Sonntag, 29. November 2015

[INTERVIEW] Julia Kern über Martin Barkawitz




Martin Barkawitz
Julia Kern ist die Hauptfigur in dem Ostfriesland Thriller „Das Armenhaus“ von Martin Barkawitz. Sie stammt aus München, arbeitet als Web-Designerin und hat leider ein Faible für Bad Boys. Julia ist zwar noch jung, hat aber schon sehr viel Lebenserfahrung, positive ebenso wie negative. Vor allem an Letzterer herrscht bei ihr kein Mangel …

Die Luft ist stickig in dem kleinen Raum. Die einsame Arbeitsleuchte auf dem glatten Tisch strahlt direkt in ihr Gesicht.

1. Was können Sie uns zu Martin Barkawitz sagen - los, was müssen wir wissen?
Er ist eine Art männlicher Drama Queen. Ich würde mir für mich selbst nicht sehnlicher wünschen als ein ruhiges und beschauliches Leben. Ich bin sogar vor der Bedrohung geflohen, um endlich meine Ruhe zu haben. Und war macht er? Barkawitz lässt mich vom Regen in die Traufe geraten.
Schuldbewusstsein? Fehlanzeige! Seine Nerven möchte ich habe … allerdings bin ich nicht die einzige Romanfigur, mit der er so umspringt.
  
2. Aha, Sie beneiden Martin Barkawitz also um etwas? Oder schlimmer, es gibt etwas, was Sie gar nicht leiden können? Wir haben also ein Motiv?
Wenn Sie das so nennen wollen – Ja, um seine Beharrlichkeit beneide ich ihn. Immerhin treibt er seit 1997 ununterbrochen sein Unwesen. Schon in seinem allerersten Roman gab es jede Menge tödlicher Bedrohungen, das war „Kugeln für die Country Queen“.
Und was ich gar nicht mag? Seine Abneigung gegen anspruchsvolle Literatur, über die er sich bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit lustig macht. Ich meine, ein wenig Bildung könnte ihm selbst auch nicht schaden.
Was das Motiv angeht – ich bin bestimmt nicht die Einzige, die eines hat. Er bringt seine Protagonisten dauernd in Lebensgefahr, egal, ob er nun aktuell gerade Krimi, Western, Fantasy oder Abenteuer schreibt. Das ist doch schon pathologisch, oder?

3. Das hört sich so an, als würde Martin Barkawitz nicht ununterbrochen schreiben - was macht er denn in dieser Zeit?
Gut beobachtet – Barkawitz schreibt schnell, allerdings nichts aus Fleiß, sondern aus Faulheit. Dann hat er nämlich genug Zeit für seinen heißgeliebten Kampfsport. Er trainiert Degenfechten und fährt dauernd zu irgendwelchen Wettkämpfen – aber das ist bestimmt nur ein Vorwand, um sich nach der Siegerehrung einen hinter die Binde gießen zu können.

4. Ein Trittbrettfahrer? Welchem Vorbild eifert Martin Barkawitz nach? Ist das nur schriftstellerisch so, oder auch im »normalen« Leben?
Seine erklärten Vorbilder beim Schreiben sind Karl May und Helmut Rellergerd, der Schöpfer von Geisterjäger John Sinclair. Im normalen Leben? Keine Ahnung – was ist bei diesem Typen schon normal?

5. Gibt es Rituale, die Martin Barkawitz beim Schreiben anwendet? Hängt er bestimmter ritualistischer Musik an, oder gibt es irgendwelche berauschende Nahrungsmittel, die stets griffbereit liegen müssen?
Barkawitz konsumiert beim Schreiben vorzugsweise Kaffee. Ansonsten schreibt er praktisch überall: In seinem Arbeitszimmer, im Zug, im Café, das spielt für ihn überhaupt keine Rolle.

6. Wie kam Martin Barkawitz auf Ihre Spur?
Er wollte einen unheimlichen Thriller schreiben, der in einem ehemaligen Armenhaus in Ostfriesland spielt. Das Gebäude, in dem er das Drama um meine Person abspult, gibt es tatsächlich. Es liegt in der Gemeinde Groß Midlum, unweit von Emden.  Barkawitz brauchte eine Protagonistin, die verzweifelt genug war, in einer völlig fremden Umgebung von Neuem anfangen zu müssen. So stieß er auf mich.

