Donnerstag, 27. August 2015

[REZENSION] Monday Club - Das erste Opfer - Krystyna Kuhn (by Nika)

Monday Club - Das erste Opfer - Krystyna Kuhn
Oetinger Verlag, 2015
384 Seiten
Hardcover
ISBN: 978-3-7891-4061-7
€ 16,99
eBook
Preis: € 12,99
Hörbuch
Preis: € 19,99


Klappentext: 

Kann ein Mensch zwei Mal sterben? Ein perfides Spiel um Wahn und Wahrheit!

Bei der sechzehnjährigen Faye Mason wurde bereits in früher Kindheit idiopathische Insomnie diagnostiziert, eine seltene Schlafkrankheit. Die schlaflosen Nächte hinterlassen Spuren: Oft kann sie Wirklichkeit und Fantasie nicht unterscheiden. Da geschieht etwas Entsetzliches: Fayes beste Freundin Amy kommt bei einem Autounfall ums Leben. Doch wenig später begegnet sie der totgeglaubten Amy auf der Straße. Halluziniert sie? Oder ist Amy noch am Leben? Faye sollte besser nicht zu viele Fragen stellen, auch nicht zum Monday Club, in dem alle wichtigen Leute der Stadt Mitglied sind.

Eine Tote, die lebt, und eine schlaflose Heldin, deren Alpträume wahr werden: der erste Band der Mädchen-Mystery-Trilogie der Extraklasse!



Dienstag, 25. August 2015

[REZENSION] Mission: Levity - Rettung ist Verhandlungssache (by Key)

Mission: Levity - Rettung ist Verhandlungssache - Nr.1 Levity, Bettina Petrik
in Farbe und Bunt, 2015
ca 165 Seiten (ja nach Reader)
Preis:  E-Book: 2,99€
ISBN: 978-3-941864-71-9

Klappentext:
Das Buch
Captain Chebros Fantas, als widerspenstiger Kritiker der Planeten-Vereinigung bekannt, ist nicht gerade der Liebling des intergalaktischen Militärs. Kurzerhand inszenieren seine Vorgesetzten eine Kneipenschlägerei und entziehen Cheb sein Kommando, um ihn anschließend unauffällig aus dem Weg zu räumen. Doch Cheb gelingt die Flucht.
Dabei kommt ihm die geheimnisvolle Irsil zu Hilfe, die eine Söldner-Crew zusammenstellen und ihm die Leitung übertragen möchte. Die Rekrutierung weiterer Teammitglieder wird zur Hetzjagd, denn das Militär ist nicht Chebs einziges Problem - auch seine Ex-Freundin hat es auf ihn abgesehen. Der Frachter Levity bietet der Gruppe von Verstoßenen und Heimatlosen vorläufig Unterschlupf, aber haben sie überhaupt eine Chance gegen die Übermacht von Sicherheitsbehörden und Geheimorganisationen? Und was will Irsil wirklich von Cheb? Im Kreuzfeuer aus Intrigen und Racheplänen zählt am Ende nur eine Frage: Wer hat denn hier nun die Hand am Abzug?

Die Serie
Galaxien verändern sich. Das Geschäft nicht. Die Superwaffe des Terraformings hat die Menschen zur vorherrschenden Spezies im bekannten Teil des Universums erhoben. Eine Macht, die sie sich nicht wieder nehmen lassen wollen. Die Levity ist ein Raumschiff wie jedes andere. Ihre Crew arbeitet gegen Bezahlung wie Millionen anderer Söldner. Nur eines unterscheidet sie. Ihre Mission.

