Donnerstag, 29. Oktober 2015

[REZENSION] Assassin's Creed - Bruderschaft (by Key)

http://www.paninicomics.de/assassins-creed-bruderschaft-i7068.html
Assassin's Creed 2 - Bruderschaft, Oliver Bowden
Panini Books, 2011
448 Seiten
Preis:  14, 95 €
ISBN: 

Klappentext:
Im Vorgängerband erfuhr der Leser, wie der junge Enzo zum erbarmungslosen Assassinen wurde und den Verrat an seiner Familie rächte. In Band 2 der Saga muss Enzo erneut in das Gewand des Racheengels schlüpfen, um die Mörder seines Onkels zur Strecke zu bringen. Unversehens gerät er dabei in das Visier der Tempelritter!

Dienstag, 27. Oktober 2015

[REZENSION] Schneewittchen - Luci van Org (by Key)

Schneewittchen und die Kunst des Tötens , Luci van Org
U-Line, 2015
144 Seiten
Preis:  TB 9,95 €
ISBN: 978-3-944154-32-9

Klappentext:
Es war einmal ein Mädchen mit Haut, so weiß, wie Schnee,
Lippen, so rot wie Blut,
Haaren, schwarz wie Ebenholz
… und einer ausgeprägten Vorliebe für BDSM

Und da gab es einen Jäger … der dieses Mädchen über alles liebte
… zum Glück ebenfalls mit einer ausgeprägten Vorliebe für BDSM und reichlich Erfahrung

… zumindest theoretisch, erworben am heimischen PC
Außerdem waren da eine Königin, ein Serienkiller, der obligatorische Glassarg und jede Menge Phobien in einem Berliner Souterrain…

Und es war einmal eine Autorin namens Luci van Org, die daraus eine Geschichte machte. Ganz oft zum Lachen. Und manchmal auch zum Weinen.

Etwaige Ähnlichkeiten oder Übereinstimmungen mit gewissen anderen, lebenden oder toten Personen aus einer gewissen anderen Geschichte waren dabei selbstverständlich nicht beabsichtigt und wären rein zufällig.

Spieglein, Spieglein an der Wand, welches ist das fesselndste Märchen im ganzen Land?

Sonntag, 25. Oktober 2015

[INTERVIEW] Hauke Holjansen über Andrea Klier


Andrea Klier

Hauke Holjansen spielt die Hauptrolle in der Ostfriesland-Krimi-Reihe von Andrea Klier.
Er hat dunkelblonde Haare, blaue Augen und liebt es, auf der Deichkrone spazierenzugehen und nachzudenken. Obwohl offen für vieles ist er ein nüchterner Mensch, und trotz seiner vorhandenen Intuition vertraut er lieber seinem messerscharfen Verstand.
In seinem ersten Fall, „Lazarusmorde“ agiert er noch als einfacher Kommissar, während er in  den Folgeromanen als Hauptkommissar ermittelt. Ihm zur Seite steht sein bester Freund und Kollege Sven Ohlbeck.
Über die Autorin zu reden, ist eigentlich nicht sein Stil, doch selbst einmal einem Verhör unterzogen zu werden, empfindet er als einen interessanten Perspektivenwechsel, deshalb lässt er sich darauf ein.

Die Luft ist stickig in dem kleinen Raum. Die einsame Arbeitsleuchte auf dem glatten Tisch strahlt direkt in sein Gesicht.

1. Was können Sie uns zu Andrea Klier sagen - los, was müssen wir wissen?
Sie ist keine einfache Persönlichkeit. Ein Motiv zum Schreiben hat sie seit dem elften Lebensjahr, wobei sie sich im Laufe der Zeit natürlich weiterentwickelt hat. Aber obwohl sie keine professionelle Ermittlerin ist, wie ich oder Sven, hat sie uns gegenüber einen Vorteil. Sie kann Situationen intuitiv richtig erfassen und behält in den kritischsten Lagen einen kühlen Kopf. Einzige Ausnahme, die ich bisher miterleben konnte, war der Ausfall des Internets während einer Lektoratsbesprechung. Sie werden verstehen, dass ich dazu, aus verständlichen Gründen, keine näheren Angaben mache. Dass sie als Hebamme beruflich begann, um dann heute in Verbrecherkreisen zu landen, mag den einen oder anderen erstaunen. Vielleicht lag es an ihren Jahren in Amerika, vielleicht aber auch an der Zeit in Ungarn. Genau lässt sich das nicht festmachen. Frei sein und doch sich selbst an Regeln halten. Bewundernswert!

