht mehr genau erinnern. Ich glaube ich war ein klein wenig betrunken zu dem Zeitpunkt. Sebastien ist der Meinung er hätte mich aus einer Kneipe geschliffen, ehe ich mit ein paar Rittern in einen tödlichen Kampf, den ich angezettelt hatte, geraten konnte. Er sagte, er bräuchte um Falcio herum Charaktere die diesen sich minderwertig fühlen lassen, da war ich natürlich erste Wahl.

Weißt du, ob es bei ihm immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Sebastien: „Warum ist so viel Unrecht in der Welt? Diese Korruption? Ist denn da keiner der für das Recht der Unterdrückten gegen die abscheulichen Verbrechen der Mächtigen kämpfen würde? Ich brauche einen Retter für meinen Roman, verdammt!“
Falcio: „Oh, hallo auch. Mein Name ist Falcio und ich würde mich gern für den Job bewerben.“
Sebastien: „Wirklich? Was sind denn deine Qualifikationen?“
Falico: „Ich bin recht behände mit dem Rapier. Obwohl ich natürlich als Schwertkämpfer nicht so brauchbar bin wie ein Bogenschütze.“
Sebastien: „Es gehört mehr dazu ein Held zu sein, als kämpfen zu können, befürchte ich.“
Falcio: „Ich bin auch ständig deprimiert und brumme darüber wie böse andere Menschen sein können.“
Sebastien: „Exzellent! Warte,... kannst du auch langatmige Reden über Gerechtigkeit und die Notwendigkeit des 'sich Erhebens und Kämpfens' halten?“
Falcio: „Weshalb, ja kann ich. Große Reden sind unerlässlich! Sie können das Beste aus uns hervor locken. Sie können uns dazu bringen auf die Stimmen unserer Natur zu hören, unsere Ängste beiseite zu legen und für die aufzustehen, die...“
(Drei Stunden später.)
Falcio: „Und das ist der Grund weshalb ich hier stehe, bereit zu kämpfen, denn mein Name ist Falcio val Mond, Erster Kantor der 'Greatcoats' des Königs, Verteidiger der Frommen und Beschützer der Kleinen, Über- die- Straße- Begleiter der alten Damen, Finder von verlorenen Katzen...“
(Zwei Stunden später.)
Sebastien: „Uh... Es tut mir Leid, ich glaube ich war für eine Minute eingenickt. Hab' ich was verpasst?“
Falcio: „Ich weiß es nicht, aber ich kann noch einmal von vorn anfangen, wenn du möchtest.“
Sebastien: „Nein! Nein! Das... wird nicht nötig sein. Du hast den Job. Du wirst der Held in 'Blutrecht' sein.“

Einmal ganz direkt gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Sebastien so besonders? 
Er denkt, ich sei heimlich eine tragische Figur- ein verzweifelter Mann der die Welt als einfachen Ort voller einfacher Freuden wahrnimmt und doch beginnt sich davor zu fürchten, dass sein Leben bedeutungslos sein könnte im Vergleich zu denen von Kest und Falcio. Ich nehme an, Sebastien projiziert nur seine eigenen Ängste auf mich.

Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Sebastien bereit? Wie sieht der momentane Stand seiner Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen? 
Er hat die Arbeit am zweiten Buch der 'Greatcoats'- Reihe beendet. Der Titel lautet: 'Hochverrat' und es bringt Falcio, Kest und mich auf eine weit dunklere Reise, wie die der wir uns bisher gestellt haben.
Falcio beginnt seine idealisierten Erinnerungen an König Paelis in Frage zu stellen; Kest wird den Preis für seinen Wunsch der größte Schwertkämpfer der Welt zu sein, zahlen; und ich entdecke, dass ich nicht mehr einfach damit durch kommen kann, nur den charmanten Schurken zu spielen.
Valiana, Aline und die Schneiderin nehmen alle im zweiten Teil zentralere Rollen als im ersten Band ein. Und der Konflikt zwischen den unterschiedlichen Vorstellung von Recht und Unrecht wird Tristia in den Grundfesten erschüttern.
Obwohl die 'Greatcoats'- Reihe vier Bände umfassen wird, hat Sebastien versucht sicher zu stellen, dass jedes Buch über eine in sich geschlossene Geschichte verfügt. Er war entschlossen 'Blutrecht' an einem Punkt enden zu lassen, der den Lesern einen befriedigenden Abschluss bietet, anstatt einfach einen Cliffhanger zu platzieren. Und er hat sehr hart daran gearbeitet, um das Gleiche mit 'Hochverrat' zu schaffen, so hofft er, dass es den Lesern gefallen wird.

Ein herzliches Dankeschön an Brasti für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich dem Autor selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Brasti gesagt wurde. Vielleicht gibt es auch etwas, was er schon immer einmal sagen wollte, aber nie jemand bisher gefragt hat? 
Du solltest niemals etwas von dem glauben das Brasti sagt. Außerdem solltest du ihn nie in die Nähe deines Schnaps lassen. Oder deiner Ehefrau.
Ich fürchte wir sitzen mittlerweile auf dem Trockenen. Ich geb' euch noch ein Ale aus- Prost!

Vielen herzlichen Dank Brasti und Sebastien!

Die decastell Homepage
und seine Facebook Seite

Blutrecht, Sebastien de Castell
Piper, 2014
448 Seiten
Preis:  16,99 €
ISBN: 978-3-492-70321-5

Klappentext:
"Sie sind Verräter. Diebe. Mörder ... und Helden!
Falcio ist der Anführer der Greatcoats. In der Kunst des Kampfes ebenso geschult wie im Gesetz des Reiches Tristia, ziehen die Greatcoats als reisende Gesetzeshüter durchs Land, um Gerechtigkeit zu bringen und das Wort des Königs zu verbreiten. Sie sind Helden. Oder vielmehr waren sie es, bis sie tatenlos zusahen, wie die dunklen Herzöge von Tristia das Königreich übernahmen und den Kopf des Königs auf einen Pfahl spießten. Nun bewegt sich Tristia am Rande des Untergangs, und die Barbaren an den Grenzen warten nur darauf, ins Land einzufallen. Die Herzöge reigieren mit Willkür und Chaos, und die Greatcoats sind weit verstreut, gebrandmarkt als Verräter, Diebe und Mörder. Ihren legendären Uniformen sind nur noch Fetzen, die an eine ruhmreiche Vergangenheit erinnern. Alles, was ihnen geblieben ist, ist ein letztes Versprechen, dass sie ihrem getöteten König gaben. Das Versprechen, eine letzte Mission zu erfüllen. Doch wenn sie damit Erfolg haben wollen, müssen sie sich wieder vereinen – oder miterleben, wie die Welt um sie herum in Feuer untergeht ..."

Hier die Rezension zu Blutrecht von Key



So, und da ich zwar Englisch mal als Leistungskurs hatte, aber zugegeben da nicht allzu gut drin abgeschnitten hab', hier für alle die original Worte (wie es sich gehört)!

Today: Key meets Brasti

Well, this is just typical, isn’t it? Here I am, the greatest of the Greatcoats, the hero of countless adventures, and yet I’m supposed to talk about Sebastien de Castell? Sebastien-who-cares-about-this-guy-anyway-de Castell? I suppose I should be grateful that you aren’t asking me questions about Falcio or Kest, but are you sure you wouldn’t rather talk about you and I? I’m sure once you got to know me you’d forget all about this ‘Sebastien’ fellow...

Please: No filming nor photographing and turn your mobiles off. These wonders of modern technics may frightened our special guest. So welcome Brasti, please have a seat and would you like to have an Ale before we are starting with the questions?

I must confess, my darling, that I’ve already had several before you arrived.

1. First of all, please introduce us Sebastien de Castell.
Sebastien is a novelist (which is really just a kind of liar but with a fancier title.) He is the author of the four book Greatcoats series which he refers to as “kind of like The Three Musketeers meets Game of Thrones.” The first book in the series is Blutrecht and it’s published in Germany by Piper Verlag. He’s also the author of Spellslinger, a Western-flavoured fantasy series about an outlaw mage and his business partner (who happens to be a raccoon.)