7. Wissen Sie, ob er sich seine Opfer immer auf diese Weise aussucht, entstehen seine Geschichten immer so?
Nein, „Das Armenhaus“ war eher untypisch für ihn, aber das ist auch kein Trost. Meistens erfindet er seine Storys komplett, ohne allzu viele Bezugspunkte zur Realität zu haben. Aber er stattet seine Protagonistinnen meistens besser aus als mich: Sie können schießen, fechten, reiten oder boxen. Naja, mir hat er immerhin eine treue Hündin an die Seite gestellt. Es hätte also noch schlimmer kommen können.

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Verhör mit Ihnen, was macht Sie so besonders für Martin Barkawitz?
Weil ich die Einzige bin, ohne die sich die Romanhandlung von „Das Armenhaus“ überhaupt nicht hätte entwickeln können! Es klingt anmaßend, aber wenn ich nicht gewesen wäre, dann hätte es den Mord im Armenhaus vermutlich niemals gegeben – dann wäre aber auch eine neunzig Jahre zurückliegende Bluttat niemals aufgeklärt worden. Jetzt habe ich aber schon beinahe zu viel verraten …

9. Schauen wir uns doch einmal die Beweise an: Was wird er als Nächstes tun? Woran arbeitet er wohl gerade? Heckt er einen Plan zur Ergreifung der Weltherrschaft aus? Wann werden wir neue Hinweise erhalten?
Barkawitz‘ neueste Missetat ist ein Horror-Roman mit dem Titel „Die Blutmühle“. Diesmal geht es zurück in die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg. Es dreht sich wieder einmal um ein düsteres Geheimnis. Und so wie ich Barkawitz kenne, kommen darin wieder jede Menge Sex und Gewalt vor. Einfach abscheulich, dieser Kerl!

Knipst die Lampe aus und lehnt sich zurück ...

10. Ein herzliches Dankeschön an Julia Kern für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich dem Autor selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Julia Kern gesagt wurde.
Ich fürchte, ich bin leicht zu durchschauen ;-)
Nein, Julia hat nichts Falsches über mich behauptet. Aber  zu meiner Verteidigung muss ich gestehen, dass ich hauptsächlich schreibe, um mich selbst zu unterhalten. Das bedeutet also: Bevor meine Romanhandlung langweilig wird, lasse ich lieber die Kuh fliegen, ein paar Autos explodieren, oder – wie Raymond Chandler sagte: In writing a novel, when in doubt, have two guys come through the door with guns.




Mehr über den Autoren erfahrt ihr auf seiner Homepage, seinem Twitterprofil und seinem Facebookprofil. Der Roman „Das Armenhaus“ ist im Bookshouse Verlag erschienen. Der Roman „Blutmühle“ erscheint im Rouven-Finn-Verlag.

Samstag, 28. November 2015

[Adventskalender] Übersicht



So, für alle, die von den Coverschnipseln *leicht* erschlagen sind, haben wir hier noch einmal aufgelistet, an wen ein ganz großes Danke von unserer Seite geht und wen ihr alles hinter den Türchen des Adventskalenders findet.

Dank der Verlage



und der Autoren





verstecken sich in unserem diesjährigen Kalender 58 Bücher!


Außerdem gibt es zusätzlich diverse Goodies von


Wollt ihr mal sehen?





Upps, das waren wohl ein paar zu viele, um sie ordentlich aufs Foto zu bekommen. ;)
Aber keine Angst, auf der Adventskalenderseite könnt ihr sie euch dann noch einmal ganz genau ansehen.

[Adventskalender] Die letzten Hinweise

Um euch die Wartezeit auf den 1. Dezember zu versüßen, wollen wir euch im November schon ein wenig darauf vorbereiten, was euch Tolles hinter den einzelnen Türchen erwarten wird...



Ein letztes Mal, bevor ihr das erste Türchen öffnen dürft, haben wir sieben Schnipsel für euch:



Dieses Mal sind die Bücher von den Verlagen Arunya, Beltz & Gelberg, books2read, Kopfkino, PIPER und Romance Edition.










