Sonntag, 31. Januar 2016

[INTERVIEW] Maxine Mayer über Lea Petersen




Also, eure Interviewpartnerin ist Maxine Mayer. Sie ist die weibliche Hauptprotagonistin in meinen eBook-Bestsellern "The Playlist" und "The Playlist 2". Sie ist ein üppiges Prachtweib par excellence - selbstbewusst trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer prallen Kurven? Maxine stammt aus Berlin und ist die Tochter einer Deutschen und eines U.S. Soldaten. In Berlin hat sie gerade die Enttäuschung ihres Lebens hinter sich gebracht und bricht aufgrund eines Jobangebots ihre Zelte ab. Sie lässt sich nicht unterkriegen und legt eine ordentliche Portion Humor an den Tag. Weltoffen und sprachgewandt lebt sie ihr Leben, das für sie in New York City eine prickelnd erregende Überraschung bereit hält.

Willkommen, nimm Platz *Küsschen, Küsschen* bitte bedien dich doch an den Keksen und der Milch. Und wenn wir fertig sind, zeige ich dir meine Schuhsammlung – wenn das kein Anreiz ist?

1. Stell uns Lea Petersen doch erst einmal kurz vor.
Lea lebt, liebt und lacht mit ihrer verrückten, aber liebenswerten Familie in der Mitte Deutschlands. Sie ist selbst ein bisschen crazy und manche Leute finden sie einfach zu laut. Aber sie hat schon lange aufgegeben „everybody’s darling“ sein zu wollen.

Und Schuhe? Liebt sie Schuhe?
Oh jaaaa! Besonders High Heels!

2. Was denkst du über Lea, wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Ich finde es toll, dass sie für ihre Freunde da ist - dafür lässt sie im Notfall auch schon mal alles stehen und liegen. Sie lacht sehr gerne und oft. Leider neigt sie zum Leidwesen ihrer sehr ordentlichen Tochter dazu, in sämtlichen Räumen ein kreatives Chaos zu hinterlassen.

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
Im Moment verbringt sie so gut wie ihre ganze Freizeit mit dem Autorendasein. Kleine Auszeiten gönnt sie sich mit ihrer Tochter auf der Couch (Montagsabens ein absolutes Serien-MUSS: Castle und donnerstags: Criminal Minds) oder mit spontanen Kinobesuchen (inklusive Popcorn und/oder Nachos!!!)

4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben? Und wie sieht es mit dem Kleiderschrank aus, ist er ordentlich?
So ein wirkliches Vorbild hat sie nicht, aber sie findet Personen toll, die es schaffen, entgegen aller Widerstände ihren Weg zu gehen. So eine Person ist für sie z. B. Tess Holiday (Model) oder der Schriftsteller Edgar Rice Burroughs, der fast am Leben gescheitert, noch spät seinen Erfolg als Schriftsteller erleben konnte.
Und zu ihrem Kleiderschrank: Der versinkt nicht ganz in dem üblichen kreativen Chaos, aber ein Schmuckstück ist er auch nicht.

5. Gibt es Rituale, die Lea  beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Sie liebt die Stille (wahrscheinlich weil sie selbst so ein verrücktes Huhn ist!). Sie schreibt entweder ganz früh oder sehr spät. Und OHNE Kaffee geht gar nix!!! Den inhaliert sie in allen Variationen: von Espresso über Filterkaffee bis zum Latte macchiato.

6. Wie hast du sie kennengelernt? Details, wir brauchen Details...
Ich bin eines Tages in ihre Gedanken geschlüpft. Ich kann dir sagen, da war es ganz schön voll! So viele verschiedene Typen Menschen, die sich da rumtreiben. Alle sprachen durcheinander. Aber irgendwann habe ich es geschafft und Lea hat endlich mir zugehört. Und dann hat sie wie eine Wilde in die Tasten gehauen … ich habe dann ja auch noch so einen verdammt heißen Co-Protagonisten im Schlepptau gehabt. Da konnte sie natürlich nicht widerstehen.

