Montag, 29. August 2016

[UNBOXING] The Book(ish) Box Fairytale

Wie schon bei der GoT-Box erwähnt, wollte ich eigentlich keine weitere The Book(ish) Box ordern. Irgendwie habe ich aber wohl bei der Bestellung der GoT-Box mein Abo wieder aktiviert und ich schon darüber geärgert, als ich die Versandnachricht erhielt. Dann habe ich aber gesehen, welches Thema diese Box hat und mich doch über meinen Fehler gefreut. Es ist nämlich eine Märchenbox. :D



[UNBOXING] Prudence and The Crow August

Ausnahmsweise kam sie nicht mit der Owlcrate am gleichen Tag, sondern brauchte ein wenig länger. Aber nun ist sie endlich hier, meine Prudence & The Crow Box für August.



Sonntag, 28. August 2016

[INTERVIEW] Daniel Lehmann über Sören Prescher


Sören Prescher

 Kennengelernt habe ich Daniel Lehmann Mitte der Neunziger, als er noch im kleinen Ort Berrow lebte. Über die Jahre hinweg haben wir uns nicht so häufig getroffen, aber trotzdem nie aus den Augen verloren. Inzwischen sind wir beide Mitte dreißig und noch immer dicke Kumpels. Er wohnt mit seiner Freundin Sabine im baden-württembergischen Ludwigsburg und arbeitet für ein großes deutsches Wirtschaftsunternehmen.
Nachdem er die Hauptrolle in meinem Roman „Raststopp“ spielt, habe ich ihn gefragt, ob er nicht ein paar Interviewfragen über den Thriller beantworten möchte. Anfangs zögerte er, willigte aber schließlich doch ein. So ist er eben: Ein geradliniger Typ, der sich von nichts und niemandem einschüchtern lässt.

1. Wir kennen Sören Prescher ja schon ein wenig durch unser Gespräch mit Robert Krauss, der ihn unter anderem die Frage klären ließ „Wer mordet schon in der Oberlausitz?“ Robert bezeichnete ihn als recht friedliebenden Burschen, der zudem ein leidenschaftlicher Musik- und Filmfan ist. Würdest du ihn auch so beschreiben? Oder siehst du Sören Prescher ganz anders?
Sören ist in der Tat ein friedliebender und ziemlich umgänglicher Bursche. Das mit seiner Leidenschaft für Musik und Filme stimmt tatsächlich. Du solltest mal seine CD- und DVD-Sammlung sehen, da bleibt dir die Spucke weg. Es braucht nur ein Stichwort zu seinen Lieblingskünstlern und sofort erzählt er dir alles darüber, wer wann mit wem warum was aufgenommen hat. In der Hinsicht ist er wie mein Freund Frank Müller aus Nürnberg oder mein Kollege Basti, mit dem ich das nervenaufreibende „Raststopp“-Abenteuer erlebt habe. Einfach unglaublich, mit was für Kleinigkeiten die sich beschäftigen. Sören ist eher der besonnene Typ, nicht so wie ich. Mir kann es meistens nicht schnell genug gehen.

2. Verrate uns doch mal, was sich seit unserem Interview mit Robert Krauss bei Sören Prescher so getan hat. Gab es da etwas Neues, von dem wir unbedingt wissen sollten?
Hmmh. … lass mich mal überlegen. Getan hat sich eigentlich nur was in Sachen Buchveröffentlichungen. Dieses und letztes Jahr war da ordentlich was los. Ein zweiteiliger Mysterythriller, ein Liebesroman, ein Klosterkrimi und ein Thriller sind erschienen. Dazu die eine oder andere Kurzgeschichte. Da frage ich mich schon, ob der Mann überhaupt jemals schläft.

3. Wir plaudern hier ja so ganz gemütlich im stillen Kämmerlein, aber sag mal, wie verhält sich Sören Prescher denn außerhalb so? Ist er nett zu seinen Lesern? Sucht er das Scheinwerferlicht und strahlt in jede Kamera? Oder ist er eher schüchtern und bekommt vor öffentlichen Auftritten Herzrasen und Schweißausbrüche?
Puh … du stellst Fragen. Er ist definitiv nett zu seinen Lesern, freut sich über alle Rezensionen und konstruktiven Kritiken. Wenn jemand etwas zu einer der Geschichten wissen will, ist er immer gern bereit, die Fragen zu beantworten. Dass er das Scheinwerferlicht sucht, kann man so direkt nicht sagen. Aber er scheut es auch nicht. Er freut sich über Interviews, gibt in Nürnberg gern mal Signierstunden und ist auch bei Lesungsanfragen nicht abgeneigt. Natürlich ist er vor öffentlichen Auftritten ein bisschen nervös. Als Nervenbündel würde ich ihn aber nicht bezeichnen.