Sonntag, 23. August 2015

[INTERVIEW] Valerius über Leann Porter


Leann Porter
Ein schlaksiger junger Mann, ca. Mitte 20, stürmt energiegeladen ins Interviewzimmer, streicht sich das schwarze Haar aus dem Gesicht und sieht sich neugierig um.
Hi Leute, ich bin Val, eigentlich Student, aber zum Studieren komme ich kaum, da ich leider durch ein paar, naja, nennen wir es Missgeschicke, einen Berg Schulden habe und daher fast rund um die Uhr jobbe, um ihn abzubauen. Ich arbeite als Model, Fahrradkurier und Küchenhilfe in einer Pizzeria. Das einzig Gute an dem Pizzeriajob ist, dass ich dort den Bruder des Besitzers kennengelernt habe, Antonio, ein echt heißer Typ. Hat lange gedauert, bis er mich hinter seine arrogante Fassade sehen ließ und noch länger, bis ich herausgefunden habe, was er neben seinem Fotografenjob noch so treibt. Es hat mit Schwertern und Dämonen zu tun. Aber das kann Leann besser erzählen, hat sie sogar schon getan, nachzulesen in „Das Auge des Fotografen“. Ich finde es übrigens sehr richtig, dass dieses Interview mit mir geführt wird, denn ohne mich gäbe es den Roman überhaupt nicht. Außerdem ist Leann viel zu verschwiegen, was ihr Privatleben angeht, also ist das schon ganz passend, dass ich etwas über sie erzähle. 

1. Stell uns Leann Porter doch erst einmal kurz vor.
Leann ist uralt, 45, also fast doppelt so alt wie ich. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, meine Erlebnisse aufzuschreiben. Die sind ja auch wesentlich interessanter als der Bürojob, mit dem sie ihr Geld verdient. 

2. Was denkst du über Leann, wie findest du sie/ihn? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr/ihm findest, wofür du sie/ihn beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Ich mag Leann, sie ist genauso chaotisch wie ich und wir teilen den Sinn für schwarzen Humor. Auf den ersten Blick wirkt sie vielleicht schüchtern, aber man kann jede Menge Spaß mit ihr haben. Außerdem hat sie ein cooles Hobby: Tauchen. Würde ich auch gerne mal machen, wenn ich Kohle hätte. Mir gefällt, dass sie trotz ihres hohen Alters neugierig und begeisterungsfähig geblieben ist und gerne etwas Neues ausprobiert. Auch ihre Reiselust kann ich gut verstehen, mich hält es auch selten lange an einem Ort. Eher merkwürdig finde ich ihre ausgeprägte Liebe zur Natur. Sie kann sich stundenlang im Wald oder am Meer aufhalten. Ich mag das Meer zwar auch, vor allem Partys am Strand, aber die Stadt ist mir lieber, da ist mehr los. Sehr lästig ist Leanns Sturheit. Wenn sich sich etwas in den Kopf gesetzt hat, ist sie nicht mehr davon abzubringen.   

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
Lesen! Ihre Wohnung ist mit Büchern vollgestopft. Sie sind einfach überall, sogar im Badezimmer. Außerdem reist sie viel. Sie fährt gerne mit dem Auto durch Irland, das macht sie regelmäßig seit zwanzig Jahren und das wird ihr auch nie langweilig. Angeblich, um sich dort in der Natur Inspiration zu holen. Ich weiß aber, dass sie genauso viel Zeit in den Pubs verbringt wie beim Wandern. Besonders im Winter zieht es sie in die Ferne, denn Kälte kann sie überhaupt nicht leiden. Dann entdeckt sie mit dem Rucksack auf eigene Faust Land und Leute, eine Art zu reisen, die mir auch gefällt. Zuhause joggt sie oft im Schneckentempo durch den Wald, weil sie dabei die besten neuen Ideen hat. Ansonsten ist ihr Leben ziemlich langweilig, der übliche Kram, Freunde treffen, ins Kino und Essen gehen. An den Wochenenden geht sie aus zum Tanzen, aber nicht Standard, nee, da muss schon ein Moshpit her.

4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
Keine Ahnung, hat sie noch nie erwähnt. Das liegt vermutlich daran, dass sie sich nur schwer entscheiden kann und daher zu viele Vorbilder hat, je nach Stimmung und Lebenslage. 