2. In your opinion, is there something about Sebastien you like specifically, or an attribute you dislike? What do you think about him? Is there something he has and you would like to have too?
I think it’s shameful the way he makes it sound in his books as if Falcio is the hero of the story when it should be obvious to any impartial observer that I’m the most important character. When you read Hochverrat (the second book in the Greatcoats series) you’ll realize that I should be in charge.

He’s also completely unqualified to become an archer. He’s too busy trying to be good at everything else. He did a degree in archaeology (whatever that is), is a musician (but doesn’t know any good drinking songs), choreographed sword fights (why choreograph it when you could just get two people to fight?) and several other things with names I don’t understand.

What do I like about him? Umm…I suppose he’s nice to small animals.

3. I am sure, you spent a lot of time with him, which pursuits does he have if he is not writing?
When he’s not writing novels he seems to do a lot of travelling, cycling, and running. When he’s doing those things he spends a lot of time mumbling about book ideas. He seems to be in a perpetual quest to find what he calls “sources of wonder” - places or things that inspire a sense of enchantment in us. I’ve repeatedly told him that if he wants to see more sources of wonder he should just drink more ale.

4. Who is his idol? And Brasti, are you ambitious to mess up with 'Merhan, the one who directs the arrows'?
Sebastien claims that his idols are people like Neil Gaiman and Viggo Mortensen but I have no idea who those people are so I have no idea why. Knowing him, they probably do lots of creative things and sound clever in interviews and thus make him feel inadequate. I, on the other hand, have the advantage of being my own hero. Unlike Kest, who obsesses about defeating the Saint of Swords, I am perfectly happy to wait until Saint Merhan retires before I become the Saint of Archers.

5. About the writing progress: are there any habits Sebastien has? Maybe he likes to hear a certain kind of music or does he prefer silence? Something that should be in range, or snacks?
I’ve noticed that Sebastien sometimes listens to classical music or electronica (which is a strange type of music that sounds like pieces of machinery falling down stairs.) I have recommended that he listen to naughty drinking songs for inspiration but so far he refuses to do so.

He has a secret soundtrack for each of the main fight scenes in Blutrecht that he listened to while writing those scenes.

6. Please describe for us the moment he and you met for the first time.
I…don’t quite remember. I think I was a little drunk at the time. Sebastien claims he hauled me out of a tavern just before a fight I’d instigated between several knights was about to get lethal. He says he needed to surround Falcio with characters who would make him feel inferior, so I was a natural choice.

7. Do you have any idea how the first meetings with other characters have been? Similar or different- are there any other special moments you like to talk about?
I wasn’t there when he met Falcio, but I imagine it went something like this:

Sebastien: “Why is there such injustice in the world? Such corruption? Is there no one who will fight for the rights of the oppressed against the vile depradations of the powerful? I need a hero for my novel, damn it all!”
Falcio: “Oh, hello there. My name is Falcio and I’d like to apply for the job.”
Sebastien: “Really? What are your qualifications?”
Falcio: "I’m handy with a rapier. Though of course, being a swordsman, I’m not nearly as useful as an archer.”
Sebastien: “There’s more to being a hero than fighting, I’m afraid."
Falcio: “I’m also perpetually depressed and drone on about how evil other people can be.”
Sebastien: “Excellent! But wait…can you also give long winded speeches about justice and the need to stand up and fight?”
Falcio: “Why, yes I can. Grand speeches are vital! They can inspire the best in us. They can move us to listen to the voices of our better natures, to set aside our fears and stand up to those who would…”
[three hours later]
Falcio: “Which is why I stand here now, ready to fight, because my name is Falcio val Mond, First Cantor of the King’s Greatcoats, Defender of the Meek and Protector of the Small, Helper of Old Ladies Struggling to Cross the Street and Finder of Lost Cats...”
[two hours later]
Sebastien: “Uh…I’m sorry, I think I passed out for a minute. Did I miss anything?”
Falcio: “I don’t know, but I can start again if you like.”
Sebastien: “No! No! That…won’t be necessary. You’ve got the job. You’ll be the hero of Traitor’s Blade.”

8. Shoot: Why are the two of us talking - What makes you special for Sebastien?
He thinks I’m secretly a tragic character - a man desperate to see the world as a simple place full of simple pleasures and yet beginning to fear that my life will prove to be meaningless compared to those of Kest and Falcio. I think Sebastien’s just projecting his own fears onto me, though.

9. Let us take a look deep at the crystal ball: What does the future hold in store? What are Sebastiens next plans? How is his work going, what comes up next?
He’s finished work on the second book in the Greatcoats series. Its title is Hochverrat and it takes Falcio, Kest and myself on a darker and more perilous journey than we’ve faced before. Falcio will come to question his idealized memories of King Paelis, Kest will pay the price that comes with wanting to be the greatest swordsman in the world, and I discover that I can no longer get away with simply playing the charming rogue. Valiana, Aline, and the Tailor all take more central roles in the second book than they did in the first, and the clash between their different visions of right and wrong will shake Tristia’s very foundations.

Although The Greatcoats is a four-book series, Sebastien is committed to ensuring that each book is a complete story in and of itself. He was determined with Traitor’s Blade to end the novel at a point that would give readers a satisfying conclusion rather than simply a cliffhanger, and he’s worked very hard to do the same with Hochverrat, so he very much hopes that readers will enjoy it.

10. Thank you very much Brasti for answering our questions. For a last question I want to turn to your author. He might have something to add or to correct. Please Mr. de Castell feel free to give us a final statement. Maybe there is something you always wanted to tell, but nobody ever asked about?
You should never trust anything that Brasti says. Also, don’t let him near your liquor. Or your wife.

I think, we are running out of drinks, may I spent another Ale for both of you? Cheers!

[REZENSION] Blutrecht - Sebastien de Castell (by Key)


Blutrecht, Sebastien de Castell
Piper
, 2014 (Danke!)
448 Seiten
Preis:  16,99 €
ISBN: 978-3-492-70321-5



Klappentext:
"Sie sind Verräter. Diebe. Mörder ... und Helden!
Falcio ist der Anführer der Greatcoats. In der Kunst des Kampfes ebenso geschult wie im Gesetz des Reiches Tristia, ziehen die Greatcoats als reisende Gesetzeshüter durchs Land, um Gerechtigkeit zu bringen und das Wort des Königs zu verbreiten. Sie sind Helden. Oder vielmehr waren sie es, bis sie tatenlos zusahen, wie die dunklen Herzöge von Tristia das Königreich übernahmen und den Kopf des Königs auf einen Pfahl spießten. Nun bewegt sich Tristia am Rande des Untergangs, und die Barbaren an den Grenzen warten nur darauf, ins Land einzufallen. Die Herzöge reigieren mit Willkür und Chaos, und die Greatcoats sind weit verstreut, gebrandmarkt als Verräter, Diebe und Mörder. Ihren legendären Uniformen sind nur noch Fetzen, die an eine ruhmreiche Vergangenheit erinnern. Alles, was ihnen geblieben ist, ist ein letztes Versprechen, dass sie ihrem getöteten König gaben. Das Versprechen, eine letzte Mission zu erfüllen. Doch wenn sie damit Erfolg haben wollen, müssen sie sich wieder vereinen – oder miterleben, wie die Welt um sie herum in Feuer untergeht ..."


Meine Meinung:
"Ich hasse Magie."

Am Anfang- ich setz' ja immer ganz gern Zitate mit ein, aber in diesem Fall haben wir es mit Batman, Ironman und Greenlantern zu tun, die alle als die drei Musketeere verkleidet sind und sich alle ganz doll lieb haben. Das zu erst einmal wie ein Krimi oder Thriller wirkende Cover kommt mit einem unverschämten Bild- in- Bild Versuch daher, welches uns ganz schön an der Nase herum führt. Genauso ist auch de Castells Stil. Er schickt nicht nur wissend die 'Lumpenmäntel' in die Irre und lässt sie ein um's andere Mal fast verrecken, nein den Leser hält er ebenso an der kurzen Leine. Durch die Ich- Perspektive und die immer wieder auftauchenden Rückblenden in die Vergangenheit des Hauptcharakters: Falcio val Mord- äh Mond. Von seinen Kindertagen bis hin zu seiner jetzigen prekären Situation, bleiben auch keine Möglichkeiten um Szenen zu wechseln. Die Handlung bleibt bei Falcio und als Leser kann man nur genau das beurteilen was er einem Preis gibt oder mitbekommt.