7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Ich weiß, dass es bis jetzt immer so bei ihr abläuft. Und ich kann dir sagen, da sind noch ein paar Leute in ihren Gedanken unterwegs. Könnte noch heiß werden. Und da gibt es ein Pärchen - oh Mann - mit deren Geschichte hat sie schon vier Bücher geschrieben! Die beiden quatschen aber auch ununterbrochen!!!

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Lea so besonders?
Sie hat mir sehr gut zugehört - ich bin sowas wie eine gute Freundin geworden. Sie mag mich, weil ich so bin, wie ich bin.

9. Werfen wir doch mal einen Blick ins Lifestyle Magazine: Welche neuen Trends wird sie hervorbringen? An welchen Designerstücken wird aktuell gearbeitet? Wann dürfen wir sie wieder auf dem roten Teppich bewundern? Und ganz wichtig: WER wird sie auf dem roten Teppich begleiten?
Neue Trends? Designerstücke? Wir sind doch alle Designerstücke!!! Sie schreibt wie ihre Autorenfreundin Leocardia Sommer über üppige Prachtweiber – ist das vielleicht ein Trend? Und wer sie begleitet, wenn sie denn mal zu einem roten Teppich-Event eingeladen wird? Nun, sie steht ja total auf Männer mit Glatze und dem gewissen Etwas. Da gäbe es den einen oder anderen, den sie sich an ihrer Seite vorstellen könnte. Aber Psssssssssssssst! Ich habe nichts verraten!!!

10. Ein herzliches Dankeschön an Maxine für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Maxine gesagt wurde.
Maxine hat das ganz gut gemeistert. War ja ihr erstes Interview! Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für sie genommen habt.


Wenn ihr mehr über die Autorin erfahren wollt, besucht sie auf ihrer Homepage oder ihrer Facebookseite. Die Romane „The Playlist“ und „The Playlist 2“ sind im Klarant Verlag erschienen.

Dienstag, 26. Januar 2016

[REZENSION] Das Buch ohne Namen - Anonymus (by Key)

Das Buch ohne Namen, Anonymus
Bastei Lübbe, 2010
447 Seiten
Preis:  8,99 €
ISBN: 978-3-404-16516-2

Klappentext:
Zwielichtige Gestalten beherrschen die Straßen von Santa Mondega – der vermutlich einzigen Stadt der Welt, in deren Bars man nichr rauchen darf, sondern muss. Eine Sonnenfinsternis wird dieses gottverlassene Fleckchen Erde bald in völlige Dunkelheit tauchen und dann wird Blut fließen. Mehr Blut als sich irgendjemand vorstellen kann. Denn ein Fremder ist in der Stadt: The Bourbon Kid.


Meine Meinung

"Dich kann man echt nirgendwohin mitnehmen."

Wacht ihr auch manchmal auf und habt keine Ahnung was ihr gestern Abend getan habt? Aber ihr wundert euch wieso eure Zunge so pelzig ist? Dann habt ihr wohl einen Kater mit Filmriss. Gut, dass die meisten Menschen dann einfach in einen komatösen Zustand fallen. Anders Bourbon Kid in Santa Mondega. Wenn der sich nämlich 'nen Bourbon bestellt ist danach die halbe Stadt massakriert. So geschehen vor 5 Jahren. Einziger Überlebender der Barmann Sanchez der Tapioca Bar. Auch dieses Mal wird es wieder blutig werden, auch wenn alle Welt glaubt, dass der Bourbon Kid beim letzten Mal getötet worden ist.