5. Gibt es Rituale, die Leann beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Auf jeden Fall braucht sie immer Musik beim Schreiben. Sie stellt sogar Soundtracks für die Romane zusammen. Ein paar davon sind gar nicht übel, die höre ich beim Rennradfahren. Obwohl sie gerne isst, habe ich sie beim Schreiben noch nie dabei beobachtet. Stattdessen kippt sie Unmengen grünen Tee in sich hinein. 

6. Wie hast du sie/ihn kennengelernt?
Wir sind uns auf einem Flohmarkt begegnet. Sie hat dort noch mehr Bücher gekauft! Als ob sie dafür noch Platz hätte ... Da es anfing zu regnen, haben wir uns beide an einem überdachten Stand untergestellt und sind ins Gespräch gekommen. Eigentlich habe ich sie wohl vollgequatscht. Wir haben uns über Bücher unterhalten und ich konnte es nicht lassen und musste damit herumprahlen, dass mein Leben spannender ist als so mancher Roman. Tja, da hat sie nicht mehr locker gelassen und wollte unbedingt meine Geschichte aufschreiben. 

7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Die Hauptfiguren aus „Sleepless in Bangkok“ (den Roman hat sie unter dem Namen Stefanie Lahme veröffentlicht) hat sie während einer Thailandreise getroffen, auf einem Tauchschiff. Die meisten Leute, über die sie später schreibt, begegnen ihr angeblich beim Joggen im Wald. Kann ich nicht glauben, ich schätze mal, die denkt sie sich nur aus.

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Leann so besonders?
Mein aufregendes Leben und mein gutes Aussehen! *grinst* Sie schreibt ja an einer Fortsetzung meiner Abenteuer und daher verbringen wir viel Zeit miteinander. Irgendwann, nach ein paar Bier, hat sie mir mal gestanden, dass sie mich anfangs für einen oberflächlichen Schönling gehalten hat. Aber dann hat sie gemerkt, was für ein tiefgründiger Mensch ich in Wahrheit bin, und das hat ihr Interesse geweckt. Hm, ich glaube es ist doch mein gutes Aussehen …

9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Leann  bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
Ja, sie schreibt mit Feuereifer an der Fortsetzung meiner Geschichte. Bevor sie mich kennengelernt hat, war sie oft in ihrer Fantasywelt Danu unterwegs. Der erste Roman dazu wird wahrscheinlich noch dieses Jahr erscheinen, ein weiterer ist in Arbeit. Wer schon mal in die Welt Danu hineinschnuppern möchte: Im September erscheint eine Kurzgeschichte, die in Danu spielt, in der Anthologie „In seiner Hand“ (Incubus Verlag). 

10. Ein herzliches Dankeschön an  Val für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Val gesagt wurde.
Lieber Valerius, die Anspielungen auf mein Alter hättest du dir wirklich sparen können. Ansonsten hast du die Fragen für deine Verhältnisse ja recht knapp beantwortet. Allerdings bist du mindestens genauso stur wie ich, nur um das mal klarzustellen. Ich mag dich aber trotzdem (oder gerade deshalb?) und freue mich schon darauf, deine weiteren Erlebnisse mit den Dämonenjägern aufzuschreiben. 


Wer mehr über die Autorin erfahren möchte, kann sie auf einer ihrer beiden Facebook-Fanseiten besuchen. Der Roman "Das Auge des Fotografen" ist im Dead Soft Verlag erschienen. Mehr über die Anthologie "In seiner Hand", von der Valerius in Frage 9 erzählt, erfahrt ihr auf der Verlagsseite des Incubus Verlages und über "Sleepless in Bangkok" könnt ihr euch auf der Seite des Bookshouse Verlages informieren.