"Ein König verkündet Gesetze wie er will,
Ein Herzog beherrscht das Land, das er will,
Eine Frau beherrscht mein Herz, wenn sie will,
...aber niemand herrscht über meine Karawane!"

Ein König... DER König, wenn man Falcio fragen würde. Ein Freund, ein geliebter Freund, ein Mann, den ich zu gerne kennen gelernt hätte, aber wie wir ja schon wissen, ist dieser leider bereits tot und der versprengte Rest seiner phantastischen Trattari rennt herum und schlägt sich halt so durch, wenn sie nicht gerade zu Raubrittern geworden sind oder von irgendeiner Stadtwache zwischen Hier und Da (nächstes Mal ne Gebietskarte bitte) auf 'der Speer' hingerichtet werden. Wobei man aber schon sagen muss: Es ist schon verdammt schwer einem oder einer dieser 144 Greatcoats beizukommen.

Ach, diese Mäntel... braun, lang, abgewetzt, ein Emblem auf der Brust, ein hochklappbarer Kragen, eingenähte Knochenplatten als Protektoren. Getragen wir er meist wohl mit hoch gekrempelten Ärmeln (ja die Jungs packen ja auch gern zu), aber wenn man sie abwickelt, kann mit einer Schlaufe noch einen Trick aus dem Ärmel geschüttelt werden. Einer der unzähligen 'Gimmicks' die jeder Supermann in seinem Gürtel- äh die in den Taschen verborgen sind und auf ihren Einsatz warten. Dabei ziehen die ausgebildeten Recken es vor in der Regel nicht zu Erst zu schießen- denn sie sind nicht weniger als Urteilsverkünder. Sie sollten gar keine Privatarmee sein, sondern schlau und gerecht. Das macht sie ja beinah schon zu Übermenschen.

"Die Armee besteuert die Kuh in meinem Stall, wenn sie will
Das Herzogtum besteuert den Rest vom Hof, wenn es will,
Der Hausbesitzer besteuert meinen linken Arm, wenn er will,
...aber niemand besteuert meine Karawane!"

Wirkliche Helden sind sie aber gar nicht. Sie haben Fehler und sie machen Fehler. Wobei mir einer der besten Freunde Kest da wohl eher nicht zustimmen würde- der immerhin der übertollste Schwertkämpfer aller Zeiten ist. Aber auch der dritte im Bunde: Brasti (und es ist purer Zufall, das dies das althochdeutsche Wort für: 'Schwätzer' ist) hat Talente die nicht nur seine vorlaute Schnüss oder seine Lendengegend betreffen. Das ist ein sehr hervorstechendes Merkmal dieses Romans. Die Schnodder- Sprache. Oder sollte ich lieber sagen: Zynismus. Da wird alles, aber auch wirklich alles mit einem echt passenden oder unpassenden Spruch kommentiert. Was es so schwer macht, ernst zu bleiben beim lesen, wo es doch so spannend und mitreißend ist. Aber gerade dieser Humor vollendet die Charaktere und ihre Gesinnung. Und wenn sie mal nichts Blödes oder Gemeines sagen, tja dann is aber das Häufchen Fäkalien richtig am dampfen.

Stichwort 'Dampf': Hier wird allerhand Dampf abgelassen. Vorwiegend gegen niedrige Adelige, mittlere Adlige, höhere Adelige und überhaupt alles und jeden und wehe es sagt noch einmal einer: 'Lumpenmäntel'- dann könnte es passieren, das der ein oder andere einfach nicht mehr an sich halten kann. Es ist aber auch ein Kreuz- da ist man so ehrenhaft und loyal und tapfer und alle Welt verabscheut einen- Warum nur?

"Schlag mich im Kampf, ich wette, das kannst du,
Betrüg mich beim Kartenspiel, und ich falle auf dich rein,
Nimm mir mein Leben, wenn du glaubst, du schaffst das,
Aber bevor du meine Karawane bekommst, bist du schon lange tot!"

Die Sherrifs von Tristia (ob das von 'trist' kommt?) in ihren Mänteln sind keine Diebe! Da würden mir alle bis auf Brasti widersprechen. Und Mörder- also bitte- Kest hat versprochen solange der erste Kantor lebt die Füße still zu halten- oder zumindest solange er in der Nähe ist! Verräter?- Es ist nichts so wie es scheint- ist es Verrat seinen eigenen König zu ehren und zu lieben und ihm jede 'Geis' die er einem auferlegt bis zum mit Erdbeergeschmack gekrönten Ende zu erfüllen? Fragt sich einmal mehr was die Leute besser aufnehmen: Verrat oder Schwurbruch. Oder ist es gar dasselbe? Was ist das nur immer, das die Bevölkerung ihre Sündenböcke lieber zur Stadt hinausprügelt, anstatt denjenigen zu hängen, der nicht zählen kann und aus einer Blutwoche 10 Tage macht? Menschen... so manipulierbar- das Land sehnt sich nach einem neuen Monarchen!

Ja, das ist aber gar nicht so einfach wie unsere kleine Truppe hier fest stellen muss. Sie sollen irgendwelche 'Charoite' aufspüren und sie haben noch so einen Rest Hoffnung, das sie es irgendwie schaffen zu überleben. Aber je weiter die Geschichte voran schreitet und die Rückblenden gezielt Aufklärungen geben, desto klarer wird, das Götter und Heilige anscheinend keine Lust mehr haben auf dieses Pack. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich- aber irgendeiner schafft es ja immer sich aus der Menge hervor zu heben. Oder Eine. In diesem Buch haben wir nämlich auch ein paar Figuren die sich für die Rolle der 'Milady' qualifizieren.

"Meinem Herren gehört mein Land.
Mein Schutzheiliger führt meine Hand.
Mein Gott weiß, dass ich ihm Gehorsam schulde.
Aber mein Bruder ist der Mann, der meine Karawane beschützt."

Am Ende hab ich zweimal aufgeheult- nein dreimal. 'Loriot' lässt grüßen: „Wer?- Er?- Was?- Oh!- Sie? Uh!- Hn!- Nein!- Oooh!“ Und ich darf es ja nicht verraten, will ja nicht, das einer schon all die Finten und Tricks vorher durchschaut, sondern das ihr euch alle schön mitziehen lasst in diesen Strudel aus Intrigen, hervorragend beschriebenen Kampfszenen und dem erstklassigen Humor. Das de Castell dezent darauf hinweist das er sein Archäologiestudium beendet und dann doch keinen Spaß am Buddeln hatte und mal eben spontan den Beruf wechselte um Kampf- Choreograph zu werden, hat ihm und seiner schneidenden Schreibweise sehr gut getan. Aber so mach ich das ja auch immer, wenn ich mal keine Lust mehr auf meinen Job hab, dann werf' ich mein Schäufelchen einfach weg und mach was anderes. Gut, das die Charaktere da anders und sich ziemlich sicher sind wer sie sind- äh meistens...
Nein Hauptmann,  glaube mir, das war nicht verrückt. Ich war schon mal verrückt, das klingt ganz anders.“
Feltock blieb der Mund offen stehen: „(…) Wie hört sich das denn dann wohl an?“
Leise“ sagte ich, „hauptsächlich ganz leise.“



Fazit: 
"Das Lied ist schneller als das Schwert."

Was völlig überflüssig für mich war: Die Kapitelüberschriften. Schön... und der Autor hat sich dabei bestimmt auch was gedacht, aber sie gingen in der Grafik unter und störten meinen Lesefluß. Ich war so sehr in dieser Welt abgetaucht, das es einfach völlig irrelevant war.
Und jetzt wo ich das Buch grad umdrehe: „Ihr Name: steht für das Gesetz, Ihr Schwert: kämpft für Gerechtigkeit, Ihr Wille: beschützt die Schwachen“ wieso muss ich jetzt an: „Ein Ritter gelobt die ewige Tapferkeit, Sein Mund sagt nur die Wahrheit, sein Herz... sein Schwert... “ aus Dragonheart denken? Vielleicht weil dieser Fantasyroman zwischen Abenteuer und Epos ein paar wirkliche Helden hat, die sich vor allem dadurch auszeichnen das sie sich sympathisch mit Macken und auf die Schnauze hauen, durch eine schlüssige Handlung bewegen. Und es bleiben noch viele Möglichkeiten und Wege offen für den geplanten Vierteiler.