2. Aha, Sie beneiden Andrea Klier also um etwas? Oder schlimmer, es gibt etwas, was Sie gar nicht leiden können? Wir haben also ein Motiv?
Wissen Sie, ich denke, das ist ihr Glaube an die Menschen oder genauer, an das Gute im Menschen. Ich persönlich habe da im Laufe meiner Ermittlungen andere Erfahrungen gemacht, aber wie gesagt, diese Frau ist in dieser Richtung unbelehrbar. Für ihr Fingerspitzengefühl und ihren Weitblick spricht selbstverständlich, dass sie mich und Sven als Ermittler ausgewählt hat, um die schwierigsten Fälle zu lösen. Aber ich muss auch einräumen, dass sie manchmal mitten in einer kritischen Situation die Tastatur beiseite schiebt, um nachzudenken. Das ist etwas, was ich gar nicht leiden kann.

3. Das hört sich so an, als würde Andrea Klier nicht ununterbrochen schreiben - was macht sie denn in dieser Zeit?
Wie gesagt, sie denkt nach. Nicht, wie ich, auf der Deichkrone, sondern indem sie spazieren geht, Tiere beobachtet oder einfach einen Kaffee trinkt. Und ihre Lesebegeisterung kann man schon beinahe als Sucht bezeichnen. Krimis, Liebesromane, von Georgette Heyer bis zu Agatha Christie, auch Fachbücher aller möglicher Art. Dabei findet sie auch noch Zeit, um leckere Kochrezepte auszuprobieren und die Familie, d.h. ihre Tochter und den Mann nicht zu vernachlässigen. Eine echte Herausforderung manchmal, und bei all dem bleibt sie stets geduldig. Wenn ich da an Maxi denke, die neueste Plage in meinem vierten Fall. Ich habe diese Ruhe nicht, aber sie hat eben auch die richtigen Vorbilder.

4. Ein Trittbrettfahrer? Welchem Vorbild eifert Andrea Klier nach? Ist das nur schriftstellerisch so, oder auch im »normalen« Leben?
Ein Trittbrettfahrer ist sie nicht und war sie auch nie gewesen. Ich glaube, das könnte sie gar nicht, selbst, wenn sie es wollte. Es widerspricht ihrem Naturell. Ihre Vorbilder sind Menschen, die andere Menschen akzeptieren, die bei Problemen nicht nur reden, sondern handeln und auch versuchen, etwas zu tun. Sie träumt von einer Welt, in der es ohne Gewalt abgeht. Sie selbst hält sich daran, wobei die harte Realität, besonders in Ostfriesland, dann von mir und Sven erledigt wird.