Donnerstag, 20. August 2015

[REZENSION] Charleston Girl - Sophie Kinsella (by Nika)


Charleston Girl - Sophie Kinsella
Originaltitel: Twenties Girl
Goldmann, 2011
496 Seiten
Taschenbuch
ISBN: 978-3442473991
€ 8,99
eBook
Preis: € 7,99
Hörbuch
DAV
Preis: € 14,99


Klappentext:
Im falschen Film gelandet? Zumindest in einer anderen Zeit: Der spritzigen Lara erscheint der Geist ihrer gerade verstorbenen Großtante Sadie. Doch statt steinalt ist dieser Geist jung und kapriziös und will sich so richtig amüsieren. Er schickt Lara auf einen Trip voller Überraschungen: Mit Champagner und Charleston zurück in die wilden 1920er Jahre. Nebenbei soll Lara für Sadie eine rätselhafte Halskette wiederfinden und damit ein uraltes Familiengeheimnis lüften. Gelesen von Maria Koschny, der Filmstimme aus dem Kino-Hit »Shopaholic«.




Dienstag, 18. August 2015

[REZENSION] Ein Roboter namens Klunk - Simon Haynes (by Key)

Ein Roboter namens Klunk, Simon Haynes
Bastei Lübbe, 2013
398 Seiten
Preis:  9,99 €
ISBN: 978-3-404-20741-1

Klappentext:
Jeder kennt einen Typen wie Hal Spacejock. Er gehört zu den Leuten, die ihren Rohrbruch selbst beheben und dabei das Nachbarhaus überfluten. Kaum auszudenken, was geschieht, wenn er sich ein 200-Tonnen-Raumschiff kauft – und nicht allzu gut mit der Steuerung umgehen kann. Wegen des Schiffs ist Hal bis über beide Ohren verschuldet und muss daher mit einem nervigen Roboter namens Klunk einen heiklen Auftrag annehmen. Und dabei ausgerechnet das kostbare Schiff aufs Spiel setzen ...

Sonntag, 16. August 2015

[INTERVIEW] Smuggler über Hermien Stellmacher

Smuggler


Höchste Zeit, dass man auch mich zu Wort kommen lässt. Seit dieses Buch „Cottage mit Kater“ erschienen ist, geht es immer nur um dieses ach so tolle Cover, um Leserunden, Verkaufszahlen, Rezensionen. Mit dem Kram lockt man nicht mal die dämlichste Maus aus ihrem Loch!
Ganz abgesehen davon: Ohne mich hätte Hermien „Cottage mit Kater“ niemals schreiben können. Wer hat ihr denn die ganze Inspiration verpasst? Mhm? Genau, das war ich!
Nicht, dass ich viel Ahnung von Cornwall hätte. Okay, ich weiß nicht mal, wie englische Mäuse schmecken. Aber es geht um das Insiderwissen, dass sie von wem bekommen hat? Yes! Von mir.
Natürlich hat der ganze Rummel auch für mich seine coolen Seiten. Zum Beispiel lassen Leser mir Grüße und Streicheleinheiten ausrichten. Das erzählt sie mir immer gleich. Und dann krault sie mich ... mmmmmh!

1. Stell uns Hermien Stellmacher doch erst einmal kurz vor. Gibt sie dir genug zu essen? Lässt sie dich regelmäßig nach draußen?
Ach, ich kann mich nicht beschweren. Ich habe meine eigene Haustür (Apropos, die könnte sie mal wieder sauber machen ...), einen eigenen Garten, Felder rings herum, und auch die Maussituation ist befriedigend. Aber wenn ich morgens gegen 5 nach Hause komme, könnte der Service etwas flotter sein. Mal im Ernst: wenn man die ganze Nacht unterwegs war, kann man erwarten, dass das Essen in der Küche steht, oder?
Wenn ich ihr aber Zeit zum Wachwerden lasse, aufs Bett springe und mich putze, ist es auch wieder nicht recht. Dann werde ich gefragt, ob ich meine dreckigen Pfoten nicht woanders saubermachen könnte. Hallo? Dabei bringe ich ihr oft eine fette Maus mit. Leider checkt sie bis heute nicht, dass die Biester echt lecker sind.
Andererseits: was kann man schon von einer erwarten, die gern Tomaten isst ...