Freitag, 27. November 2015

[Rezension] Chase: Jagd auf die stumme Dichterin - Thomas Dellenbusch

Chase: Jagd auf die stumme Dichterin - Thomas Dellenbusch
KopfKino Verlag, 2015
Taschenbuch, 116 Seiten: 6,95 €
eBook  1,99€
Hörbuch, 2 Stunden 36 Minuten: 5,54 €
ISBN: 978-3981698701

Klappentext:
Enrique "Rique" Allmers ist Inhaber eines Hamburger Security Unternehmens. Als ihn am Fischmarkt eine junge Frau umrennt, beschützt er sie vor ihren Verfolgern. Die beiden fliehen, aber man ist ihnen schon mit Verstärkung auf den Fersen. Rique weiß nicht, wer sie ist oder wer ihre Verfolger sind. Auch weiß er nicht, warum man hinter ihr her ist. Denn sie spricht nicht mit ihm ...

Mittwoch, 25. November 2015

[Adventskalender] Wir haben noch mehr ...

lesekatzen-gewinnspiel.weebly.com
Um euch die Wartezeit auf den 1. Dezember zu versüßen, wollen wir euch im November schon ein wenig darauf vorbereiten, was euch Tolles hinter den einzelnen Türchen erwarten wird...

Nein, wir sind noch nicht fertig, hier haben wir noch einmal sechs Coverschnipsel für euch:






Heute verstecken sich hier Bücher von Dryas Verlag, Drachenmond Verlag, KopfKino Verlag, MIRA Taschenbuch und der Verlagsgruppe Oetinger.
















Sonntag, 22. November 2015

[INTERVIEW] Jessa Montgomery über Sophia Rudolph



Sophia Rudolph
Jessa ist eine Nachfahrin der sagenumwobenen Salem-Hexen. Seit dem Tod ihrer Eltern lebt sie bei ihrer Tante und ihrer Cousine – ebenfalls Hexen. Jessas 21. Geburtstag steht kurz bevor. Ein besonderes Ereignis für eine Hexe wie sie bald herausfindet und für den ein alter Pakt und ein äußerst heißer Werwolf nicht ganz unwichtig sind …

Willkommen, nimm Platz *Küsschen, Küsschen* bitte bedien dich doch an den Keksen und der Milch. Und wenn wir fertig sind, zeige ich dir meine Schuhsammlung – wenn das kein Anreiz ist?

Oh, Kekse! Ich liebe Kekse … *wirft einen kurzen Blick auf ihre Hüften* Gut, das ist jetzt keine große Überraschung, was? Vielleicht sollte ich lieber nicht … oder nur einen kleinen …

1. Stell uns Sophia Rudolph doch erst einmal kurz vor.
Wollen wir wirklich nicht lieber über mich reden? Ich meine, ich bin diejenige, die zaubern kann. Nein? Na gut. *seufzt* Also, was gibt es über Sophia denn so zu erzählen … sie schreibt viel und das ausschließlich für Erwachsene. Aber das wisst ihr ja schon. Sie verreist außerdem sehr gern und lernt neue Länder kennen oder kehrt in die zurück, die ihr besonders gut gefallen haben.

Und Schuhe? Liebt sie Schuhe?
Sie läuft tatsächlich die meiste Zeit barfuß herum. Sogar im Winter und draußen! Jemand sollte mal nachforschen, ob unter ihren Vorfahren nicht der ein oder andere Werwolf war.

2. Was denkst du über Sophia, wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Ihre Eltern leben noch, darum beneide ich sie wirklich. Gut, dafür kann sie nicht hexen, ich glaube, darum beneidet sie mich und hey, wer würde das nicht? Magie ist super!

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
Na ja, sie schreibt ja nicht hauptsächlich. In erster Linie geht sie arbeiten, das Schreiben erledigt sie in ihrer Freizeit. Ansonsten liest sie recht viel oder spielt am Computer. Oh, und backen gehört auch zu ihren Freizeitbeschäftigungen. Ich warte ja noch darauf, dass sie auch zu meinem Buch ein Cupcake backt. *trommelt mit den Fingernägeln auf dem Tisch*

4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben? Und wie sieht es mit dem Kleiderschrank aus, ist er ordentlich?
Ich glaube nicht, ich wüsste zumindest von niemandem, den sie ihr Vorbild nennt. Und ihr Kleiderschrank … oje, nein, ordentlich ist der nicht wirklich. Ihr Schreibtisch aber auch nicht oder ihr Wohnzimmertisch oder ihr Esstisch … also, ganz ehrlich, sie ist nicht die Ordentlichste.