5. Gibt es Rituale, die Andrea Klier beim Schreiben anwendet? Hängt sie bestimmter ritualistischer Musik an, oder gibt es irgendwelche berauschende Nahrungsmittel, die stets griffbereit liegen müssen?
Ich habe oft darüber nachgedacht was ihr, wie Sie es nennen, Ritual sein könnte. Wenn sie es nicht vergisst, zündet sie vor dem Schreiben eine Kerze an.
Sie hat einmal gesagt, das Schlimmste ist der Anfang und vor einem leeren Bildschirm zu sitzen. Aber wie es dann kommt, dass nach Wochen harter Arbeit ein mehrere hundert Seiten langes Manuskript entstanden ist, erstaunt mich immer wieder. Leider gibt es keine Zeugen, die den Tathergang genauer beschreiben könnten, obwohl das gerade mich, als Betroffenen besonders interessieren würde.
Was Musik angeht, da hat sie ein etwas breiteres Spektrum. Angefangen von Klassikern wie Vivaldi, Beethoven über Lehár, Elster Silberflug, Reinhard Mey bis zu hierzulande noch recht unbekannten Interpreten wie Anni Lorak. Während des Schreibens braucht sie jedoch Ruhe.
Bei Nahrungsmitteln: Na ja, sie war dreißig Jahre lang Vegetarierin und ist aus Liebe zu den Tieren und der Achtung vor unseren fühlenden Mitgeschöpfen ganz vegan geworden. Trotzdem ist für sie gutes Essen ein wichtiger Aspekt des Tages. Berauschende Nahrungsmittel wären ein trockener Sherry oder ein gutes Glas Wein am Abend, wobei sie eindeutig den Wein aus der Chianti Gegend bevorzugt.

6. Wie kam Andrea Klier auf Ihre Spur?
Ich denke, es war, wie man so sagt, gleich Kontakt da. Es fing wohl in Emden an. Damals war ihre Tochter noch nicht geboren und sie verbrachte einmal mehrere Tage an der Nordsee.
An dem bewussten Tag machte sie einen Spaziergang am Strand, es war gerade Ebbe.
Sie muss wohl in Gedanken versunken gewesen sein, denn sie hat mich nicht gleich bemerkt. Erst als eine Gruppe von lachenden Touristen an ihr vorbeizog, sah sie auf und erkannte mich, wie ich gerade mit Laura telefonierte. Irgendwie muss ich sie wohl beeindruckt haben, und so  sind wir ein Team geworden. Jetzt stöbert sie die Fälle auf, und ich muss sie gemeinsam mit Sven lösen.

7. Wissen Sie, ob sie sich Ihre Opfer immer auf diese Weise aussucht, entstehen ihre Geschichten immer so?
Leider nicht, sonst hätten wir ja ein Muster und damit wäre sie als Täterin rasch überführt. Na ja, gewisse Grundmuster sind schon da, aber jeder Fall für sich ist doch wieder ganz anders, was die Sache für mich auch nicht leichter macht.

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Verhör mit Ihnen, was macht Sie so besonders für Andrea Klier?
Warum Sie das Verhör mit mir führen? Weil ich einfach neutral sein kann. Sie wäre bestimmt etwas zurückhaltender und Sie hätten nur einen Teil der Informationen erhalten, die Sie jetzt von mir bekommen haben.
Was mich so besonders für sie macht? Meine friesische Zurückhaltung verbietet mir darauf zu antworten. Nur so viel dazu: Sie mag mich, weil ich Intuition und Verstand miteinander vereine, und vielleicht sind wir uns innerlich doch ähnlicher als man vermuten könnte. Vielleicht, weil ich das tue, was sie gern tun würde. Sven ist da ähnlicher Ansicht. Aber ganz sicher kann man da nie sein.

9. Schauen wir uns doch einmal die Beweise an: Was wird sie als Nächstes tun? Woran arbeitet sie wohl gerade? Heckt sie einen Plan zur Ergreifung der Weltherrschaft aus? Wann werden wir neue Hinweise erhalten?
Geplant ist einiges, auch viele Krimis mit mir, und an dem nächsten arbeitet sie schon. Aber wenn sie dieses Verhörprotokoll liest, dann könnte es mir passieren, dass ich im nächsten Roman das Opfer werde.
Was die Ergreifung der Weltherrschaft angeht, ist sie nicht anders als der Rest der Welt. Natürlich will sie das, und ich glaube, sie wäre gar keine schlechte Weltherrscherin. Sie wäre streng aber gerecht. Und wenn es doch mal zu einem Verbrechen käme, dann hat sie ja mich und Sven, also keine Gefahr.

Knipst die Lampe aus und lehnt sich zurück ...