2. Was denkst du über Hermien Stellmacher, wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Da ich sie gut erzogen habe, ist alles im grünen Bereich. An meinem Schreibtisch arbeitet sie so, dass immer genug Platz für meinen Schlafkarton ist. Und wenn mir mal danach ist, mich lang auf allen Papieren auszustrecken, kriegt sie nur selten einen Schreikrampf. Warum sollte sie auch? Ich beschwere mich schließlich auch nicht über den Kram, den sie auf meinem Tisch verteilt.
Aber es gibt eine Sache, den ich ihr noch beibringen muss: Nassfutter ohne Crunch geht gar nicht. Das spielt sie zwar immer wieder herunter, aber da bin und bleibe ich eisern.
Und um beim Thema zu bleiben: Ich hätte gern einen eigenen Kühlschrank. Einen gut gefüllten, versteht sich.

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
Das kommt auf die Jahreszeit an. Wenn es schön ist, werkelt sie gern im Garten. Da begleite ich sie meistens und passe auf, dass sie keinen Mist baut. Zweibeiner können nämlich sehr unsensibel sein, wenn sie ihren Aufräumwahn haben. Da muss ich höllisch aufpassen, dass sie meine Außenschlafplätze nicht kaputt ordnet.
Und sie liest viel. Klarer Fall, dass ich da auch dabei bin. Entweder liege ich auf ihrem Schoß oder auf dem Polster, den ich mir mit ihren Füßen teile. Teilen muss ... Noch. Ich arbeite daran.

4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
Oft liest sie Krimis und Thriller. Ich glaube, da steht diese Fred Vargas ziemlich hoch im Kurs. Oder Val MausDermid. J Diesen Japaner, Hauruki Mura-Dingsbumms, mag sie, und die Namen Stephen King und Margaret Atwood sind mir auch irgendwie bekannt. Sonst hat sie es nicht so mit Vorbildern, glaube ich.

5. Gibt es Rituale, die Hermien Stellmacher beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Zum Glück arbeitet sie meistens ganz ruhig. Nur wenn sie illustriert, hört sie manchmal Quasselsendungen. Deutschlandradio mit Kultur oder so. Meiner Meinung nach völlig überbewertet. Ich habe dort jedenfalls noch nie einen interessanten Jagdbericht gehört. Oder einen Rattenkrimi.
Was sie beim Arbeiten gerne isst, sind diese ekelhaften Laktritze. Und dann behaupten, schmecken Mäuse nicht. Typisch ...

6. Wie hast du sie kennengelernt?
Das ist schon zehn Jahre her. Ein völlig durchgeknallter Zweibeiner hatte mich in einer Plastiktüte bei einem Tie ... bei einem Tierar ... Sorry, bei diesem Wort stellen sich alle Haare bei mir auf.  Also, dieser Knallo hat mich bei so einem Ihrwisstschon-Typen an die Tür gehängt. Der hat mich dann aufgepäppelt, und als Hermien kurz darauf in der Praxis war, trafen wir uns. Liebe auf den ersten Blick, würde ich sagen.
Mit den anderen Katzen, die damals noch hier lebten, nicht unbedingt. Aber die habe ich mit der Zeit von meinem Charme überzeugen können.

7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Soweit ich das Beurteilen kann, plant sie ihre Geschichten ziemlich genau. Das hat sie ja auch in diesem Roman ganz gut erklärt. Da geht es schließlich um eine Schriftstellerin. Ich kann das gut verstehen. Schließlich ist es sinnvoll zu wissen, wann welche Maus wo auftaucht und wie die gestrickt ist. Wenn einem dann plötzlich noch ein überraschender Rattenauftritt einfällt, kann man den nachträglich noch einbauen.
Ich selber bin da nachts selber auch ganz flexibel. Wenn ich schon auf dem Heimweg bin und treffe zufällig noch eine Maus, bau ich die auch ratzfatz in meinen Speiseplan ein.