Und mit alle Welt meine ich diverse Kopfgeldjäger wie: Jefe oder Elvis; Gangsterboss El Santino und seine Handlanger; Kleinganoven wie ‚das Wiesel‘ und Dante mit Kacy; Vampire, professionelle Armdrücker, Mönche und die Ermittler: Somers und Jensen. Ach ja und eine Vogelscheuche und der Deckenventilator. Aber hinter Bourbon Kid sind die alle gar nicht her, die wollen einen Stein. Angeblich kann das Ding nämlich den Mond anhalten und passenderweise soll das passieren, wenn dieser gerade eine Sonnenfinsternis verursacht.


"Zu schreiben, die Menge drehte durch, wäre eine Untertreibung."

Und das alles hat auch gar nichts mit dem Titelgebenden Buch ohne Namen zu tun. Nur eins ist klar: Wer dieses Buch liest, wird sterben.
Das wir also nicht in einem Krimi sind, obwohl es eine ungelöste Mordserie gibt, wird spätestens dann klar, wenn der Ermittler für Übernatürliches ins Spiel kommt. Wir sind aber auch nicht in der klassischen Fantasy, nur weil es Vampire geben soll, über die man allerdings noch nichts so richtig weiß. Und das eine Mädchen in der anderen Bar, die zwecks Demonstration einfach über den Haufen geschossen wurde soll auch angeblich ein völlig unbeteiligter und darüber hinaus unschuldiger Werwolf gewesen sein. Und da sie zu Staub zerbröselt, lässt sich das nun nicht mehr überprüfen.

Die Atmosphäre des Buches verschlägt uns in eine verrauchte, heiße, sich mexikanisch anfühlende Gegend Amerikas. Dreckig und zwielichtig, oder wie es das Buch selbst sagt: rau. Ein Indikator dafür wie gefährlich dein Gegenüber ist, wie rau dessen Stimme sich anhört. Oder schlichtweg wie viele Schimpfworte er benutzt. Auf jeder vierten Seite gibt es „Scheiße“. Hier fliegen die Fetzen, werden Zungen heraus gerissen und Leute mit nicht weniger als hundert Kugeln erschossen. Hört sich nicht nur an wie ein Tarantino, könnte glatt einer werden.


"Es wäre eine Untertreibung zu schreiben, dass(...)."

Ich muss schon wieder gestehen, dass ich diese Serie hinten angefangen habe. Deswegen habe ich die Chance genutzt an einer Leserunde teilzunehmen um vorne weiterzumachen. Leider muss ich sagen, die ersten Szenen sind grandios. Voller Witz und Stil - bis hin zum erwähnten Deckenventilator. Über das ganze Buch hinweg hat man das Gefühl immer auf der Spur zu sein und mitzuraten wer hier wer ist, wen umgebracht hat und was will. Am Ende kommt es aber anders. Allerdings nimmt die Geschichte zum Showdown schon beinah zu viel Fahrt auf und lässt viel, von dem was am Anfang maßgeblich für Stimmung sorgt, liegen.


Fazit

"Was zur Hölle war nur aus der Welt geworden,
wenn Papa Schlumpf nicht mehr über die Straße gehen kann,
ohne von wütenden Nonnen zusammengeschlagen zu werden
?
"

Nicht jedermanns Geschmack. Was das genau ist kann ich gar nicht sagen, aber ich weiß was es nicht ist. Es ist jedenfalls keine Romanze. Und einen Helden sucht man auch vergeblich. Hier wird mehr der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben und Mitleid ist optional. Das einzige was hier schön ist, ist der gelbe Cadillac und das CatWoman Kostüm zum FinsternisFest. Das hat schon was von diesen ‚Noir‘ Filmen. Und neben dem Dreh- und Angelpunkt der Bar, stellt die einzige Konstante und klar zuordnenbare Person Sanchez dar. Darüber hinaus sagt hier wohl nur einer in der ganzen Stadt die Wahrheit und das dürfte dann der indirekt erwähnte Kostümverleiher sein. Ansonsten sollte man niemandem in diesem Werk glauben.