Aber erst einmal haben alle noch lebenden Jungs und Mädels dieser Abenteuergruppe einen Stufenanstieg verdient. Und wie so oft bei der Frage: Wer ist hier WIRKLICH der Held- sollte man nie die Personen vergessen die den Tag retten, wenn die Situation aussichtslos erscheint. Einer meiner persönlichen Helden: 'Blonder' und 'Ungeheuer'- natürlich- ich meld' mich auch im Sommerkurs für 'Fabeltierisch' an- Versprochen!
Denn weiter geht es mit dem zweiten Teil 'Hochverrat' schon im Herbst und mit der Frage: Wie viele ECHTE Greatcoats hat die Welt denn nun zu bieten? Werden sie vereint reiten? Werden die Heiligen (also die 'kleinen Götter') sich die Ehre geben? Und werden die Herzöge endlich kapieren das Recht nicht gleich Blut ist? Der deutsche Titel legt nämlich etwas viel Augenmerk auf das Blut im Gegensatz zu dem Englisch: 'traitor's blade'.

Urteil:
Dieses Buch macht alles richtig.
Aber ich weiß wirklich nicht auf welchen Heiligen ich mich jetzt berufen soll:
Shiulla, der mit Bestien badet
Zaghev, der für Tränen singt
Caveil mit dem blutigen Gesicht, dessen Klinge Wasser schneidet
Werta, der auf den Wellen wandelt
Gan, der beim würfeln lacht
Birgid, die Flüsse weint
Laina, die für die Götter hurt
Merhan, der die Pfeile lenkt
Ach, nehmen wir sie doch alle: voll ins Schwarze.


http://decastell.com/


Tipp: Einen Blick wert: die decastell Homepage. Inklusive: Werde ein Greatcoat- in den Farben wie Grün, Blau oder Schwarz...

Titel in dieser Serie:
Greatcoats #1 Blutrecht
Greatcoats #2 Hochverrat (im Original Knight's Shadow)
Greatcoats #3 Sturmbogen (Im Original Knight's Shadow)

Greatcoats #4 (noch nicht erschienen)


Mein Dank:
Geht an Lovelybooks, bei denen ich an einer Leserunde Teil genommen habe.

Heisser Tipp:
Unser Interview mit Brasti über 'Sebastien- wen- interessiert- dieser- Kerl- eigentlich- de Castell'.


Mittwoch, 25. Juni 2014

[BLOGTOUR]Hexengrippe von Annika Dick - Charaktervorstellung

Hallo ihr lieben Leser,

willkommen auf dem Lesekatzenblog, wo ihr heute Zeuge einer grandiosen Charaktervorstellung werden könnt.
Ich, Nana, habe die ehrenhafte Aufgabe, ein Schauspielcasting zu vollführen. Dazu habe ich mir durch die Lesekatze Key tatkräftige Unterstützung geholt. Frei nach dem Motto: Vier Augen sehen mehr als zwei...
Wir haben also mal herzlich eingeladen. Für den Fall, dass "Hex Hex" verfilmt wird (was ich mir prima vorstellen könnte), haben wir einfach mal ein paar findige Schauspieler eingeladen, die sich nun einfach mal bewerben durften.
Das war ein Starauflauf kann ich euch sagen ;) Aber, Key und ich haben letztlich eine Entscheidung gefällt und nun spannen wir euch nicht länger auf die Folter ...

Morgana Sarkany
Die Mittzwanzigerin ist Hexe und somit Hauptperson in der Serie HexHex. Sie führt einen Hexenladen, der unterhalb ihrer Wohnung gelegen ist. Ihr Problem ist das große Herz, dass sie stets in Schwierigkeiten bringt, selbst wenn es die ihrer Familie und Freunde sind.

Wir freuen uns, für diese Rolle Daisy Lowe gewonnen zu haben.
Foto: http://trendspig.com/static/f7752b43b0300e7c4901cd8d06a42687.jpg



Desdemona Sarkany
Sie ist Morganas ältere Schwester und ein Grund, weshalb Mos Leben oft aus den Fugen gerät. Magie ist für sie ein Mittel, das Leben einfacher zu gestalten. Darüber hinaus ist sie ziemlich egoistisch und hat damit sogar ihren Hexenkater Asmodeus in die Flucht geschlagen.

Für sie konnten wir Shannyn Sossamon begeistern.
Foto: http://img.all-celebrity-photos.com/photos/shannyn-sossamon/Shannyn-Sossamon-7.jpg

Weiter geht es mit Cassandra Sarkany

Sie ist die Mama der beiden verschiedenen Hexen und sie lebt die Tradition - wie sie deshalb so von ihren Töchtern überzeugt ist, das dürft ihr gerne selbst herausfinden.
Daneben scheint sie ein wichtiges Geheimnis zu hüten. Sehr wichtig!

Für sie konnten wir eine richtige Filmgröße casten: Meryl Streep.
Foto: http://cdn2.crushable.com/wp-content/uploads/2012/03/StreepMeryl.jpeg

Daemon
Er ist Cassandras Hexenkater - aber ein klein wenig überfordert mit seiner Hexe. zumindest mag er die Töchter fast schon etwas mehr.

Für ihn konnten wir dieses hübsche Katerchen gewinnen:
Foto: http://de.wikipedia.org/wiki/Nebelung-Katze#mediaviewer/Datei:Munchlax.jpg


Shadow
Er ist Mos Hexenkater und ein treuer Gefährte. Der schwarze Kater steht ihr mit Rat und Tat zur Seite und ist manchmal ein klein wenig überfordert mit dem turbulenten Leben seiner Hexe. Der Eifersüchtling muss Mo also teilen, ob er will oder nicht.

Auch hier lief uns eine Katze über den Weg, die wir stehenden Fußes gecastet haben:
Foto: http://view.stern.de/de/picture/1156680/katzenportrait-schwarze-katze-katze-jpg-510.jpg


Laila Black
Sie ist eine Vampirin und lebt mit Caitlin in einer Wohnung neben Mo. Anfangs wohnten alle noch zusammen, aber das konnte nicht gutgehen. Der Keller ist quasi ihr Schlafzimmer, dort steht nämlich ihr Sarg, aus dem sie sich nach Sonnenuntergang herausschält. Sie ist Desdemona gegenüber nicht auf den Mund gefallen und genießt es, diese in einen Streit zu verwickeln.

Das war schwierig, denn der gesamte Biss-Cast stand vor unserer Türe - allerdings ohne Werwölfe... schade eigentlich. Aber wir haben uns dann doch für jemand anders entschieden: Kirsten Dunst

Foto: http://www.hollywoodreporter.com/sites/default/files/2014/01/kirsten_dunst.jpg


Caitlin Driscoll
die Kindergartenfreundin hat es nicht leicht im Leben. Deshalb freut sie sich auch so über Mos Freundschaft. Die Banshee ist ruhig und besonnen, liebt die Harmonie, was sie zum Opfer für Des' böse Streiche werden lässt. Die Romantikerin arbeitet, nach einigen weniger gut verlaufenen Jobs, in Morganas Laden.

Für sie konnten wir ebenfalls jemanden casten: Bingbing Li
Foto: http://2.bp.blogspot.com/-T6c9OjDyd74/T2xZdQXSRMI/AAAAAAAADMQ/O_1x0P3SM3o/s1600/bingbing+17.jpg

Corbin Miller
Tja, ein armer Drops. 30 Jahre ging es ihm gut, bis er auf Desdemona traf. Bzw. bis er sie leider verärgerte. Seitdem fristet er sein Leben gefiedert: als Rabe. Aber er hat Glück. Was pinkfarben begann ist mittlerweile zumindest mal schwarz getüncht - dank Mo.

Raben zu finden ist gar nicht so einfach. Nein nein ... Aber - Ben Wishaw. Zugegeben, auf dem Bild ist er ein Luftgeist aus "The Tempest" - aber Rabe, Luftgeist pfffft - Hauptsache etwas, was fliegen kann ...
Foto: http://www.lolope.de/wp-content/uploads/2012/03/thetempest4.jpg

Erik Thorson
Erik ist der Sohn einer Menschenfrau und des Gottes Thor. Der Wikinger war schon einmal in unserer Zeit (Des' Schuld), wurde von Mo wieder zurück geschickt und ist letztlich doch wieder zurück und an Mos Seite.