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Hermien Stellmacher so besonders?
Frech ist gar kein Ausdruck! Ohne mich wäre diese Cornwall-Story schrecklich öde. Wie ein frisch gemähtes Feld ohne Nager. Wie ein Napf ohne Futter. Abgesehen davon arbeiten wir seit Jahren als Partner gut zusammen. Sie schreibt, ich denke darüber nach und lass schon mal das Rechtschreibprogramm drüber laufen. 

9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Hermien Stellmacher bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
O, sie hat einiges in der Mache, auch wieder was mit Katzen. Aber das ist alles noch nicht spruchreif. Und ich habe Stillschweigen versprochen.

10. Ein herzliches Dankeschön an Smuggler für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich Hermien Stellmacher selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Smuggler gesagt wurde.
Ich finde, Smuggler hat eigentlich alles gesagt. Und mal ganz unter uns: Einen besseren Mitarbeiter und tolleres Musentier kann ich mir kaum vorstellen. Ich darf gar nicht daran denken, wie es wäre, allein am Schreibtisch zu sitzen.
Nur die Sache mit dem Futter am Morgen. Darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Das werde ich jetzt gleich mal mit ihm ausdiskutieren ...


Der Roman "Cottage mit Kater" ist im Insel Verlag erschienen.

Donnerstag, 13. August 2015

[REZENSION] Fluchgespinst - Peter Schünemann (by Key)

http://www.textlustverlag.de/buecher/serien/book.php?id=svs07Fluchgespinst, Peter Schünemann
TextLustVerlag, 2015
60 Seiten
Preis:  4,95 €
ISBN: 9783956850318

Klappentext:
Die Schrecken von Sahlburg, Band 7
Sarah geht es seit einiger Zeit sehr schlecht. Anne und Tom wird klar: Das ist keine gewöhnliche Krankheit! Als schließlich das Leben ihrer Freundin auf dem Spiel steht, begreifen die beiden, dass sie aufs Neue in die ge­heim­nis­vol­le Dunkelwelt gelangen müssen, um Sarah zu retten. Doch dort treibt immer noch der mysteriöse „Herr Friedhelm“ sein Unwesen. Ist es wirk­lich klug, ihn herauszufordern und dabei alles zu riskieren?
Zur Serie:
In Sahlburg tauchen immer wieder alte, dämonische Artefakte auf, die ar­glo­sen Menschen zum Verhängnis werden. Die Schüler Anne, Sarah und Tom sowie Julia, Stefan und Jan versuchen, die Höllenwesen zu bekämpfen, doch für diesen Kampf braucht es mehr als Mathe und Latein.

[REZENSION] Spiegelschmerz - Ben B. Black (by Key)

http://www.textlustverlag.de/buecher/serien/book.php?id=svs06Spiegelschmerz, Ben B. Black
TextLustVerlag, 2015
60 Seiten
Preis:  4,95 €
ISBN:   9783956850295

Klappentext:
Die Schrecken von Sahlburg, Band 6
Ein schlichter alter Handspiegel ist eines der wenigen Erbstücke, die Julia nach dem Tod ihrer Eltern mit ins Jugendheim nehmen konnte. Doch dieser Spiegel zeigt Julia Dinge, die den Schmerz über ihren Verlust neu an­sta­cheln und eine bestürzende Veränderung in ihr auslösen. Können Stefan und Jan den Umtrieben des Spiegels rechtzeitig Einhalt gebieten und Schlim­meres verhindern?
Zur Serie:
In Sahlburg tauchen immer wieder alte, dämonische Artefakte auf, die ar­glo­sen Menschen zum Verhängnis werden. Die Schüler Anne, Sarah und Tom sowie Julia, Stefan und Jan versuchen, die Höllenwesen zu bekämpfen, doch für diesen Kampf braucht es mehr als Mathe und Latein.