10. Ein herzliches Dankeschön an Hauptkommissar Hauke Holjansen für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Hauptkommissar Holjansen gesagt wurde.
Da Hauke sowieso immer das tut und sagt, was er für richtig hält, habe ich dem Verhör, zumindest, was mich betrifft, nichts mehr hinzuzufügen.

Es gibt nur noch eines zu erwähnen, und das betrifft Aumund, den Ort des Kommissariats von Hauke und Sven.
Aumund ist ein fiktives Städtchen in Ostfriesland, das ich zwischen Aurich und Großes Meer angesiedelt habe, und das in Wirklichkeit nicht existiert. Bis auf Aumund (zusammengesetzt aus Aurich und Wittmund) sind aber alle anderen im Roman beschriebenen Orte real, und genau dort, im echten und wirklichen Ostfriesland, spielt auch die Handlung.

Das wollte ich noch loswerden, und ich bedanke mich bei euch allen ganz herzlich für dieses originelle Interview und wünsche den Lesekatzen auch weiterhin viel Erfolg.


Wenn ihr mehr über die Autorin erfahren möchtet, besucht sie doch einmal auf ihrer Homepage. Die Ostfriesland-Krimi-Reihe erscheint im Klarant Verlag.

Samstag, 24. Oktober 2015

[REZENSION] Das Sauberschwein von Götz T. Heinrich (by Nana)

http://www.ifub-verlag.de/index.php/kinderkartonhaus2
Das Sauberschwein - Götz T. Heinrich (Illustration: Stefanie Kurt)
In Farbe und bunt, 2015
24 Seiten
Preis: 3,99 €
ISBN: 978-3-941864-85-6

Klappentext:
Ein kleines Ferkel gerät in den Regen und kann sich plötzlich nicht mehr schmutzig machen. Hilfe tut Not, denn ein Sauberschwein ist doch gar kein richtiges Schwein!




Donnerstag, 22. Oktober 2015

[REZENSION] Interworld - Neil Gaiman (by Key)

Interworld, Neil Gaiman & Michael Reaves
Arena Verlag, 2009
260 Seiten
Preis:   €
ISBN: 978-3401501307
Alter: 12

Klappentext:
Dass Joey Harker sich verläuft, ist nichts Besonderes. Doch eines Tages ist irgendetwas komplett durcheinandergeraten, als er endlich wieder nach Hause findet. Das Zimmer für seinen kleinen Bruder ist einfach nicht mehr da. Und als er seiner Mutter auf der Treppe begegnet, hat sie die falsche Augenfarbe. Aber das Schlimmste ist: Sie erkennt ihn gar nicht. Für Joey beginnt ein ganz neues Leben.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

[REZENSION] Die Augen des Iriden - Maja Loewe (by Valli)

Die Augen des Iriden, Maja Loewe
2015
Papierverzierer Verlag
400 Seiten
Preis: 
Buch: 14,95€
E-Book: 3,99€
ISBN:9783944544960

Inhalt: 
Tief unten in den Kellern des Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität Berlin werden bei einem Experiment alle ethischen Grenzen gesprengt. Ein Psychologe, ein Neurowissenschaftler und ein Historiker nutzen das Wissen einer geheimen Bruderschaft, um Bilder in manipulative Waffen zu verwandeln.

Der sechzehnjährige Henry wird in eine hochexplosive Geschichte verwickelt, die eng mit dem Geheimbund der Iriden aus der Zeit der Französischen Revolution verknüpft zu sein scheint, mit dem sein Vater sich wissenschaftlich beschäftigt hat. Und auch, dass Henry ein blaues und ein braunes Auge hat, scheint eine tiefere Bedeutung zu besitzen. In plötzlichen Tagträumen beginnt er in Bilder einzutauchen und ihre innersten Mechanismen zu erkennen. Gemeinsam mit seiner Chat-Freundin Valeska macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur, dass die Menschheit für immer verändern könnte.

Ein tiefsinniger Jugendroman in einer Action-geladenen Kulisse von Geheimbund und Verschwörungstheorien, dessen Abenteuer an mehr Orte führen, als diese Welt zu bieten hat.