Wir wären ja fast vom Stuhl gekippt *meowschnurrschnurr* Josh Holloway:
Foto: http://spinoff.comicbookresources.com/wp-content/uploads/2014/01/josh_holloway.jpg


Caleb Hardy
Der nette Werwolfhexer hatte es nicht leicht - zwar ist er ein echt dufter Typ, aber die Tatsache, dass Mos Mutter sie verkuppeln wollte, und er eben nicht gleich mit offenen Hexenkarten spielte, katapultierte ihn ins aus. Aber nun wird sie ihn nicht los.

Zugegeben, der Männercast hat richtig Spaß gemacht *meow* Ryan Gosling:
Foto: http://celebritiesexercise.com/wp-content/uploads/2012/08/ryan-gosling-workout1.jpg


Juniper Moonshimmer
Die quirlige kleine Fee, die immer wieder für Chaos gut ist. Hier mussten wir nicht lange suchen ...

Wir gewannen, Nana dafür:



Melissa Ludlow
Diese Frau steckt voller Geheimnisse. Sicher ist jedoch, dass sie Mo das Leben schwermachen will. Unsicher ist, weshalb sie das will.

wir mussten gar nicht suchen - sie stöckelte nichtsahnend am Set vorbei: Nathalie GNTM:
Foto: http://www.prosieben.de/var/prosieben/storage/images/stars/news/germany-s-next-topmodel-2014-mit-heidi-klum-nathalie-ist-facebook-koenigin-168197/germany-s-next-topmodel-2014-mit-heidi-klum-nathalie-ist-facebook-koenigin/7365090-1-ger-DE/Germany-s-next-Topmodel-2014-mit-Heidi-Klum-Nathalie-ist-Facebook-Koenigin_teaser_620x348.jpg


Hecate Bloodworth
Eine Oma, die eigentlich keine Oma ist, denn sie ist fies. Richtig fies und sonderbar. Und hab ich fies erwähnt? Ach und skrupellos und brrrrrrrrr....

Die Welt gefror, als ihr Ebenbild die Bühne betrat: Die böse Hexe aus "Rapunzel - neu verföhnt"
Foto: http://i1.ytimg.com/vi/TqmEwQ3Zwjs/0.jpg



So, wahnsinn - das wars auch schon. Vielleicht entdeckt ja wirklich Hollywood diesen tollen Serienroman und nimmt unseren Cast als Vorlage? Wir konnten ihn nämlich nicht bezahlen - also sind alle wieder nach Hause gegangen *seufz*.

Natürlich könnt ihr etwas gewinnen:



So und nun zur Frage:
Welchen Charakter würdet ihr gerne verkörpern?

Macht noch bis 27. Juni 12 Uhr, dann wird von der Autorin auf ihrer Homepage ausgelost. Viel Spaß,

Eure Nana und Key

Dienstag, 24. Juni 2014

[REZENSION] Sternensommer- Sabrina Qunaj (by Key)-


'Sternensommer' Sabrina Qunaj
Carlsen- Impress, 2014
347 Seiten
E-Book: 3,99 Euro
ISBN  978-3-646-60060-5


Klappentext:
Designerkleider, hochhackige Schuhe und stundenlange Haarkuren sind für die sechzehnjährige Dilia so selbstverständlich wie die Luft zum Atmen. Kein Wunder, dass es für Dilia der pure Albtraum ist, als ihr vielbeschäftigter Vater sie über die Ferien in ein Sommercamp abschiebt. Die einzige Person, die sie dort kennt, ist auch noch ihr Schulkamerad Emrys, der Nerd, den sie bis auf den Tod nicht ausstehen kann. Und doch wird es ein Sommer werden, der sie buchstäblich bis in die Sterne trägt. Denn Emrys ist ein Junge wie nicht von dieser Welt…

Meine Meinung:
"Er hat einfach kein Herz zu verschenken. 
Es ist, als hätte er es irgendwo... 
da oben bei den Sternen versteckt."

Vorneweg muss ich einmal etwas fest halten, ist Euch auch schon aufgefallen, das der Trend zum ‚passenden’ Cover geht? Ich weiß das das nicht immer so war und ich es immer bemängelt habe, das ein hübsches Bild auf einem Bucheinband nichts mit dem Inhalt zu tun hat; noch schlimmer wenn der Klappentext auch unstimmig ist.
Sternensommer macht in der Hinsicht alles richtig, das was der Klappi andeutet hält das Buch auch. Mehr noch ich musste auf der Höhe von ungefähr 60% von 92% das Lesen absichtlich unterbrechen. Allerdings nicht weil es unlesbar wurde, sondern weil man bei einem gewissen Grad der Spannung einfach mal Luft holen sollte und diese auch genießerisch auf sich wirken lassen sollte.

"Ich halte diese Schnepfe nicht aus. Keinen Tag."
"Gerade die Reichen sind meistens die Ärmsten. Besonders die Kinder."

Natürlich geht es in diesem Buch um eine Romanze. Wir haben eine recht junge Zielgruppe, was mich aber in keinster Weise davon abhält zu behaupten das es bei den beiden Protagonisten ‚Dilia‘ (16 Jahre) und ihrem Mitschüler ‚Emrys‘ um einen ’wie werde ich erwachsen’ und ‚wie verliebe ich mich‘ Plot geht. Vielmehr bin ich zu der Überzeugung gelangt, das es sich hierbei mehr um eine Emanzipationsgeschichte handelt. Und nur um das klar zu stellen Emanzipation ist vielleicht ein Teil der Gleichung des Erwachsenwerdens aber ist ungleich Feminismus. Vielmehr geht es um die Freiheitsfindung, das Abspalten von Kinderrollen, die Ich- Findung und dem Versuch dem alltäglichen Wahnsinn zu entkommen. Und diesen Gang schreiten sowohl Dilia und Emrys als auch Emrys jüngerer Bruder Freddy entlang.

Auf bemerkenswerte Weise werden hier einmal mehr Klischee- Schüler aufgegriffen, verwöhntes Gör, zynischer Nerd und kindlicher Schlaumeier. Auch die Elternrollen sind klar in Schubladen verpackt: Dilias Vater ist der knallharte Buhmann, seine momentane Geliebte Shelly, die eifersüchtige Stiefmutter; Ed der Papa- Bär und Laura so eine typische: ‚Kind, du musst was essen!‘- Mama. Dann gibt es noch einige weitere Charaktere die schnatternd, nervend, hilfsbereit, umsorgend oder eben parasitär und als Exekutive auftreten.

"Wieso? Weil sie jede Woche ein neues Pony kriegen?(...)"
"Weil sie so viele Ponys (...) bekommen wie sie wollen."

Diese Geschichte ist ein Tanz. Und um mal ausnahmsweise gleich zum Ende zu springen: Denn genau dort, nämlich in den Epilog, hätte ein solcher hingehört. Daher lass ich das Nachspiel unter den Tisch fallen, denn das war mir dann doch zu romantisch verklärt, obwohl er noch zwei, drei lustige Pointen hatte. „Vermisst du auch die Leuchtreklamen?“, „Für Spiderman ist man nie zu alt!“ (90%)
Aber anders als bei anderen Geschichten ist diese hier rund und spielt zum Großteil der erzählten Zeit im Camp ‚Sunshine‘ in den USA. Das die Puppe, das Prinzesschen, Dilia ausgerechnet dahin verfrachtet wird, statt ihre Sommerferien auf Hawaii zu verbringen, verdankt sie natürlich ihrem Vater und es passt ihr natürlich gar nicht. Allerdings wartet die Jugendliche mit einem erstaunlich sturen Kopf auf und ist bereits so fest in ihre Rolle eingeschnürt, das ihre arrogante Art nur schwer zu knacken ist. Tja wäre da nicht die Liebe. Und dreimal darf man raten was man von einer Sommerromanze erwarten darf. FALSCH gedacht. Jawohl richtig gelesen, es ist NICHT die Liebe zu diesem permanent bevormundenden Intelligenzbestie, der seine verdammten Scherze nicht lassen kann, die Dilia auftauen lassen. Eigentlich ist es ein Piratenschiff das von Indianern erobert wird…- denkt mal darüber nach!