Dienstag, 11. August 2015

[REZENSION] Liebe zum Nachtisch von Victoria Seifried (by Nana)

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Liebe-zum-Nachtisch-Roman/Victoria-Seifried/e457965.rhdLiebe zum Nachtisch - Victoria Seifried
Heyne, 2015
400 Seiten
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3-453-41822-6

Klappentext:
Ist es in der Liebe wie beim Essen – kommt das Beste tatsächlich zum Schluss?
Helena kann es nur hoffen, denn die Beziehung mit ihrem langjährigen Freund Rainer ist in etwa so spannend wie Staubsaugerbeutel zu kaufen. Auch ihr Lebensberater, ihre Schildkröte Pirmin, kann sie nicht dazu bewegen, sich von Rainer zu trennen und ihr Leben in Schwung zu bringen. Doch das ändert sich schlagartig, als sie ihrem Traummann Jeffrey begegnet. Die beiden verbringen eine aufregende Nacht, und Helena ist im siebten Himmel. Doch am nächsten Morgen muss Jeff nach New York fliegen. Für Nesthocker Helena eine unvorstellbare Reise, aber Jeff niemals wieder sehen? No way! Sie packt ihre Koffer und reist ihm nach. Aber wie soll sie ihn nur anhand seines Vornamens aufspüren?


Sonntag, 9. August 2015

[INTERVIEW] Felix über Hannah Simon



Hannah Simon
Ich bin Felix aus „Felix oder Zehn Dinge, die ich an dir liebe“, erschienen im März 2015 in der Frankfurter Verlagsanstalt. Ich liebe Listen, gelte als der letzte Gentleman Münchens und normalerweise lasse ich mich in meinem Blog über schöne Dinge aus – Architektur und Design. Doch einmal passierte mir etwas Unschönes: Ich habe eine Glücksallergie bekommen. Und mich dann verliebt ... Aber das müsst Ihr schon selbst lesen. Jetzt soll es ja um Hannah gehen. Und um die zehn Dinge, die ich an ihr liebe ... oder so ähnlich jedenfalls.

1. Stell uns  Hannah doch erst einmal kurz vor.
Hannah liebt die Beatles, sehnt sich nach dem Meer, hat in Köln, München und Berlin gewohnt, und wollte schon in der Grundschule Spanisch und Schwedisch lernen. Keine dieser Sprachen spricht sie heute wirklich. Aber zumindest ist sie dann Literatur- und Sprachwissenschaftlerin geworden. Und dann Texterin. Und danach Schriftstellerin. Tja, denn dann kam eben ich in ihr Leben.

2. Was denkst du über Hannah, wie findest du sie/ihn? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr/ihm findest, wofür du sie/ihn beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Nach so vielen Jahren, wie wir beide zusammen verbracht haben, kennt man natürlich auch die Macken des anderen. Aber die würde ich Euch hier nicht verraten. (Ich lege nun mal Wert auf gutes Benehmen.) Sie lacht viel und kann ganz schön beharrlich sein, wenn es darauf ankommt. Und sie hat für mich immer alles stehen und liegen lassen – ich war ihr wichtiger als Fenster putzen, Essen kochen und Freibad. Das ist doch eine besonders tolle Eigenschaft, oder?!

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr/ihm, was tut sie/er, wenn sie/er nicht schreibt?
Sie sorgt dafür, dass ihr Sohn nicht heimlich zum Kühlschrank krabbelt und ein Muster in die Butter beißt, dass ihre Tochter ein frisch gewaschenes Spiderman-Kostüm zum Verkleiden hat, und dass ihrer Hündin vorschriftsgemäß der Bauch gekrault wird.

4. Hat sie/er ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
Jedes Mal, wenn sie einen guten Roman liest, ist das ein gutes Vorbild und ein schöner Ansporn. Da ist es egal, ob es sich um eine Neuerscheinung oder einen Klassiker handelt.
Und im normalen Leben: Leute, die aufrichtig und mit Liebe ihr eigenes Ding machen – das kann auch die Ladenbesitzerin in einem besonders schönen Shop um die Ecke sein, Kollegen, die hilfreiche Tipps und dabei auch noch gute Laune verbreiten, oder ihre Hündin, die auch mal auf dem Sofa liegt und hingebungsvoll nichts tut.
 