»Richte deinen Verwandten aus, dass wir … über sie kommen werden wie eine biblische Plage. Überall wo Bilder entstehen, werden wir unsere Hände im Spiel haben. Die Macht über die Bilder bedeutet die Macht über die Welt.«

Sonntag, 18. Oktober 2015

[INTERVIEW] Jenny Bradfield über Sören Prescher



Sören Prescher

Jenny Bradfield ist ein in sich gekehrtes 16jähriges Mädchen, das in Boston zur High-School geht und während der Sommerferien mit ihren Eltern in die kleine Küstenstadt Milton reist. Sie befürchtet, an den langweiligsten Ort der Welt geraten zu sein, aber das ist, bevor sie den Außenseiter Tom kennenlernt und sich in ihn verliebt.
Als ich sie fragte, ob sie statt mir dieses Interview geben möchte, hat sie anfangs gezögert, weil so was Neuland für sie ist. Aber ich habe ihr gut zugeredet und gesagt, dass sie hier die Gelegenheit hat, über all die guten und vielleicht auch negativen Sachen unserer Zusammenarbeit zu erzählen. Ich glaube, diese Aussicht hat sie dann doch ziemlich schnell überzeugt.

Willkommen, nimm Platz *Küsschen, Küsschen* bitte bedien' dich doch an den Keksen und der Milch. Und wenn wir fertig sind, zeige ich dir meine Schuhsammlung – wenn das kein Anreiz ist?



1. Stell uns Sören Prescher doch erst einmal kurz vor.
Sören hat Frau und Kinder, ist 37 Jahre alt und damit eigentlich schon steinalt. Aber das Alter sieht man ihm nicht an, er ist immer noch zu albernen Scherzen aufgelegt und verhält sich auch sonst nicht immer wie der typische Erwachsene. Wie meine Eltern zum Beispiel. Im Vergleich zu ihm kommen sie mir deutlich älter vor.

Und Schuhe? Liebt er Schuhe?
Haha … guter Witz. Schuhe und Mode spielen bei ihm eine ziemlich untergeordnete Rolle. Solang die Sachen sauber sind und passen, scheint ihm alles andere nicht so wichtig zu sein. Ein typischer Mann eben.
 
2. Was denkst du über Sören Prescher, wie findest du ihn? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihm findest, wofür du ihn beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Ich bewundere ihn für seine besonnene Art. Während ich in mancher Situation kurz vor dem Durchdrehen stehe, bleibt er ruhig und gelassen. Wenn es mir nicht so gut geht, hat er stets ein offenes Ohr und schafft es in der Regel schnell, mich aufzumuntern. Auszusetzen an ihm habe ich eigentlich gar nichts.

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihm, was tut er, wenn er nicht schreibt?
So wie viel Zeit verbringen wir gar nicht miteinander. Er lebt in Nürnberg und ich in Boston. Das liegt nicht gerade um die Ecke. Aber wir tauschen viele E-Mails aus und telefonieren regelmäßig.
Wenn Sören nicht schreibt, kümmert er sich um seine Familie. Seine vier Kinder halten ihn ordentlich auf Trab. Aber wenn er mal nicht arbeitet oder der Nachwuchs bei der Oma ist, geht er gern mit seiner Frau essen und ins Kino. Auch von Konzerten schwärmt er mir immer wieder vor.
 
4. Hat er ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben? Und wie sieht es mit dem Kleiderschrank aus, ist er ordentlich?
Er bewundert Schriftsteller wie Stephen King und Andreas Eschbach. Kurioserweise aber auch Musiker wie Bruce Springsteen oder Ryan Adams – was sich im ersten Moment komisch anhört. Aber bei näherer Betrachtung sind das ebenfalls Leute, die schreiben und was zu erzählen haben. Ich glaube, wäre er nicht Autor geworden, würde er was mit Musik machen. Das Künstlerische liegt ihm einfach im Blut.
Entsprechend sieht es aber auch in seinem Kleiderschrank aus. Er versucht zwar Ordnung zu halten, trotzdem sieht es manchmal recht chaotisch aus.