Aha, das macht mich neugierig. Können wir uns davon auch selbst überzeugen? Wo kann man Sören Prescher denn demnächst mal live erleben?
Da fallen mir spontan drei Termine ein:

  1.  Sonntag, 25. September 2016, 15:00 Uhr im Nürnberger Kulturladen Ziegelstein (Ziegelsteinstraße 104, 90411 Nürnberg). Dort liest er aus unserem Thriller „Raststopp“.
  2.  Samstag, 1. Oktober 2016, 21 Uhr bei den Literaturtagen in Weinstadt. Hier stellt er zusammen mit seiner Co-Autorin Silke Porath im Keller des Weinguts im Hagenbüchle, Schnait den gemeinsamen Krimi „Klosterkeller“ vor.
  3.  Wie fast jedes Jahr dürfte er auch diesmal auf der BuCon in Dreieich anzutreffen sein. Am 22. Oktober am Stand der Agentur Ashera, um genau zu sein. Vielleicht liest er auf der BuCon auch aus einem seiner Bücher, aber das weiß ich nicht so genau.


4. Wir wissen ja schon, was Sören Prescher so neben dem Schreiben treibt und wie er beim Schreiben vorgeht. Aber wie ist es bei dir? Was tust du so den ganzen Tag, das dazu führte, dass Sören Prescher über dich schreiben musste?
Eigentlich bin ich ein ganz normaler Typ, wohne mit meiner Freundin Sabine in Ludwigsburg und arbeite als Außendienstmitarbeiter für ein größeres deutsches Unternehmen. Als ich allerdings mit meinem Kollegen Basti auf der Rückfahrt von einem Seminar auf einem Rastplatz nahe Bayreuth halten musste, kam es zu einem folgenschweren Zwischenfall mit einem gesuchten Schwerverbrecher. Bevor ich mich versah, ging es in meinem Leben auf einmal drunter und drüber. Für einen Autor ist so was natürlich ein gefundenes Fressen.
Sören kenne ich übrigens seit über zwanzig Jahren. Damals habe ich ihm von meinem Heimatort Berrow erzählt, und was ich da mit meinen Freunden Michael und Frank erlebt habe. Aber das ist buchstäblich eine andere Geschichte und würde jetzt zu weit führen.

5. Wenn du Sören Prescher mal etwas Gutes tun könntest, was wäre das?
Ich glaube, über mehr Zeit würde er sich sehr freuen. 48 Stunden oder so, kämen ihm sehr gelegen. Aber ich befürchte, einen Großteil davon würde er dafür verwenden, um noch mehr zu schreiben. Er kann einfach nicht anders. Bei einem großen Batzen Geld würde er sicherlich auch nicht nein sagen, doch wer würde das schon?

6. Gibt es etwas, von dem du glaubst, er sollte das unbedingt noch lernen? Einen Ort, den er unbedingt einmal sehen sollte?
Reisen könnten für kommende Werke nicht verkehrt sein. Einmal nach Neuseeland, nach Skandinavien, Island oder Japan. Würde mich echt mal interessieren, in was für Geschichten er diese neuen Eindrücke verarbeiten würde.

7. Der Film zum Roman! Na komm, lass uns ein wenig träumen (oder auch nicht). Wie sähe deine ideale Verfilmung deiner Geschichte aus? Wer müsste dich spielen? Wer sollte Regie führen? Dürfte Sören Prescher das Drehbuch schreiben und einen Cameoauftritt haben oder besser nicht? Wer macht die Filmmusik? Und – natürlich ganz wichtig: Wer begleitet Sören Prescher zur Oscarverleihung?
Die ideale Verfilmung der „Raststopp“-Geschichte wäre natürlich eine möglichst originalgetreue. Dafür wäre es schon sinnvoll, wenn Sören am Drehbuch beteiligt wäre. Einen Cameo-Auftritt würde er auf jeden Fall haben wollen. Meine Rolle spielen könnte einer der Hemsworth-Brüder. Gerne auch Max Riemelt oder Daniel Wiemer, um mal zwei talentierte deutsche Darsteller zu nennen. Regie darf J.J. Abrams führen. Aber so begehrt, wie der Mann momentan ist, sehe ich da gewisse Terminschwierigkeiten. Was die Filmmusik betrifft: Das ist eher Sörens Baustelle. Der könnte dir bestimmt auf Anhieb ein halbes Dutzend begnadeter Komponisten nennen.
Wer ihn zur Oscarverleihung begleiten sollte, ist ja wohl klar: Ich natürlich. Na gut, seine Frau dürfte ebenfalls mit von der Partie sein.