5. Gibt es Rituale, die Hannah beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Hannah ist eine totale Tee-Tante. Ich würde jetzt nicht sagen, dass sie Tee braucht, um zu schreiben; sie macht es sich aber gern am Schreibtisch mit einer Tasse gemütlich.
Zum aktuellen Romanprojekt gibt es auch immer eine ganz bestimmte Musik. Meine Playlist heißt schlicht „Felix“. Ganz nette Songs dabei (bunt gemischt von Adele bis Whitesnake), die wir wirklich rauf und runter gehört haben. Diese Lieder versetzen sie in eine ganz bestimmte Stimmung, die zu mir passt. Das macht es einfacher, wieder in das Projekt einzutauchen, wenn sie gerade mal schnell zum Kühlschrank musste, weil ihr Sohn dann doch die Butter in die Finger – oder zwischen die Zähne – bekommen hat.
Wenn heute dann einer der Songs im Radio läuft, sind wir beide sofort wieder mitten in der Geschichte.

6. Wie hast du sie/ihn kennengelernt?
Ich bin in ihre Wohnung spaziert, als sie gerade einen Krankenhausbericht gelesen und eine seltsame Idee hatte (die mit der Allergie gegen Glück). Ich war eben der einzige, der für diese Idee infrage kam. Wenn man schon Felix heißt …
So richtig gut kennengelernt haben wir uns dann erst mit der Zeit, weil sie mir ständig Löcher in den Bauch gefragt hat. Auch über meine Kindheit und so. Ich kam mir manchmal vor wie auf der Couch eines Psychoanalytikers!

7. Weißt du, ob es bei ihr/ihm immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Bei Florian und Liv, meinen Nachfolgern, war es ähnlich. Sie hatte eine verrückte Idee, und schon waren die beiden da (mit sämtlichen Familienmitgliedern, die sich da drängeln). Jetzt fragt sie denen Löcher in den Bauch – aber sie sind wirklich genau die Richtigen für dieses Projekt, das war Hannah sofort klar.

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Hannah so besonders?
Nun ja, ich bin quasi so etwas wie ihre erste große Liebe: Der Protagonist aus dem Romandebüt. Wir haben eben ein ganz besondere, langjährige und enge Verbindung. So sehr, dass sie schon mal in ihrem neuen Szenenplan statt „Florian“ doch tatsächlich „Felix“ geschrieben hat. Peinlich, so etwas.

9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Hannah bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer/seiner Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
Hannah arbeitet gerade den Szenenplan ihres neuen Romans aus. Bis ein neues Buch in den Läden steht, müssen sich die Leser also noch ein wenig gedulden. Aber bis dahin gibt es noch ein paar Lesungen mit mir. Ich würde mich freuen, Euch dort zu sehen!

10. Ein herzliches Dankeschön an Felix für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin/dem Autor selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Felix gesagt wurde.
Ich muss gar nichts richtigstellen – Felix war ja höflich genug, Euch nicht zu erzählen, dass ich zu dem Tee auch immer viel zu viele Kekse esse, dass ich romantisch bis zum Rande des Kitsch sein kann, und dass ich mir gern Kochbücher kaufe und lese, dann aber nichts daraus koche. Das wird also nicht verraten!

Nur so viel: Wie Felix freue auch ich mich, wenn ich mal einige von Euch bei einer Lesung kennenlerne. Bis dahin liebe Grüße! 


Wer mehr über die Autorin erfahren möchte, kann sie auf ihrer Homepage besuchen. "Felix oder zehn Dinge, die ich an dir liebe" ist im Verlag Frankfurter Verlagsanstalt erschienen.
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