5. Gibt es Rituale, die Sören Prescher beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Gelegentlich nascht er beim Schreiben Nüsse oder Weingummis, aber als Ritual würde ich das nicht bezeichnen. In der Regel dudelt immer Musik in seiner Nähe. Manchmal laut, manchmal leise. Nur auf Deutsch darf es nicht sein, weil er sich dann nicht konzentrieren kann.

6. Wie hast du ihn kennengelernt? Details, wir brauchen Details...
Das war in einer Bar in Boston. Meine Freundin Eileen hatte mich versetzt und ich war so sehr in Gedanken vertieft, dass ich buchstäblich über ihn gestolpert bin. So kamen wir ins Gespräch und haben dann mehrere Stunden lang geredet. Bei ihm hatte ich gleich von Anfang an das Gefühl von Vertrautheit.

7. Weißt du, ob es bei ihm immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Soweit ich weiß, spricht er normalerweise nicht einfach wildfremde Leute in Bars an. Sören ist verheiratet und hat nur Augen für seine Frau. Aber durch seine Arbeit als Autor ist er viel unterwegs und kommt mit den Menschen ins Gespräch. Wenn da jemand was Interessantes zu erzählen hat, hat er gern ein offenes Ohr.

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Sören Prescher so besonders?
Das ist eine gute Frage. Er meinte, es geht um seinen Liebesroman „Momentaufnahme“ und da ich die Hauptperson darin bin, wäre es am besten, wenn ich die Fragen dazu beantworte. Im Grunde genommen hat er damit ja Recht. Ich weiß am besten, was sich während meines Urlaubs in Milton wann wie wo abgespielt hat. Ich muss nur aufpassen, dass ich nicht zu sehr von meinem geliebten Tom schwärme. An ihn denke ich nämlich pausenlos.

9. Werfen wir doch mal einen Blick ins Lifestyle Magazine: Welche neuen Trends wird Sören Prescher hervorbringen? An welchen Designerstücken wird aktuell gearbeitet? Wann dürfen wir ihn wieder auf dem roten Teppich bewundern? Und ganz wichtig: WER wird ihn auf dem roten Teppich begleiten?
Er hat seine Finger immer an mehreren Projekten gleichzeitig. Aber was genau? Darin hüllt er sich in Schweigen, bis alles fertig ist. In den kommenden Monaten soll auf jeden Fall der zweite Teil seines Mysteryromans „Marty 2“ erscheinen. Darauf bin ich schon sehr gespannt. Die Geschichte spielt ja in den USA, quasi bei mir um die Ecke, und ist so megaspannend, dass ich kaum erwarten kann, zu erfahren, wie es weitergeht.
Außerdem hat er noch einen zweiteiligen Horrorroman namens „Die Wurzeln des Bösen“ in der Pipeline, den er zusammen mit Tobias Bachmann geschrieben hat. Ich habe in die Bücher mal reingelesen. Puh … da geht es ordentlich zur Sache.

10. Ein herzliches Dankeschön an Jenny Bradfield für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich dem Autor selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Jenny gesagt wurde.
Vielen Dank für die Gelegenheit. Jenny hat das allerdings so toll gemeistert, dass ich absolut nichts richtigzustellen habe. Ich möchte nur die Gelegenheit nutzen, ihr nochmals dafür zu danken, dass sie mir so sehr ihr Herz ausgeschüttet hat. Ohne das wäre der Liebesroman „Momentaufnahme“ wohl nicht halb so berührend geworden. Ich kann die Geschichte nur jedem wärmstens empfehlen.


Wer mehr über den Autoren erfahren möchte, sollte ihn eimal auf seiner Homepage oder seiner Facebookseite besuchen. Der Roman "Momentaufnahme" ist im Oldigor Verlag erschienen. Die Dilogien "Marty" und "Die Wurzeln des Bösen" erscheinen im rouven-finn Verlag.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...