8. Lass uns mal einen Blick in Sören Prescher Schlafzimmer werfen ... Was liegt auf dem Nachttisch? Welche Kollegen liest er selbst gern?
Neben seinem Nachttisch liegt immer ein ganzer Stapel ungelesener Bücher, von denen er sich eins nach dem anderen vornimmt. Momentan liest er „Der Mann, der niemals schlief“ von Simon X. Rost. Mir sagen weder der deutsche Autor noch der Titel etwas, aber Sören klang schwer begeistert davon. Danach stehen vermutlich mal wieder Andreas Eschbach, Stephen King und F. Paul Wilson auf dem Plan. Nicht zu vergessen, alte Bekannte wie Tobias Bachmann, Vincent Voss oder Tom Liehr. Die liest er ebenfalls gerne.

9. Bevor du uns wieder verlässt, kannst du uns noch schnell ein paar anstehende Neuigkeiten verraten? Wann können wir mehr von Sören Prescher lesen?
Dieser Tage erscheint im Rouven Finn Verlag die langersehnte Taschenbuchausgabe von „Marty 2“, im Oktober folgt die Anthologie „Fleisch 4“ (Eldur Verlag), zu der er eine Kurzgeschichte beigesteuert hat. Weiter geht es im Frühjahr 2017 mit einem düsteren Horrorthriller im Luzifer Verlag, auf den ich mich schon besonders freue. Und im Sommer 2017 kommt die gemeinsam mit der unübertrefflichen Silke Porath verfasste Kurzkrimi-Sammlung „Wer mordet schon in der Sächsischen Schweiz?“ heraus.

10. Ein herzliches Dankeschön an Daniel Lehmann für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchten wir auch dieses Mal dem Autor Sören Prescher selbst die Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Daniel Lehmann gesagt wurde.
Im Grunde genommen hat Daniel das alles tiptop gemacht. Auszusetzen oder hinzuzufügen wüsste ich spontan nichts. Ich danke ihm, dass er sich die Zeit genommen hat und euch für die Interview-Gelegenheit. Und natürlich all meinen treuen Lesern. Es ist schön, dass es euch gibt.


Der Roman „Raststopp“ ist im Bookshouse Verlag erschienen. Wer mehr über den Autor erfahren möchte, kann ihn auf seiner Homepage oder seiner Facebookfanseite besuchen.

Freitag, 26. August 2016

[UNBOXING] Owlcrate August "YA High"

Die letzte Box für heute ist die Owlcrate August:



[UNBOXING] Bookish Box Sonderbox "Game of Thrones"

Eigentlich habe ich mein The Book(ish) Box-Abo gekündigt, dann kündigten sie aber diese Sonderbox zu Game of Thrones an und irgendwie ist da mein Finger auf den Bestellknopf gerutscht ... O:)





[UNBOXING] FairyLoot August "Dark Deeds"

Diesen Monat gibt es keine Unboxing-Videos, die geschriebenen Foto-Berichte bleiben euch aber erhalten. Nächsten Monat gibt es dann wieder wie gewohnt auch die Video-Ausgabe. :)

Heute und am Montag erwarten euch hier insgesamt 5 Unboxings. Den Anfang macht die FairyLoot August, die schon vor einigen Tagen (gut, es sind fast zwei Wochen) bei mir ankam.



Donnerstag, 25. August 2016

[Rezension] Heliosphere 2265 - Das Helix-Mosaik (by Key)

Heliosphere 2265 - Band 23 - Das Helix-Mosaik Andreas Suchanek
Greenlight Press, 2014

Preis: 2,49€
EBook: 122 Seiten
ASIN: B00OQS4OX6

Die HYPERION ist nach langer Odyssee heimgekehrt und hat Informationen über Richard Meridians Masterplan im Gepäck. Während der Interlink-Kreuzer instand gesetzt wird, treffen unsere Helden auf Familie, Freunde und Gefährten, die von ihrem Tod ausgingen. Viel hat sich verändert, zum Guten, wie zum Schlechten.
Unterdessen sind auch die anderen Mächte aktiv. Sowohl das Imperium als auch der Ketaria-Bund wollen die Identität der Genschlüsselträger aufdecken, um Meridian aufzuhalten. Doch ist das überhaupt noch rechtzeitig möglich?