Also bis hierhin eine ganz normale Geschichte. Bis einem der Mond auf einmal auf den Kopf fällt. Sehr richtig gelesen. Unerklärliche Phänomene: Lichtsäulen, graue Himmelskörper und Wesen die Mädchen als Wirte benutzen: Borito…doxias, nein Botox…, nee Byradoroxe… oder Byradoroxi? Gibt es für so was überhaupt eine Mehrzahl? Jedenfalls fällt diese Romanze für mich nicht unter das Genre Jugendbuch. Es ist schlichtweg ein Science Fiction. Und das ist auch gut so, denn E.T will nach Hause… ehm Emrys mein ich, will Heim, seine ganze Familie lebt im Exil und hat gut lachen, denn sie könnten ja jederzeit einfach abhauen, wenn es auf der Erde zu ungemütlich werden könnte. Die Sache hat nur einen nicht ganz unbeträchtlichen Haken, Klein Freddy darf nämlich das Tor- hier: die Schleuse, nicht betreten. Und hier beginnt seine Emanzipation, während die größeren Kinder pubertäre Probleme haben und sich fragen wie man denn jetzt richtig das erste Mal küsst, will er mit aller Macht seinen Platz im Universum einnehmen, ungeachtet des Drucks welches auf so zarte Kinderschultern einfach nicht gehören sollte.

"Was glaubst du wäre ihr lieber: ein Pony oder Zeit mit ihrem Vater?."
"Ein Cabrio. Ach nein,- das hat sie ja schon."

Tatsächlich kommt diese Geschichte ohne einen Bösen aus. Gut ja, so’n grauer Wachhund kann schon echt fiese Bisswunden hinterlassen, wenn man ihm nicht grad Salzwasser ins Gesicht spritzt aus einer ‚Super Soaker’, aber seien wir ehrlich, wie kann man einem Sternensinger böse sein, der es zutiefst bedauert einen eventuell im Morgengrauen umbringen zu müssen und dabei auch noch logisch rezitiert: Zum Wohle aller, ist ein kleines Opfer tragisch aber notwendig. Autorin Qunaj hat es außerordentlich elegant geschafft mich davon zu überzeugen, das hier niemand jemanden wirklich töten WOLLTE- aber kann ja dann doch mal vorkommen- Hauptsache man stirbt mit einem Han Solo verdächtigen kecken Spruch auf den Lippen. Das ist beinah schon episch.

Mir konnte Dilia nichts vormachen, ich fand sie von Anfang bis Ende unausstehlich. Klar, tut es mir Leid, dass sie die Entwicklung absolviert und vom Schwan zur Putzfrau wird nur um dann irgendwie in eine Art extraterrestrischen Adelsstand erhoben zu werden. Da ist eine ganze Rasse hinter einem her, bereit sie zu morden und dann trauen die sich doch nicht mehr zu mucken und heißen sie euphorisch in ihrer Mitte willkommen? Diese Wendung konnte ich nicht guten Gewissens nachvollziehen. Deshalb ist es absolut schade, das man jetzt nicht weiß was der Oberdirigent tun wird. Es ist gut, Fragen offen zu lassen, aber in diesem Fall finde ich es mehr als unbefriedigend, immerhin war das doch der Kern der ganzen Geschichte. Und diese ‚Du hast nichts gesehen!‘ Gabe (*mit Hand vor Gesicht rumwisch*) war auch etwas stark und fies. Auch hier gab es eine Andeutung bezüglich Begegnungen vor dem 16. Lebensjahr, die ich gern erfahren hätte. Absolutes No- Go: Mach’ doch keine Hinweise ohne sie zu nutzen.

Fazit: 
 Wenn ich aus dieser Geschichte eines gelernt habe, dann das ‚ich die Tatsache, mit einem Alien zwischen den Sternen hin und her zu fliegen hinnehmen kann. Aber dass das alles mit Mathematik zu tun hat, mich von den Socken haut.‘
Dilia: „Wer rechnet denn mit so etwas?“ (49%)
Die Charaktere beweisen viel Charme und Witz; haben mich ordentlich staunen lassen. Sie sind alle für ihr Alter schon recht weit und sehr entschlossen. Ich hätte Emrys und Dilia stundenlang zuhören können, wie sie beide nebeneinander an die Rakete gefesselt waren und sich gestritten haben: ‚Einfach rennen, hast du gesagt. Hat ja prima funktioniert!‘ Ich konnte mir sie bildlich vorstellen, zeternd und motzend. Leider blieb diese sagenhafte Heimatwelt mir aber zu blass und auch über die Sternensinger erfährt man nur das aller nötigste. Es geht letztlich um das Herz, die Musiknoten und die Mathematik, was eine sehr merkwürdige Konstellation ist und ich hätte mir gewünscht ein paar Beispiele für diese Gleichungen zu bekommen- nicht weil ich gut in Mathe bin, aber weil es hier dazu gehört hätte!
Mein persönliches Highlight war Emrys Aussage das ‚Unsterblichkeit‘ nur Schmerz beinhaltet und das es jetzt echt doof wäre, wenn Dilia das Zeitliche segnen würde, weil er keine Ahnung hätte was dann mit der Galaxie geschehen würde, wenn sein gebrochenes Herz aus dem Takt geraten würde. Eine sehr schöne Liebeserklärung. Knackpunkt: Am Ende aber wird genau diese zarte Vorstellung von ‚Unsterblichkeit‘ wieder aufgehoben und ins Gegenteil verkehrt um ein ‚happily EVER after‘ daraus zu basteln.

Ein paar Worte zum Genre in diesem Fall. Ich kann nicht verstehen, weshalb dieses Buch unter der Rubrik Fantasy eingeordnet ist, wo es eindeutig wissenschaftliche Science Fiction mit dem Element der Musik beinhaltet. Romantik lass ich mir gefallen.


Ein ‚mit überdimensionalen Wattestäbchen verteidigtes‘ Urteil: gut!


Hinweis:
Und den Hinweis auf der Verlagsseite, (anscheinend bei allen Büchern?) ‚Lehrer -> Informationen für den Unterricht-> Klassensatz bestellen X Anzahl der Exemplare‘: da kann ich nur den Kopf schütteln- dieses Buch ist reinste Unterhaltung und bietet keinen einzigen Ansatzpunkt für den Unterricht.

Sonntag, 22. Juni 2014

[BLOGTOUR] Start der Blogtour zu Annika Dicks "Hexengrippe" (HexHex)

Hallo zusammen,

wie ihr dem überdimensionalen Banner oben entnehmen könnt, ist es mal wieder so weit - eine Blogtour steht an.
Wir freuen uns herzlich, euch die Stationen und vor allem, das Buch und die Gewinne hier einmal kurz aufzeigen zu können.
Also, kommt näher und schaut zu:


Donnerstag, 19. Juni 2014

[REZENSION] Zwischen Ewig und Jetzt- Marie Lucas (by Valli)



http://www.fischerverlage.de/buch/zwischen_ewig_und_jetzt/9783841422149
Zwischen ewig und jetzt, Marie Lucas
FJB, 2013
464 Seiten
9,99 € (Gebundene Ausgabe: 16,99 €)
ISBN: 978 - 3 - 596 - 19501 – 5

Klappentext:
Wenn das Jenseits dir noch was zu sagen hat …

„Ich habe ihn gesehen und mich sofort in ihn verliebt. Und im nächsten Augenblick war es schon wieder vorbei. Trennung, Schmerz, das volle Programm.
Liebe auf den ersten Blick kennt jeder, oder fast jeder. Aber es gibt auch die Trennung auf den zweiten Blick. Von jemandem, den man sich einfach nicht erlauben darf. Weil er zu schön ist, zu allein, oder weil er ein Geheimnis hat.“
Aber Julia kann nicht aufhören an Nikolaos zu denken, den sie gleich am ersten Tag an der neuen Schule kennengelernt hat. Und tatsächlich hat er ein gefährliches Geheimnis – er kann mit Toten sprechen …

Die sechzehnjährige Julia möchte ihr altes Leben am liebsten vergessen. Deshalb spielt sie an der neuen Schule die wohlhabende, unbeschwerte Neue und sucht nach Freunden, die möglichst keine Fragen stellen. Da kommt ihr der gutaussehende, beliebte Felix gerade recht. Schon bald ist sie seine Freundin und damit Teil der angesagtesten Clique der Schule.
Aber sie kann nicht aufhören an Nikolaos zu denken, den sie gleich am ersten Tag kennengelernt hat. Von Anfang an strahlt er etwas Dunkles, Geheimnisvolles aus. Ihre neuen Freunde meiden ihn, weichen Julias Fragen nach ihm aus.
Eines Tages spricht Niki Julia an. Er hat eine Nachricht für sie, von ihrem Großvater. Aber Julias Großvater ist tot …

Eine wunderschöne Liebesgeschichte, die Gänsehaut macht – weil die Wahrheit stärker ist als der Tod.