Ein riesiges Plus für den markanten Humor (zum Wasser trinken in die
Olé au lait-Kaffeebar) und all die Querflieger in Sachen Film und Fernsehwelt (u.a. StarWars, Mork vom Ork). Ein Minus für die zum Teil dann am Ende schluderig wirkenden Herleitungen und Aufklärungen die mir persönlich ein wenig ins unlogische abglitten, wobei ansonsten alles optimal Häppchenweise vorgelegt worden war. Ich freue mich auf den nächsten Teil.

Meinem Urteil werfe ich einen Kaffeepott hinterher.



PS: Es wird mir zu wenig geraucht in der Bar.
 
Titel in der Serie
Das Buch ohne Namen
Das Buch ohne Staben
Das Buch ohne Gnade
Das Buch des Todes

Hinweis
Leserunde auf Lovelybooks zu Teil 2

Sonntag, 24. Januar 2016

[INTERVIEW] Lucie über Alessandra Reß



Alessandra Reß
Hallo ihr da draußen. Ich heiße Lucie, bin 17 Jahre alt und gehe noch zur Schule – womit ich eigentlich kein Problem hätte, wenn nur nicht meine Mitschüler wären. Falls ihr jemals „Spielende Götter“ aus dem ohneohren-Verlag lest, werdet ihr feststellen, dass sie nicht gerade die Nettesten ihrer Art sind.
In meiner Freizeit spiele ich oft Holus, eine Art Fantasy-Simulation, dessen Figuren mir um einiges sympathischer sind als die meisten „realen“ Leute. Also, nicht dass ihr jetzt denkt, ich wäre computerspielsüchtig oder so. Alle, die es sich leisten können, spielen Holus und die meisten verbringen noch viel mehr Zeit damit als ich. Meine Freundin Ophelia zum Beispiel, die … oh, entschuldigt, ich schweife ab. Eigentlich soll ich ja über Alessandra reden, meine Autorin, die mir die ganzen Scherereien mit meinen Mitschülern und in Holus eingebrockt hat. Ich frage mich, was sie erst mit den virtuellen Spielfiguren anrichten würde …
 
1. Wir kennen Alessandra Reß ja schon ein wenig durch unser Gespräch mit Simon. Würdest du sie auch so beschreiben? Oder siehst du Alessandra ganz anders?
Er hat schon recht, wenn er meint, dass sie zu viel über alles nachdenkt. Angeblich mache ich mir ja schon zu viele Gedanken, aber wenn ich erst alles überanalysiert hätte, würde ich immer noch zitternd die Schulpausen abwarten. Zugegeben, ohne die Planung von Ophelia bzw. Taryantas hätte ich in meinem Aktionismus womöglich alles eher verschlimmert, aber trotzdem – manchmal ist es besser, endlich loszulegen, als ewige Pro- und Kontralisten zu führen.
Aber ich glaube, wir sind uns dennoch recht ähnlich, Alessandra und ich. Wir sind beide eher schüchtern, haben aber ein Talent dafür, zu reden, bevor wir die Konsequenzen richtig bedacht haben und sehen uns bei aller Träumerei doch als Realisten. Hm, das klingt seltsam, aber ich denke, so kann man das sagen.

2. Verrate uns doch mal, was sich seit unserem Interview mit Simon bei Alessandra so getan hat. Gab es da etwas Neues, von dem wir unbedingt wissen sollten?
Sie hat ihr Studium abgeschlossen, aber viel entscheidungsfreudiger ist sie dadurch auch nicht geworden. Sie lässt sich so treiben, was zum Beispiel darin resultiert hat, dass sie umgezogen ist und nun ein Volontariat zur Print-Redakteurin absolviert. Nebenher macht sie noch verschiedenen anderen Kram, zum Beispiel hat sie seit dem Gespräch mit Simon zwei neue Romane veröffentlich – neben „Spielende Götter“ ist das ein Larry Brent-Band namens „Melodie der Toten“.