Sonntag, 21. August 2016

[INTERVIEW] Jacques Demeraux über Gabriele Ketterl



 Jacques Demeraux ist ein  sogenanntes Halbblut. Sohn einer französischen Mutter und eines indianischen Vaters. Seine Mutter starb er vor kurzer Zeit, ermordet von weißen Soldaten, direkt vor Jacques Augen. Er gibt sich die Schuld an ihrem Tod, da er glaubt, die Soldaten zum Winterlager der Lakota geführt zu haben. Jacques zieht sich von seinen Leuten, die sich bereits von den Ebenen bis weit an die Berge geflüchtet haben, zurück und verkriecht sich in der Wildnis. 

Als er die schwer verwundete Louisa findet, weiß er, dass dies ein Fingerzeig des Schicksals ist und er hier die Möglichkeit erhält, mit ihrer Rettung aus dem Teufelskreis an Selbstzweifel und Hass auszubrechen.
Er übernimmt gerne die Rolle des Vermittlers zwischen der Erzählerin seiner Geschichte und dem Fragenden, denn er weiß, dass sie ihm ebenso vertraut wie er ihr vertraut und daher sicher ist, dass seine Geschichte wahrheitsgetreu und ehrlich erzählt wird.

Wir bitten darum, nicht zu filmen oder zu fotografieren und alle Handys auszuschalten. Diese Wunder der modernen Technik könnten unseren heutigen Gast aus der Fassung bringen, und das wollen wir ja nicht. Also Jacques , dürfen wir dir eine Tasse Tee anbieten, bevor wir mit den Fragen beginnen?

1. Stell uns Gabriele Ketterl  doch erst einmal kurz vor.
Meine Schöpferin ist Autorin mit Leidenschaft. Sie lebt derzeit, soweit ich richtig informiert bin, im Outback von München mit ihrem Mann und zwei großen Söhnen. Irgendwann hat sie einmal in München Theaterwissenschaften studiert, großes Drama ist ihr daher sicher nicht fremd. Sie ist ein sehr toleranter Mensch, es sei denn sie findet heraus, das man sie belügt. Das ist ein sehr großer Faux Pas für sie. Gabriele ist jemand der stets von Fernweh geplagt wird, ich denke am liebsten wäre sie konstant unterwegs und würde sehr gerne irgendwo am Meer leben.

2. Was denkst du über Gabriele  wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Wir mochten uns spontan sehr. Ich habe gespürt, dass wir auf einer Wellenlänge sind. Sie hat mich und meine Ängste verstanden und ist sehr behutsam damit umgegangen. Sie hat ein unglaubliches Einfühlungsvermögen, das mich besonders im Bezug auf mein Volk, die Lakota, doch sehr überrascht hat. Ich hätte nicht erwartet, soviel Verständnis für mich und meine Leute bei einer Weißen, einer Wasicu zu finden. Ich beneide sie um die Offenheit, mit der sie den Menschen gegenüber tritt, ich habe da so meine Probleme. Aber sie scheint es fühlen zu können, wenn ein Mensch Vertrauen verdient.

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
Sie muss viel Sport treiben. Da bei ihr eine schwere Artrose im Knie und eine im Lendenwirbelbereich versteifte Wirbelsäule festgestellt wurde. Nun trainiert sie zwei Mal die Woche sehr tapfer, um zu verhindern, dass es sich ausweitet. Sie ist ein sehr aktiver Mensch, der gerne in der Natur ist. Sich nicht mehr bewegen zu können, wäre für sie absolut undenkbar. Abgesehen davon liest sie viel, viele Bücher von Freundinnen oder alte Werke, wie Jane Austen. Wann immer sie es schafft, trifft sie sich mit Freunden. Freunde sind ihr sehr wichtig. Oder sie bereitet Leseevents vor, auf denen sie uns und unsere Geschichten den Lesern vorstellen wird.

4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
Vorbild? Das ist schwer zu sagen. Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass sie sich an großen Persönlichkeiten aus der Vergangenheit orientiert. Das mag ein wenig seltsam klingen, aber sie hat mir einmal anvertraut, dass sie viel dafür geben würde, einen Tag mit dem berühmten Nez Percé Chief Joseph zu verbringen und mit ihm zu reden. Von den Menschen der Neuzeit hält sie vorbildtechnisch wohl eher nicht so viel. Also einmal ganz im Ernst, ich kann sie da aber auch verstehen.
 