5. Gibt es Rituale, die Sophia beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Als ich sie das erste Mal beim Schreiben beobachtet habe, dachte ich wirklich, dass sie ein Ritual vollzieht. Als erstes zündet sie nämlich eine Kerze an. Duftkerzen, wie ich dann schnell merkte. Sie hat eine ganze Sammlung davon. Schokolade muss auch immer griffbereit stehen.
6. Wie hast du sie kennengelernt? Details, wir brauchen Details...
Sie wollte einen Roman mit Fantasyeinschlag schreiben, da habe ich mich ihr direkt mal vorgestellt. Es wird nämlich höchste Zeit, dass mich jemand aus dem Haus meiner Tante rausbringt! Und ich muss sagen, Sophia hat mich nicht enttäuscht. Als sie mir Quinn vorstellte, hätte ich sie knutschen können. Ich hab mich dann aber doch dazu entschlossen, das stattdessen lieber gleich mit meinem sexy Werwolf zu machen. *Ein breites Grinsen legt sich über Jessas Gesicht und es dauert ein wenig, ehe wir unser Interview fortsetzen können*

7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Das ist schwer zu sagen, ich glaube aber, es lief bei den anderen ein wenig anders, da sie da keine bestimmte Vorgabe an sich selbst hatte, wie bei mir mit der Fantasy.

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Sophia so besonders?
Hallo? Hört ihr denn nicht zu? Ich bin ihr bisher einziger Ausflug ins fantastische Genre. Alle anderen Romane von ihr sind … normal. Ich bin die einzige ihrer Figuren, die hexen kann und einen Werwolf an die Seite gestellt bekommt. Ist das nicht besonders genug?

9. Werfen wir doch mal einen Blick ins Lifestyle Magazine: Welche neuen Trends wird sie hervorbringen? An welchen Designerstücken wird aktuell gearbeitet? Wann dürfen wir sie wieder auf dem roten Teppich bewundern? Und ganz wichtig: WER wird sie auf dem roten Teppich begleiten?
Oje, habt ihr ein wenig Zeit mitgebracht? Dieses Jahr stehen noch zwei Romane auf Sophias Abgabeliste: „Die Maske der Venus“ spielt in Italien, wo eine eher unfreiwillige Trauzeugin auf der mehrtägigen Hochzeitsfeier ihrer besten Freundin einige spannende Nächte mit dem Bruder des Bräutigams verbringt – ihm aber nicht verrät, wer sie selbst ist. Der Roman erscheint nächstes Jahr bei Elysion Books, in dem auch ihr Debüt „Blinde Leidenschaften“ dieses Jahr erschien. Davon gibt es übrigens zwei Fortsetzungen, an die sie sich nächstes Jahr setzt.
„Das Gelübde“ ist ein historischer erotischer Liebesroman, der 2016 bei Bookshouse erscheint. Der Roman spielt in Schottland und England im 19. Jahrhundert und zeigt, wie ernst man das Ehegelübde – vor allem dem Teil mit dem „Gehorchen“ – nehmen sollte.
Wer Sophia auf dem roten Teppich begleiten sollte? Mhm, ich würde ja jemanden wie Alexander Skarsgard vorschlagen, oder Gerard Butler? Hugh Jackman wäre auch eine Alternative …. Oh, ihr wolltet wohl wissen, wen sie sich aussuchen würde? Tja, da müsst ihr sie schon selbst fragen.

10. Ein herzliches Dankeschön an Jessa für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Jessa gesagt wurde.
Vielen Dank für das Interview und auch vielen Dank an Jessa, dafür, dass sie sich den Fragen gestellt hat. Ich habe tatsächlich nichts zu korrigieren und ich muss sagen, ihre Vorschläge für die Red-Carpet-Begleitung … ja, doch, die gefallen mir auch ganz gut. *g*


Mehr über die Autorin erfährt man auf ihrer Homepage oder ihrer Facebook-Fanseite. Auch auf Booklikes kann man sie finden. „Moon of Witchcraft“ ist im Oldigor Verlag erschienen. Mehr über die weiteren Romane, die Jessa in Frage 9 nennt, erfährt man außerdem auf den Verlagsseiten von Bookshouse und Elysion Books.

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