3. Wir plaudern hier ja so ganz gemütlich im stillen Kämmerlein, aber sag mal, wie verhält sich Alessandra denn außerhalb so? Ist sie nett zu ihren Lesern? Sucht sie das Scheinwerferlicht und strahlt in jede Kamera? Oder ist sie eher schüchtern und bekommt vor öffentlichen Auftritten Herzrasen und Schweißausbrüche?
Beides, würde ich sagen. Sie meldet sich gerne für ähm, Auftritte im Scheinwerferlicht an, zum Beispiel, indem sie hin und wieder Lesungen macht oder auf Cons mit Stand anzutreffen ist. Ich denke, sie mag den Kontakt, den das zu Ähnlichgesinnten mit sich bringt. Aber nach der Anmeldung überfallen sie dann oft Zweifel, ob die Idee dazu wirklich so gut war. Ist der „Auftritt“ erst einmal da, ist meistens alles okay, aber davor verbringt sie oft ein paar nicht so schlafintensive Nächte. Trotzdem, ohne Leserkontakte wäre das alles nur halb so spannend für sie und alles virtuell zu machen, ist auf die Dauer irgendwie auch nicht das Wahre. Oh, und nett ist sie natürlich eh ;) Zumindest zu ihren Lesern.

Aha, das klingt ja spannend. Können wir uns davon auch selbst überzeugen? Wo kann man Alessandra denn demnächst mal live erleben?
Aktuell ist nichts geplant, aber wenn der Sommer mit seinen Cons kommt, wird sie sicher wieder auf der einen oder anderen anzutreffen sein. Sie veröffentlicht die Termine dann auf ihrem Blog.

4. Wir wissen ja schon, was Alessandra so neben dem Schreiben treibt und wie sie beim Schreiben vorgeht. Aber wie ist es bei dir? Was tust du so den ganzen Tag, das dazu führte, dass Alessandra über dich schreiben musste?
Wie gesagt, ich spiele oft die Simulation Holus. Sie ist für uns ein Statussymbol und von den Ereignissen dort hängt auch unser Ansehen in der Primärrealität ab (ihr würdet vielleicht Real Life sagen). Das heißt: Wer einen mächtigen Avatar hat oder über möglichst viele und möglichst wohlhabende Städte beherrscht, braucht sich um seinen Status in der Primärrealität nicht zu sorgen. Wer dagegen Städte oder sogar seinen Avatar verliert, der wird sehen, wie ihm seine Freunde den Rücken zukehren. Wenn man Pech hat, kann man durch so etwas sogar seine Arbeit oder sein ganzes Hab und Gut verlieren.
In „Spielende Götter“ wollte ich Holus nutzen, um mich an meinen Mitschülern zu rächen, indem ich ihr virtuelles Ansehen schädige. Allerdings ist das Ganze dann etwas aus dem Ruder gelaufen …

5. Wenn du Alessandra mal etwas Gutes tun könntest, was wäre das?
Hm. Vielleicht würde ich sie Holus spielen lassen ;) Oder dafür sorgen, dass sie an einen Ort ziehen kann, an dem es ihr besser gefällt als dort, wo sie momentan wohnt.

6. Gibt es etwas, von dem du glaubst, sie sollte das unbedingt noch lernen? Einen Ort, den sie unbedingt einmal sehen sollte?
Es würde ihr Leben deutlich erleichtern, wenn sie sich endlich wieder trauen würde, Auto zu fahren. Ich kann das zwar auch nicht, aber im Gegensatz zu ihr habe ich ja einen Chauffeur. Sie könnte dann mehr Cons besuchen oder häufiger spontan an die Nordsee fahren. Was mit dem Auto schwierig zu erreichen ist und sie trotzdem einmal sehen sollte, sind verschiedene Orte in Südkorea, Japan oder China. Sie hätte vermutlich Bammel vor der Reise, aber ich denke, da gäbe es einiges zu besichtigen, was ihr gefallen würde.
Ach ja, sie sollte außerdem ihre Selbstverteidigungsskills verbessern. Das gilt für mich aber auch.