5. Gibt es besondere Gepflogenheiten, die Gabriele  beim Schreiben an den Tag legt? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Während sie die Highland Dilogie geschrieben hat, lief im Hintergrund sehr oft, ganz leise, die Musik von Soar Patrol. Bei den Venetian Vampires hörte ich ab und an klassische Musik, z.B. Verdi oder Puccini. Was immer in Mengen da ist, ist Tee. Literweise Tee, ob schwarzer oder Kräutertee, da gibt es bei ihr keine Grenzen. Sie mixt das auch gerne einmal selbst. Sie hat da so eine Lieblingsmischung, die bei ihr „Amor Espanol“ heißt, sie behauptet allen Ernstes, es mache Frauen besonders glücklich. Aber sie rückt das Rezept nicht raus.

6. Wie hast du sie kennengelernt?
Als sie mich auf einem meiner Ausritte aufspürte. Ich fühlte ihre Gegenwart und sie fragte mich, ob sie meine Geschichte aufschreiben dürfe. Ich habe sie gefragt warum ausgerechnet ich. Sie lachte und meinte, sie würde nun einmal sehr gerne über schöne Männer schreiben und ganz besonders, wenn ihre Geschichten noch so spannend und berührend seien wie die meine. Hallo! Im Ernst, welcher Mann freut sich da nicht?

7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Ich weiß, dass sie den wichtigsten Protagonisten der Venetian Vampires in Italien getroffen hat und schon wenige Stunden später begann, seine Geschichte aufzuschreiben. Sie spürt es, wenn jemand in der Nähe ist, dessen Leben besonders ist oder der ein ganz besonderes Wesen ist. Sie hat mir erzählt, dass ihr Steward, der dunkle, melancholische Highlander in einer stürmischen Nacht in England begegnet ist. Sie hat da wohl ein besonderes Händchen.

8. Einmal ganz direkt gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Gabriele so besonders?
Der Umstand, dass ich einer aus dem Volk bin, das sie schon von Kindesbeinen an fasziniert und dem sie sehr zugetan ist. Ihr nennt uns Indianer, das aber nur weil euer komischer Weltenumsegler Kolumbus zu dusslig war, zu navigieren, sich total verfranste und dachte er sei in Indien gelandet. Wir bitten darum Native Americans genannt zu werden oder einfach nur Natives. Meine Geschichte und die meines Volkes erzählen zu können, hat sie sehr glücklich gemacht. Wir haben gut gewählt, was wir euch erzählen und was nicht. Dass dann auch noch diese verrückte Weiße in mein Leben purzelt, macht alles noch viel komplizierter … und wunderbarer .. ist nicht leicht zu beschreiben. Aber vor allem sprichst du mit mir, weil sie uns und unser Volk seit über zweihundertfünfzig Jahren kennt. Hinterfrag das jetzt am Besten nicht weiter, okay.

9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Gabriele bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
Sie korrigiert gerade ein sehr humorvolles und doch spannendes Manuskript. Dazu musst du wissen, dass sie vor einem Jahr einmal wieder in Schottland war und sie das Land sehr liebt. All die verrückten Ereignisse und Erlebnisse hat sie in eine richtig tolle Story verpackt. „Highlands mit Hindernissen“ wird zur Buchmesse Leipzig 2017 erscheinen. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, dann wird das ganze Buch eine einzige, wunderschöne und sehr amüsante Liebeserklärung an Schottland, seine endlosen Weiten und seine besonderen Menschen.

10. Ein herzliches Dankeschön an Jacques Demeraux für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Jacques gesagt wurde.
So sehr ich auch überlege, aber Jacques lag in allem was er sagte richtig. Wir verstehen einander blind, was daran liegen mag, dass wir nicht reden müssen, um uns zu verstehen. Zusammen zu schweigen, kann sehr viel über den anderen Menschen aussagen. Zusammen zu schweigen muss man können.
So geht es mir mit allen meinen Charakteren, bei Jacques war es allerdings noch einmal ganz etwas Besonderes. Es war als würden wir uns seit Jahrhunderten kennen.
Raffaele, das Oberhaupt des Clans der Venezianer ist auch so eine Persönlichkeit. Bei ihm weiß ich ohne viele Worte, was er mir sagen will. Vieles davon wird den Menschen, oder zumindest einigen der herrschenden Kasten, nicht gefallen. Aber das muss es auch nicht. Es muss mir und vor allem euch gefallen, nicht wahr?

Der Roman "Gefangene der Wildnis" ist im Amrûn Verlag erschienen. Wer mehr über die Autorin erfahren möchte, sollte sie einmal auf ihrer Facebookseite, auf Youtube, Twitter oder Google+ besuchen.


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