Dienstag, 17. Juni 2014

[REZENSION] Die kleine Meerjungfrau- Dirk Steinhöfel (by Key)-


'Hans Christian Andersens Die kleine Meerjungfrau' Dirk Steinhöfel
Oetinger, 2014
112 Seiten
fester Einband 19,90 €
ISBN 978-3-7891-7160-4


Klappentext:
Voller Poesie und Fantasie: Andersens berühmtes Märchen von der kleinen Meerjungfrau. Nachdem die kleine Meerjungfrau den Prinzen vor dem Ertrinken gerettet hat, ist es um sie geschehen: Sie hat sich in ihn verliebt. Doch der Prinz entscheidet sich für eine andere. Andersens Märchen ist eine der berühmtesten Liebesgeschichten der Weltliteratur. Dirk Steinhöfel setzt sie in betörende und verstörende Bilder um und legt jenseits von allem Kitsch das Abgründige, das Sehnsucht und Liebe so oft begleitet, frei. Ein traumgewaltiger Bildband auch für Erwachsene: Hans Christian Andersens Klassiker in märchenhaft-düsterem Gewand, beklemmend-schön und von einer fast verstörenden Kraft, neu und faszinierend interpretiert.

Meine Meinung:
Der Wunsch
Da kann man dem Klappentext nur zustimmen.
Vergesst einmal Kitsch und Pastell. Und schiebt eure Disneysammlung ganz weit weg. Denn wer Andersens Märchen kennt, der weiß das sie nicht schön sind oder zumindest nicht immer schön enden. Da schummeln die neuaufgelegten Märchenbücher ja mal ganz gerne. Das wissen wir hoffentlich alle- denn nicht nur Andersens Geschichten litten unter Verstümmelung. Auch die böse Stiefmutter bei Schneewittchen von den Grimms, hat im Laufe der Zeit irgendwo vergessen ihre glühenden Pantoffeln anzuziehen. Wohingegen die kleine Meerjungfrau sogar gänzlich ihres Endes beraubt wurde. 


Das Wort

aus dem Dänischen übertragen// Übersetzt von

Man erkennt bei dieser einfachen Gegenüberstellung das es Abweichungen gibt. Ulkigerweise ist jedoch mein alter Text um ein Wort länger als die durchaus länger erscheinende diesjährige Version. Und ob im Original dänischen Text das Ganze zwei oder drei Sätze sind, weiß ich leider nicht. Allgemein aber ist die Übersetzung ein klein wenig moderner was völlig in Ordnung ist (siehe Ankerkette anstatt -tau.) Die Bilder sitzen an genau den richtigen Stellen um den Text zu begleiten und das eben gelesene Häppchen direkt zu untermalen. Das wirkt ein wenig viel, auf die Gesamtlänge des Textes gesehen. Es ist aber alle Male unterhaltsam das was man sich selbst vorstellt dann in der Umsetzung Steinhöfels zu sehen, er hat da mitunter sehr interessante Möglichkeiten gefunden; sehr detailliert in seiner Grausamkeit, den Schrecken der Worte zu untermalen.

Der Besuch bei der Meerhexe ist einer dieser Momente. Und ich danke Steinhöfel das er nicht folgende Szene verbildlicht hat:
Die kleine Meerjungfrau trank den brennend scharfen Trank, und es war, als ging ihr ein zweischneidiges Schwert durch den feinen Leib, sie wurde ohnmächtig davon und lag wie tot da.“ (S.71)
Auf eine andere Stelle möchte ich Euch aber bewusst hinweisen, direkt im Anschluß am eben genannte:
Als die Sonne über das Meer schien, erwachte sie, und sie fühlte einen brennenden Schmerz, aber ihr gegenüber stand der reizende junge Prinz, er heftete seine kohlschwarzen Augen auf sie, sodass sie die ihren niederschlug (…).“ (S. 71)
Welche damals wie heute von dem jeweiligen Zeichner ausgewählt wurde und anhand der ich Euch in meiner Videorezension ein schönes Beispiel der Veränderung aufzeigen kann. 
Das Bild
 Ab hier solltet ihr euch lieber die Videos ansehen.



Urteil: 
Für jeden Freund klassischer Märchen die nicht nur schön sehen wollen, damit es ästhetisch ist- lohnenswert.
Für jeden der das Original nicht kennt, damit er anschließend staunen kann.
Für jedes Kind und Jugendlichen, um heraus zu finden ob es auch noch andere Welten gibt.
Für jeden Erwachsenen der wissen möchte wie sich heutzutage die Illustratoren mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verwirklichen.
Für jeden der mal wieder einen Blick riskieren möchte in zeitlose Geschichten.

Urteil: Ein Märchen!




 Hinweis:
In der Rezension beziehe ich mich zum Vergleich auf die Bücher:
'Die schönsten Märchen von Hans Christian Andersen'- Bertelsman Jugendbuchverlag, 1968

im Video ebenfalls gezeigt:
'Großes deutsches Liederbuch'- Naumann und Göbel Verlag, 1984
'Afrikanische Märchen'- Artia Verlag, 1970 (nicht 1969)


Montag, 16. Juni 2014

Keys Neuzugänge

Schrägstrich: SuB
Damit ihr wisst was euch demnächst erwartet und als kleines 'Warm- Up' für mich.





ebooks
Helen B. Kraft: "Höllenjob für einen Dämon"/ "Höllenjob für einen Seraph", Machandel
Sabrina Qunaj: "Sternensommer", im:press
Nadine d’Arachart/ Sarah Wedler: "Watcher- Ewige Jugend", im:press

gebunden
Dirk Steinhöfel: "Hans Christian Andersens Die kleine Meerjungfrau"- Oetinger Verlag
Kim Lenox: "Shadow Guard 2- So still die Nacht"- LYX
Kelly Creagh: "Enshadowed"- atheneum
Sebastien de Castell: "Greatcoats- Blutrecht"- piper
Tanja Heitmann: "Anik und das Geheimnis des Meeres", rororo rotfuchs
Kristina Günak: "Eine Hexe zum verlieben", Ubooks
Mark Hodder: "Der kuriose Fall des spring heeled Jack"- bastei lübbe
Michael Winterhoff: "Warum unsere Kinder Tyrannen werden", Goldmann
Joan D. Vinge: "Die Schneekönigin"/ "Die Sommerkönigin 1"/ "Die Sommerkönigin 2", Heyne

Sonntag, 15. Juni 2014

[INTERVIEW] Ferdinand von Schnatter der Viertelnachzweite plaudert über Sarah König


Mit einem solch klangvollen Namen war es ja klar, dass wir uns Sarahs Ferdinand zum Interview schnappen mussten. Und er war so freundlich, uns Rede und Antwort zu stehen.