7. Der Film zum Roman! Na komm, lass uns ein wenig träumen (oder auch nicht). Wie sähe deine ideale Verfilmung deiner Geschichte aus? Wer müsste dich spielen? Wer sollte Regie führen? Dürfte Alessandra das Drehbuch schreiben und einen Cameoauftritt haben oder besser nicht? Wer macht die Filmmusik? Und – natürlich ganz wichtig: Wer begleitet Alessandra zur Oscarverleihung?
Kennt ihr den Film „Ben X“? Er ist teils mit realen Schauspielern gedreht worden, teils nutzt er das Rollenspiel „Archlord“ für seine Szenen. Ich kenne „Ben X“ zwar nicht, aber Alessandra meint, wenn „Spielende Götter“ verfilmt würde, wäre dieses Vorgehen auch hierfür ideal. Dass also die Szenen in der „realen“ Welt mit echten Schauspielern und Umgebungen gedreht würden, die in der virtuellen Umgebung aber einer Computerspieloptik entsprächen.

Wer mich spielen sollte, darüber habe ich tatsächlich noch nie nachgedacht und ich kenne eure Schauspieler ja gar nicht. Aber wenn ich mal so tue, als wäre ich in eurer Welt oder Zeit zu Hause … nun, so spontan fände ich Alicia Vikander optisch treffend (klingt das eingebildet?) und sie ist eine tolle Schauspielerin. Gut, mit 27 passt sie vom Alter her nicht mehr ganz so gut zu mir … Aber wir träumen ja.
Als Regisseur könnte ich mir Dennis Gansel vorstellen, beim Soundtrack sollten sich Tomandandy und Junkie XL zusammentun. Das Drehbuch bleibt am besten bei Alessandra und sie darf auch einen Cameo-Auftritt haben, aber nichts Großes. Früher hat sie gerne Theater gespielt, inzwischen fühlt sie sich dabei nicht mehr besonders wohl. Sie könnte in einer der Szenen in Cytear durchs Bild laufen, auf dem Markt vielleicht. Zur Oscarverleihung taucht sie mit einer ihrer Schwestern auf. Mit welcher, das wird ausgelost.

8. Lass uns mal einen Blick in Alessandras Schlafzimmer werfen ... Was liegt auf dem Nachttisch? Welche Kollegen liest sie selbst gern?
Im Moment hat sie keinen Nachttisch, weil sie sozusagen seit fast einem Jahr auf ihren Umzug wartet und meint, bis dahin würde es sich nicht lohnen, sich einen anzuschaffen. Finde ich eher unpraktisch, aber okay. Gerade hat sie Art Spiegelmans „Maus“ ausgelesen und mit Terry Pratchetts „Die Krones des Schäfers“ angefangen (die Tiffany Weh-Bücher sind ihre Liebsten von Pratchett). Ansonsten liest sie z. B. gerne die Bücher von Joey Goebel oder Anthony McCarten.

9. Bevor du uns wieder verlässt, kannst du uns noch schnell ein paar anstehende Neuigkeiten verraten? Wann können wir mehr von Alessandra lesen?
Voraussichtlich im Februar erscheint eine postapokalyptische Novelle von ihr bei Amrûn. Außerdem ist sie in zwei Anthologien vertreten und im Laufe des Jahres kommt „Spielende Götter“ auch noch in der Printversion heraus – bisher wurde ja nur das E-Book veröffentlicht.
10. Ein herzliches Dankeschön an Lucie für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchten wir auch diesesmal dem Autor selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Lucie gesagt wurde.
Tarsem Singh wäre auch ein guter Regisseur für „Spielende Götter“. Und – ich bin nicht unentschlossen, ich wäge nur sorgfältig ab.



Wenn ihr mehr über die Autorin erfahren möchtet, besucht sie doch einmal auf ihrer Homepage, bei Facebook oder Twitter.

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