 In Sarah Königs Debütroman „Ferdinand von Schnatter der Viertelnachzweite“ spielt der kleine Schnatter, der soeben hereinspaziert, eine tragende Rolle.
Ferdinand watschelt auf den hohen Stuhl zu, der mittig im Raum steht. Mühsam erklimmt er die Sitzfläche. „Viel zu hohe Stühle!“, jammert er lispelnd.
[Stimme aus dem Off: „Benimm dich! Nicht so viel spucken!“]
„Ich spucke nicht!“, ereifert sich der Schnatter, der viel Ähnlichkeit mit einem Schnabeltier aufweist, dem allerdings der charakteristische Schwanz fehlt, während er sich mit der Pfote über den feuchten Schnabel wischt.
[„Ja, ist klar ... na gut, ich bin weg! Viel Freude, Ferdi!“]
„Ich heiße Ferdinand von Schnatter der Viertelnachzweite, du ... du Mensch, du!“ Wütend starrt Ferdinand in die Luft, wartet, ob noch eine Erwiderung folgt. Stille. „Können wir dann anfangen? Ich kann euch ganz viel über die Sarah erzählen! Was wollt ihr wissen?“

1. Stell uns Sarah König doch erst einmal kurz vor. Gibt sie dir genug zu essen? Lässt sie dich regelmäßig nach draußen?

Ferdinand schnaubt und fasst sich theatralisch ans Herz. „Genug zu Essen - natürlich nicht! Seit sie keinen Kaffee mehr trinkt, verwehrt sie mir strikt mein geliebtes Pulver. Dabei schmeckt das so toll. Bitter und knusprig manchmal. Sarah trinkt wenn überhaupt warmes nur doofen Tee und das Zeug aus den Beuteln zu kriegen ist echt schwer. Ansonsten ist sie ganz okay. Sie ist aber auch den Großteil des Tages nicht da, Arbeit nennt sie das, wo sie da hingeht. Und dann geht sie manchmal essen, schreibt, verzweifelt.“ Ferdinand kichert. „Ihr neuer Roman braucht noch einiges an Überarbeitung und der Umzug in eine neue Wohnung stresst sie. Sie könnte einem fast Leid tun. Aber nur fast. Und keinesfalls so sehr, dass man sie nicht mehr ärgern sollte!“ Ferdinand nickt bekräftigend und zieht einen Stapel Manuskriptseiten hinterm Rücken vor. „Wollen wir doch mal sehen, ob ich Sarah nicht helfen kann“, flüstert er und kichert hinter vorgehaltener Pfote.


2. Was denkst du über Sarah, wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?

Ferdinand überlegt. Eine ganze Weile. „Sie ist ehrlich, das finde ich gut. Als sie mich geschrieben hat, bin ich ihr zwischendurch richtig auf den Keks gegangen. Das hat sie dann gesagt und wir haben versucht, uns zusammenzureißen. Als wäre das nur meine Schuld gewesen!“ Ferdinand schüttelt den Kopf. „Ich finde, sie könnte etwas disziplinierter sein, aber das sag ich ihr erst, wenn der Umzug vorbei ist. Sie weiß das auch eigentlich. Was ich aber gut finde, dass sie nicht aufgibt. Ich hab mal in ihren Dokumentenordner gesehen - so viele angefangene Geschichten und Charaktere, die geschrieben werden wollen. Aber mich hat sie fertig geschrieben! Da sind schon einige neidisch. Vor allem die Walküre, die Herrin der Schlösser und die Nacht. Denen war sie mit Feuereifer begegnet und hat doch irgendwann keine Energie mehr gehabt, weiterzumachen. Aber das kommt sicher wieder. Irgendwann.“


3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?

„Sie spielt Computer!“ Ferdinands Augen werden groß. „Ich meine, nicht diese Kartenspiele oder so. So was anderes. Rollenspiele. Da ist sie dann eine Elfe oder ein Skelett. Da kann man rumlaufen, ich hab ihr schon oft dabei zugesehen. Oder so was total Albernes: Da fängt sie in einer Ecke an, mit vier anderen und das Ziel ist in der Ecke gegenüber. Camp nennt sie das. Ich versteh das ja nicht so wirklich“, gibt Ferdinand kopfschüttelnd zu. „Aber ich glaube manchmal, sie auch nicht.“ Sein Lachen erfüllt den Raum und einige Speicheltropfen fallen ihm aus dem Schnabel. Dann legt er sich grübelnd die Pfote an den Kopf. „Sie liest aber auch viel, einfach so oder für andere. Sie malt und hört Musik. Manchmal sitzt sie auch einfach den ganzen Abend da und schaut sich seltsame Menschen an, die irgendwo gesungen haben. Und Sarah besucht häufig ihre Familie. Da gibt’s aber auch oft mehr zu Essen als bei ihr zuhause.“


4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?

„Puh“, stößt Ferdinand aus und überlegt. „Also ich weiß von einem Buch, wovon sie sagt, dass es ihr Leben verändert hat. Die steht zwei Regalbretter unter mir. Nöstlinger oder so. Gretchen, mein Mädchen, heißt das erste Buch. Es sind drei! Aber die sind jetzt nicht so dick.“ Ferdinand winkt ab. „Sonst hab ich sie mal sagen hören, dass sie zwar immer schon gelesen hat, aber erst seit der Chronik der Untersterblichen und diesem Zauberer Harry Potter so richtig und viel liest. Und dann auch angefangen hat, zu schreiben.“


5. Gibt es Rituale, die Sarah beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?

Ferdinand schüttelt den Kopf. „Sie versucht es“, seufzt er, „Aber es klappt eigentlich nicht, wenn sie sich vornimmt, jetzt zu schreiben. Dazu die und die Musik zu hören oder so was. Sie trinkt manchmal ausschließlich aus dieser einen Tasse, die sie sich mal für so einen Wettbewerb gekauft hat. Aber auch nicht immer. Eigentlich möchte sie es glaube ich ruhig, aber manchmal läuft irgendwas, damit sie es ausblenden kann, hat sie mir mal erklärt. Und sie freut sich schon wahnsinnig auf das Büro in der neuen Wohnung, wohin sie sich dann zum Schreiben hinsetzen kann.“


6. Wie hast du sie kennengelernt?

 „Sie hat ein Kinderbild von mir und Hildegard gefunden!“ Ferdinand lacht. „Ich weiß nicht genau wie, irgendwas mit Intanett, aber sie hat das gesehen und gedacht: Schnatter! Hat sie gesagt. Echt wahr.“ Gewichtig schaut der Schnatter in die Runde. „Das hat Mama irgendwann gemacht.“


7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?

„Ich glaube nicht, dass sie immer Kinderbilder findet.“ Der Schnatter überlegt. „Oft sind es Bilder, ich hab ein paar gesehen. Oder auch Musik, eine Erinnerung, ein Traum. Inspiration kann von überall kommen, hat sie mal gesagt“, lispelt er und ein Speicheltropfen seilt sich von Ferdinands Schnabel ab.


8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Sarah König so besonders?

„Ich bin Ferdinand von Schnatter der Viertelnachzweite! Ihr allererstes Buch hat sie nur mir zu verdanken! Wer sollte denn sonst über Sarah sprechen?“


9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Sarah König bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer/seiner Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?

„Oh“, sagt Ferdinand, „Ich weiß, sie arbeitet gerade wie wild an ihrer „Flammengarde“, die sie unbedingt im Juni fertig haben möchte. Und dann kommt der nächste November, von dem schwärmt sie schon. Aber da weiß sie noch nichts Konkretes. Ist aber nicht so, dass sie nicht noch genug angefangene Ideen hätte.“ Ferdinand schnaubt und zählt an den seinen Pfoten ab: „Ein, zwei, drei ... vier, fünf, sechs, sieben. Acht! Acht glaube ich.“


10. Ein herzliches Dankeschön an Ferdinand für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Ferdinand gesagt wurde.

Ich möchte mich nur ganz schnell bedanken - das war eine tolle Sache, dass einmal Ferdinand Rede und Antwort stehen durfte. Ich wünsch euch alles Gute, bis zum (hoffentlich) nächsten Mal!

Falls ihr jetzt neugierig auf Sarah geworden seid, könnt ihr sie auf ihrem Autorenblog, bei Twitter oder auf Facebook besuchen. Auch der Machandel Verlag, das Zuhause ihres Debüts freut sich über einen Besuch von euch.


Sarah König - Ferdinand von Schnatter der Viertelnachzweite
Machandel Verlag, 2013
134 Seiten
Broschiert: 5,90 €
eBook: 1,96 €
ISBN: 978-3939727316

Klappentext: 
Ein Schnatter hat es nicht leicht in der Welt der Menschen. Zudem ist Ferdinand illegal hier, entgegen dem Befehl seiner Königin. Aber Ferdinand ist jung, unbekümmert und unternehmungslustig. Er sieht überhaupt nicht ein, dass eine Freundschaft mit einem Menschen gefährlich sein könnte. Da kommt ihm der Mensch Kasper gerade recht. Ferdinand will Anschluss. Und Kasper? Was soll der Mann mit einem Schnatter anfangen, der seine Wohnung verwüstet und sein Leben auf den Kopf stellt?


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